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Produktinformationen
Die Autor*innen untersuchen in diesem Band die ästhetische Dimension gegenwärtiger Geschichtskulturen und leuchten das Verhältnis von Künsten und Geschichte(n) sowie kultureller, ästhetischer und historisch-politischer Bildung aus. Sie widmen sich der Wirkung des Ästhetischen als im geschichtsdidaktischen Diskurs bislang vernachlässigter Dimension auf Prozesse historisch-politischer Bildung. Dabei stehen die ästhetischen Dimensionen geschichtskultureller Orte (bspw. Museum, Gedenkstätte, Klassenzimmer, Geschichtsunterricht etc.), Formen und Praktiken im Vordergrund. Zusätzlich bietet der Band weitere Beiträge zu aktuellen geschichtsddaktischen Projekten aus Österreich.
Inhaltsübersicht

Einleitung  

Christian Heuer, Georg Marschnig, Britta Breser: KunstGeschichte(n). Über die ästhetische Dimension der Geschichtskultur  


Über die ästhetische Dimension der Geschichtskultur  

Holger Thünemann: Irritationsräume und Zeiterfahrungen. Überlegungen zur ästhetischen Dimension der Geschichtskultur  

Iris Laner: Geschichte(n) der Zukunft gestalten. Zur Bedeutung der ästhetischen Bildung für Imaginationen einer anderen Welt  

Jörg van Norden: Ästhetik der Vergangenheit  

Lars Deile: Präsenz und historisches Lernen  

Manuel Köster: Argumentationsverstärker, Plausibilitätsgenerator, Irritationsanlass. Funktionen der Ästhetik historischer Darstellungen in unterschiedlichen Bereichen der Geschichtskultur  

 

Fallstudien zur ästhetischen Dimension  

Charlotte Husemann: (Mehr als) schöner Schein? Ästhetische Inszenierung von Geschichte auf Instagram und TikTok 

Judith Laister, Gerald Lamprecht: „Weil es so viele sind.“ Multiperspektivisches und multidirektionales Erinnern im universitären Kontext: Räume – Prozesse – Akteur:innen. Ein Kunst-, Erinnerungs- und Studienprojekt der Universität Graz  

Nadja Danglmaier, Daniel Wutti: Räumliche und ästhetische Merkmale von Erinnerungszeichen an NS-Opfer anhand der digitalen Erinnerungslandschaft von DERLA Kärnten/Koroška  

Markus Wurzer: Ästhetische Gesten der Macht-/Kritik. Um-/Deutung des „Mussolini-Reliefs“ in Bozen/Bolzano  

Georg Marschnig: Ist das noch [unsere] Geschichte oder kann das [endlich] weg? Historisch-politische Bildung mit/für/gegen das Lueger-Denkmal in Wien  


Projektberichte

Julia Jochum: „Die“ Geschichtsdidaktik und ihre Studierenden. Vorstellungen und Wahrnehmungen in autoethnografischen Texten von Studierenden des ersten Semesters „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ in Österreich  

Jasmin Katzier: Geschichtskultur im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II. Ein qualitativer Zugang zum Umgang mit Geschichtskultur innerhalb und außerhalb des Geschichtsunterrichts  

Lorenz Prager: „Wir sind alle Amerikaner. Punkt.“ Die Darstellung der Shoah in Call of Duty: WWII im Rahmen einer amerikanischen Kameradschaftserzählung   

Andrea Brait, Heike Krösche: Quellenarbeit revisited? Entwicklung und Erprobung von Erklärvideos 2.0 für historische Lernprozesse Autor*innen

Autor*innen

Andrea Brait (Innsbruck) 
Andrea Brait ist derzeit am Zentrum für Kulturen und Technologien des Sammelns der Universität für Weiterbildung Krems tätig und war davor assoziierte Professorin im Institut für Zeitgeschichte und am Institut für Fachdidaktik der Universität Innsbruck sowie ebendort Leiterin des Bereichs „Geschichte und Politische Bildung“. 

Britta Breser (Wien/Graz) 
Britta Breser ist Universitätsprofessorin für Demokratiebildung an der Universität Wien sowie in Forschung und Lehre zur Politischen Bildung und Politikdidaktik am Institut für Geschichte (Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik) der Universität Graz tätig. 

Nadja Danglmaier (Klagenfurt)
Nadja Danglmaier ist Postdoc-Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt und Leiterin des Kärnten-Netzwerks von _erinnern.at_. Sie lehrt, forscht und publiziert zur historisch-politischen und diversitätsbewussten Bildungsarbeit. 

Lars Deile (Bielefeld)
Lars Deile ist seit 2016 Professor für Didaktik und Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld. Er studierte die Fächer Englisch, Geschichte, Deutsch als Fremdsprache in Jena und Dublin, und war nach Referendariat und Schuldienst als Geschichtsdidaktiker in Greifswald und an der Freien Universität Berlin tätig. 

Christian Heuer (Gießen)
Christian Heuer ist seit 2024 Professor für Didaktik der Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Davor arbeitete er von 2020 bis 2024 als Universitätsprofessor für Geschichtsdidaktik am Institut für Geschichte der Universität Graz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Theorie und Geschichte der Geschichtsdidaktik; Orte, Formen und Praxen der Geschichtskultur; Pragmatik des Geschichtslernens sowie Professions- und Geschichtsunterrichtsforschung. 

Charlotte Husemann (Potsdam)
Charlotte Husemann ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam. Davor promovierte sie im interdisziplinären BMBF-Projekt „Schreiben im Fachunterricht der Sekundarstufe I unter Einbeziehung des Türkischen“ an der Universität Duisburg-Essen (2017-2020) Sie beschäftigt sich mit Fragen der De- und Konstruktion von Geschichtskultur in Social Media. 

Julia Jochum (Graz)
Julia Jochum absolvierte das Lehramtsstudium „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ sowie „Englisch“ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor war sie am dortigen Institut für Geschichte im Arbeitsbereich Geschichte des Mittelalters als studentische Mitarbeiterin und Tutorin tätig, ab 2020 arbeitet sie als solche im Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik. 

Jasmin Katzier (Salzburg)
Jasmin Katzier absolvierte das Lehramtsstudium für Germanistik und Geschichte an der Universität Salzburg, war Assistentin für Geschichts- und Politikdidaktik am Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Salzburg und am Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen. Seit 2022 Universitätsassistentin für Geschichts- und Politikdidaktik am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen empirische Geschichtsdidaktik; Schulbuchforschung; Geschichtskultur 

Manuel Köster (Münster)
Manuel Köster ist Akademischer Oberrat am Institut für Didaktik der Geschichte an der Universität Münster. Nach einem Lehramtsstudium der Fächer Geschichte und Englisch sowie der Promotion in Münster war er als Akademischer Rat bzw. Oberrat an der Universität zu Köln beschäftigt. 2019 und 2020 vertrat er für drei Semester die Professur für Didaktik der Geschichte an der Universität Osnabrück. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Theorie der Geschichtskultur sowie des Geschichtsunterrichts; Aufgabenkultur; empirische Forschung zum historischen Denken und Lernen. 

Heike Krösche (Innsbruck)
Heike Krösche ist Universitätsassistentin (Postdoc) am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. Sie forscht u.a. zum historischen und politischen Lernen unter den Bedingungen der digitalen Transformation und zu Konzepten für einen fächerübergreifenden Unterricht der historischen und politischen Bildung. 

Christoph Kühberger (Salzburg)
Christoph Kühberger ist Universitätsprofessor für Geschichts- und Politikdidaktik am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg und war ebendort von 2021 bis 2024 Leiter des Fachbereichs Geschichte. Forschungsschwerpunkte: Historisches und politisches Denken und Lernen, Geschichtskultur, Dekolonialisierung/Diversity Studies/Inklusion. 

Judith Laister (Graz) 
Judith Laister ist assozierte Universitätsprofessorin am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Stadtanthropologie und Ästhetische Anthropologie mit Fokus auf die Relationale Kunst, Repräsentationskritik, Öffentlicher Raum und Macht, Akteure und Bilder des Anthropozän. 

Gerald Lamprecht (Graz)
Gerald Lamprecht ist Universitätsprofessor für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte sowie Leiter des Centrums für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Jüdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, NS-Herrschaftssystem, die Geschichte des Vermögensentzuges sowie Gedächtnisgeschichte und Geschichte des Antisemitismus. 

Iris Laner (Salzburg)
Iris Laner ist seit 2019 Professorin für Bildende Kunst und Bildnerische Erziehung an der Universität Morzarteum Salzburg. Als promovierte Philosophin und ausgebildete AHS-Lehrkraft interessiert sie sich für fachdidaktische Theoriebildung und das Verhältnis von Theorie und Praxis. 

Georg Marschnig (Graz)
Georg Marschnig ist seit 2025 Universitätsprofessor für Geschichtsdidaktik und Politische Bildung an der Universität Graz. Nach dem Lehramtsstudium der Fächer Geschichte und Deutsch folgte 2010 die Promotion im Bereich Zeitgeschichte an der Universität Wien. Danach war Marschnig Gymnasiallehrer, Lecturer und Senior Scientist in Graz sowie von 2023 bis 2025 Universitätsprofessor für Fachdidaktik des Unterrichtsfaches Geschichte und Politische Bildung und der Universität Wien. 

Lorenz Prager (Wien) 
Lorenz Prager ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Polis. Von Oktober 2020 bis 2024 war Prager wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik der Universität Wien. Er hat das Lehramtsstudium in den Fächern Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung sowie Chemie an der Universität Wien absolviert und arbeitete bis 2020 an einem Wiener Gymnasium. 

Holger Thünemann (Münster)
Holger Thünemann ist Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichtskultur an der Universität Münster. Zuvor war er Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität zu Köln. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die Erforschung des öffentlichen Umgangs mit Geschichte. 

Jörg van Norden (Bielefeld)
Jörg van Norden studierte Geschichte, Spanisch und Religion. Nach dem Zweiten Staatsexamen, Promotion und Schuldienst arbeitete er als Geschichtsdidaktiker an der Universität Bielefeld. Dort wurde er habilitiert und zum Professor ernannt. Seine Forschungsinteressen sind Geschichtstheorie, Geschichtskultur und empirische Lehr- und Lernforschung. 

Daniel Wutti (Klagenfurt)
Daniel Wutti ist Hochschulprofessor für Mehrsprachigkeit und trans-kulturelle Bildung an der PH Kärnten. Promotion in Sozialpsychologe zu Identität, Trauma und Gedächtnis. Forschungs- und Publikationstätigkeit zu Mehrheiten-/Minderheitenverhältnissen, Mehrsprachigkeit und Erinnerungskulturen. Wutti ist Vorstandsmitglied beim Mauthausen Komitee Körnten/Koroška und dem Društvo/Verein Persman. 

Markus Wurzer (Graz)
Markus Wurzer ist seit September 2023 Lecturer am Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik des Instituts für Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ebenso 2023 erschien seine mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnete Dissertation „Der lange Atem kolonialer Bilder“ beim Wallstein Verlag. Außerdem ist Wurzer Ko-Koordinator des Public-History-Projekts www.postcolonialitaly.com.

Kurzbeschreibung
Die Autor*innen dieses Bandes fragen nach der ästhetischen Dimension gegenwärtiger Geschichtskulturen, ihren Formen und Orten und nehmen dadurch das Verhältnis von kultureller, ästhetischer und historisch-politischer Bildung in den Blick.
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