Leitbild Aktivbürger
Was schulische politische Bildung erreichen will
- von
- Sabrina Keit
Die schulische politische Bildung in Nordrhein-Westfalen war jahrzehntelang vom Leitbild des kritischen „Aktivbürgers“ geprägt, von dem ein geradezu proaktives Engagement für das Gelingen der demokratischen Gesellschaft erwartet wurde. Erst zur Jahrtausendwende wurde es von einem Bild des Schülers als zukünftigem Bürger abgelöst, der über die notwendigen Kompetenzen verfügt, sich politisch zu engagieren, von dem dies aber nicht mehr wie selbstverständlich erwartet wird.
Die vorliegende Fallstudie leuchtet die Entstehungskontexte des Leitbilds „Aktivbürger“ aus und untersucht Kontinuität und Wandel der Erwartungen an Individuum und Gesellschaft, die mit diesem Leitbild jeweils verbunden sind.
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| Bestellnummer: | 40410 |
|---|---|
| EAN: | 9783734404108 |
| ISBN: | 978-3-7344-0410-8 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2017 |
| Auflage: | 1. Auflage 2017 |
| Seitenzahl: | 320 |
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Beschreibung der Fallstudie Nordrhein-Westfalen
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Theorie des Lehrplans und der Lehrplanarbeit
2.1.1 Wie können Lehrpläne allgemein beschrieben und analysiert werden?
2.1.2 Wodurch sind Kontinuität und Wandel von Lehrplaninhalten bedingt?
2.2 Geschichte der schulischen politischen Bildung und ihrer Bürgerleitbilder in der Bundesrepublik Deutschland
2.2.1 Das Bürgerleitbild der fünfziger Jahre
2.2.2 Das Bürgerleitbild der siebziger Jahre
2.2.3 Das Bürgerleitbild der Gegenwart
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Methode zur Analyse der Rahmenlehrpläne
3.2 Methode zur Auffindung und Analyse relevanter Kontexte
3.2.1 Durchführung und Analyse der Experteninterviews
3.2.2 Methode zur Auffindung weiterer relevanter Kontexte
4. Erwartungen an Bürger und Gesellschaft aus Perspektive der „Richtlinien“
4.1 Zur Entstehungsgeschichte der „Richtlinien“
4.1.1 Die Arbeit der Richtlinien-Kommission
4.1.2 Die Kontroverse um die Einführung der ersten Richtlinien-Auflage 1973
4.1.3 Analyse der Kontroverse
4.1.4 Die „Richtlinien“ als Grundlage des Politikunterrichts in Nordrhein-Westfalen
4.2 Analyse der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in den Richtlinien
4.2.1 Analyse der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in der 1. Richtlinien-Auflage 1973
4.2.1.1 Erwartungen an den Schüler als zukünftigen Bürger in der 1. Auflage
4.2.1.2 Erwartungen an Gesellschaft in der 1. Auflage
4.2.2 Analyse der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in der 3. Richtlinien-Auflage 1987
4.2.2.1 Erwartungen an den Schüler als zukünftigen Bürger in der 3. Auflage
4.2.2.2 Erwartungen an Gesellschaft in der 3. Auflage
4.3 Zwischenfazit: Kontinuität und Wandel der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in den Richtlinien
5. Kontextualisierung der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in den „Richtlinien“
5.1 Kontext: Personen
5.1.1 Der Vorsitzende der Richtlinien-Kommission
5.1.2 Die junge Lehrerin
5.1.3 Der Schulpraktiker
5.1.4 Der Referatsleiter
5.1.5 Zwischenfazit: Personen
5.2 Kontext: (Bildungs-)Politik und Gesellschaft
5.2.1 (Bildungs-)Politik und Gesellschaft im Kontext der 1. Auflage
5.2.1.1 Politik und Gesellschaft im Kontext der 1. Auflage
5.2.1.2 Bildungspolitik und Bildungsreform
5.2.2 (Bildungs-)Politik und Gesellschaft im Kontext der 3. Auflage
5.2.2.1 Politik und Gesellschaft im Kontext der 3. Auflage7
5.2.2.2 Bildungspolitik und Bildungsreform
5.2.3 Zwischenfazit: (Bildungs-)Politik und Gesellschaft im Kontext der Richtlinien
5.3 Kontext: Relevante Diskurse in (Bildungs-)Politik und Gesellschaft
5.3.1 Relevante Diskurse im Kontext der 1. Auflage
5.3.1.1 Relevante Diskurse in Politik und Gesellschaft
5.3.1.2 Bildungsbegriff und Bildungsdiskurs
5.3.2 Relevante Diskurse im Kontext der 3. Auflage
5.3.2.1 Relevante Diskurse in Politik und Gesellschaft
5.3.2.2 Bildungsbegriff und Bildungsdiskurs
5.3.3 Zwischenfazit: Relevante Diskurse im Kontext der Richtlinien
5.4 Kontext: Relevante Entwicklungen und Debatten in der Politikdidaktik
5.4.1 Relevante Entwicklungen und Debatten im Kontext der 1. Auflage
5.4.2 Relevante Entwicklungen und Debatten im Kontext der 3. Auflage
5.4.3 Zwischenfazit: Relevante Entwicklungen und Debatten der Politikdidaktik
6. Zusammenfassende Betrachtung der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in den Richtlinien und relevanter Kontexte
7. Erwartungen an Bürger und Gesellschaft aus Perspektive der „Rahmenvorgabe“
7.1 Zur Entstehungsgeschichte der „Rahmenvorgabe Politische Bildung“
7.1.1 Formale Unterschiede zu den „Richtlinien“
7.1.2 Reaktionen auf die Einführung der „Rahmenvorgabe“
7.1.3 Die „Rahmenvorgabe“ als neue Grundlage schulischer politischer Bildung in Nordrhein-Westfalen
7.2 Analyse der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in der Rahmenvorgabe
7.2.1 Erwartungen an den Schüler als zukünftigen Bürger
7.2.1.1 Wie soll der Schüler als zukünftiger Bürger handeln?
7.2.1.2 Welche Voraussetzungen sind notwendig, um diese Erwartungen zu erfüllen?
7.2.2 Erwartungen an Gesellschaft
7.2.2.1 Wer gehört zur Gesellschaft und was hält Gesellschaft zusammen?
7.2.2.2 Wofür wird Gesellschaft gebraucht und wodurch wird sie bedroht?
7.3 Zwischenfazit: Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in der Rahmenvorgabe
8. Kontextualisierung der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in der Rahmenvorgabe
8.1 Kontext: Personen
8.1.1 Der Didaktiker
8.1.2 Die Kultusministerin
8.1.3 Zwischenfazit: Personen
8.2 Kontext: (Bildungs-)Politik und Gesellschaft im Kontext der Rahmenvorgabe
8.2.1 Spannungsfeld: Individuum und Gesellschaft
8.2.2 Spannungsfeld: Staat und Gesellschaft
8.2.3 Bildungspolitik und Bildungsreform
8.2.4 Normalisierung: Erinnerung und Nation
8.2.5 Zwischenfazit: Politik und Gesellschaft im Kontext der Rahmenvorgabe
8.3 Kontext: Relevante Diskurse in (Bildungs-)Politik und Gesellschaft
8.3.1 Spannungsfeld: Individuum und Gesellschaft
8.3.2 Spannungsfeld: Staat und Gesellschaft
8.3.3 Bildungsbegriff und Bildungsdiskurs
8.3.4 Normalisierung: Erinnerung und Nation
8.3.5 Zwischenfazit: Relevante Diskurse im Kontext der Rahmenvorgabe
8.4 Kontext: Relevante Entwicklungen und Debatten der Politikdidaktik
8.4.1 Fachdidaktische Debatten im Kontext der Rahmenvorgabe
8.4.2 Fachdidaktische Einflüsse auf die Rahmenvorgabe
9. Schlussbetrachtung: Kontinuität und Wandel der Erwartungen an Bürger und Gesellschaft in Richtlinien und Rahmenvorgabe
9.1 Kontinuität und Wandel der Erwartungen an den Schüler als zukünftigen Bürger
9.2 Kontinuität und Wandel der Erwartungen an Gesellschaft
10. Anhang
11. Literaturverzeichnis
Dr. Sabrina Keit hat in Kiel Politikwissenschaft, Neueste Geschichte und Neuere Deutsche Literatur- und Medienwissenschaften studiert. Im Anschluss war sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kiel, später am Georg-Eckert-Institut / Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig tätig. Nach der Promotion an der Universität Halle-Wittenberg 2016 folgte der Wechsel ins Wissenschaftsmanagement.
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