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Erwachsenenbildung
Rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure instrumentalisieren Zielkonflikte im Natur- und Umweltschutz, um Maßnahmen zu delegitimieren und antidemokratische Narrative zu verbreiten. Die Handreichung bietet dafür klare Gegenstrategien, praxisnahe Bildungsansätze und Hinweise auf Beratungsstellen.
Kaum ein Begriff prägt die Selbstbeschreibung demokratischer Gesellschaften gegenwärtig so stark wie der der Polarisierung. Er erscheint als Signatur unserer Zeit, in politischen Debatten ebenso wie in medialen Deutungen und sozialwissenschaftlichen Diagnosen. Doch je selbstverständlicher von einer „gespaltenen Gesellschaft“ die Rede ist, desto weniger klar wird, was damit eigentlich gemeint ist: ein messbares Auseinanderdriften von Einstellungen, eine verschärfte Wahrnehmung unterstellter Gegensätze, eine affektive Zuspitzung politischer Gegnerschaft oder ein diskursives Phänomen, das die beklagte polarisierte Spaltung selbst mit hervorbringt? Dieses Politikum-Heft setzt der vorschnellen Diagnose eine genauere Betrachtung entgegen. Polarisierung ist kein einheitliches Phänomen, sondern ein Bündel miteinander verschränkter Prozesse, die auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Sinnvoller als von der Polarisierung zu sprechen ist es daher, Polarisierungen in den Blick zu nehmen, ihre soziale, kulturelle, affektive, diskursive und institutionelle Ausprägung mit je eigener Logik. Die Autor:innen prüfen empirisch, ob sich Einstellungen tatsächlich voneinander entfernen - oder vor allem deren Wahrnehmung. Sie rekonstruieren, wie politische Akteure, Medien und digitale Öffentlichkeiten Gegensätze kommunikativ verschärfen. Sie analysieren affektive Dynamiken von Misstrauen und politischer Abwertung bis in die Mitte der Gesellschaft hinein. Und sie fragen, wie Parlamente, Wählermärkte und die lokale Demokratie diese Spannungen verarbeiten oder verstärkt unter Druck geraten.Damit zielt das Heft auf eine entscheidende Klärung. Es trennt analytisch, was zu oft verschwimmt: legitimen demokratischen Streit von dysfunktionaler Polarisierung, die Systemvertrauen und Kompromissfähigkeit untergräbt. Für gesellschaftliche Akteure, politische Praxis und politische Bildung liegt darin der eigentliche Gewinn. Denn wer Demokratie verteidigen will, muss zuerst verstehen, was sie gefährdet und was sie ausmacht.
In Krisenzeiten erhält die politische Bildung gerne die Aufgaben der Feuerwehr: Sie soll das Klima retten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und autoritären Entwicklungen zur Rettung der Demokratie entgegenwirken. Wie Akteur*innen der politischen Bildung hiermit umgehen können, diskutieren die Beiträge dieses Sammelbands.
Europa lässt sich als ein offenes Projekt zwischen Idee und politischer Realität verstehen. Dieser Band zeigt, wie Jugendarbeit und Jugendpolitik darin auftauchen – kritisch, vielfältig und im Spannungsfeld von Konflikten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe im bürgerschaftlichen Engagement. Das Jahrbuch führt in Anlehnung an Zugangshürden (13 Schwellen) im Vierten Engagementbericht hierzu Impulse, Diskursansätze und Debattenbeiträge zusammen.
Der reich bebilderte und verständlich geschriebene Band über die frühen Demokratiebewegungen in Südwestdeutschland bietet eine Fülle von Originaldokumenten und thematischen Zugriffen – z. B. Informationen zu einzelnen Regionen, Erinnerungsorten und Akteur:innen sowie deren Familienbiographien. Er ist für den Einsatz in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, aber auch zur privaten Lektüre bestens geeignet.
Dieses umfassende Praxishandbuch bietet zahlreiche Ansätze zum Umgang mit antidemokratischen Herausforderungen an und integriert Erfahrungen eines europäischen Projekts. Es enthält 40 interaktive Übungen für die Bildungspraxis.
Komplett aktualisiert und erweitert! „Frieden hat man nicht, Frieden muss man machen.“ Hanne-Margret Birckenbach beschreibt das Konzept der Friedenslogik – ein alternatives Konzept zur Sicherheitslogik, bei der der Wille zum Frieden durch Rüstung und militärische Drohpotenziale erreicht wird. Dieses Buch macht Mut. Vielseitig und praxisnah ermöglicht es eine verbreiterte Teilhabe. Birckenbach verdeutlicht die Relevanz von Frieden für die Sicherheits- und Menschenrechtspolitik sowie die entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Die zweite Auflage enthält u.a. ein neues Kapitel zu einer versöhnungsorientierten Perspektive für die Überwindung von Kolonialität: Birckenbach thematisiert z.B. die Anerkennung des Völkermords an Overherero und Nama vonseiten Deutschlands.
Wofür steht BNE? Wie sehen die Diskurse in verschiedenen Bezugsdisziplinen hierzu aus? Dieses Handbuch bietet einen Überblick über den aktuellen Stand von BNE und ist als Referenzwerk für Wissenschaft und Bildungspraxis konzipiert.
Das Thema Rente nimmt immer mehr an Fahrt auf. Es wird die sozialpolitische Diskussion der nächsten Jahre dominieren. Der Handlungsdruck steigt, denn der Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Rentenalter hat begonnen. Erstmals seit 25 Jahren prognostiziert die Bundesregierung einen Anstieg des Rentenbeitragssatzes in den nächsten drei Jahren. Dies allein wird zu einer erheblichen Verschärfung der rentenpolitischen Debatte führen. Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass der nächsten Bundestagswahl ein Rentenwahlkampf vorausgehen wird.
Wie gelingt gute Kommunikation im Rat? Diese Broschüre gibt Ihnen für Ihre kommunale Arbeit konkrete Werkzeuge an die Hand, wie Sie in Debatten fair streiten, gelassen reagieren und sachlich bleiben – auch in hitzigen Momenten.
Dieses Buch zeigt, wie man rechten Parolen mit Haltung, Wissen und Gesprächskompetenz begegnet – im Alltag, im Beruf, in der Familie. Verständlich, fundiert, wirksam. Ein Muss für politisch Engagierte.
Die im Anschluss an Oskar Negt ausgearbeiteten gesellschaftlichen Kompetenzen vermitteln Lernenden politisches Wissen und Orientierung als Grundlage für demokratisches Handeln. Sie unterstützen die Entfaltung ihrer Kritik- und Urteilsfähigkeit.
Was müssen politische Bildnerinnen und Bildner in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung wissen und können? Diese Frage beantwortet der Band, indem er sich der wissenschaftlichen Erforschung politischer Jugend- und Erwachsenenbildung widmet. Dabei werden folgende Themen erörtert: Selbstverständnis und Tradition des Faches, wissenschaftliche Kategorien und Referenzrahmen, zentrale Kompetenzen und spezifische Merkmale professionellen Handelns. Auf dieser Grundlage werden fachliche Standards herausgearbeitet und das Ergebnis zeigt sich in neun unverzichtbaren Kernmodulen, die die wesentlichen Kompetenzen politischer Bildnerinnen und Bildner beschreiben.
Der Band verfolgt das Anliegen, die Debatten um das Erlernen bürgerschaftlicher und demokratischer Kompetenzen, um Schulöffnung und Schulentwicklung sowie die Frage danach, was moderne Bildung heute ausmacht und welcher Stellenwert dabei dem bürgerschaftlichen Engagement zukommt, zusammen zu führen. Dazu werden in systematischer Form Beiträge versammelt zu: theoretischen Zugängen und Leitbildern, pädagogischen Konzepten und Reformmodellen, Methoden, Handlungsfeldern und Akteuren der Engagement- und Demokratieförderung in und mit Schulen. Das Buch bietet in dieser Gesamtschau eine Einschätzung der Relevanz bürgergesellschaftlicher Reformansätze für das Schulsystem, skizziert den erreichten Entwicklungsstand und beschreibt Perspektiven und Herausforderungen in Bildungspolitik und Bürgergesellschaft.
Wie können Medien in ländlich geprägten Regionen Zusammenhalt und Partizipation fördern? Das IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft – (Berlin) stellt in diesem Buch praktisch erprobte Handlungsempfehlungen und -bausteine vor. Darstellungen zu den Themen regionale Identität, Bürgerjournalismus und Engagement im ländlichen Raum ergänzen die praktischen Erfahrungen aus dem Modellprojekt „Medien auf dem Land“ und zeigen die Aktualität und Relevanz der Thematik auf. Diskussionen über gesellschaftliche Themen finden überwiegend in persönlichen Gesprächen beim Bäcker oder auf der Straße statt. Dabei tauschen sich viele Menschen eher über die negativen Seiten des Lebens in der ländlichen Region aus. Es gibt kaum Neigungen, Medien aktiv zum Austausch oder Kommentieren von lokalen Geschehnissen zu nutzen. Medien werden nicht partizipativ und konstruktiv genutzt. Um der zunehmenden Politikverdrossenheit und Perspektivlosigkeit entgegenzuwirken, zeigt dieses Modellprojekt Wege auf, wie eine mediengestützte demokratische Kommunikationskultur im ländlichen Raum gefördert werden kann. Auf das Land zugeschnittene Angebote lassen Medien als Chance erkennen. Medienkompetenz-Workshops versuchen neben der vorherrschenden mündlichen Kommunikationskultur eine schriftliche zu etablieren. Die Möglichkeit, sich in die öffentliche Kommunikation über die eigenen Angelegenheiten einzubringen, dient auch der Prävention von Rechtsextremismus. Ein Autor aus dem Projekt meint rückblickend: „Wenn man demokratisches Miteinander auf den wesentlichen Kern herunterbricht, dass sich die Menschen engagieren und Verantwortung übernehmen, dann liefern wir durch unsere Geschichten gute Beispiele dafür.“ „Medien auf dem Land“ (2011–2014) war ein Modellprojekt im Landkreis Spree-Neiße im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern.
Immer griffbereit: Bestellen Sie für Ihre Bibliothek, Institution oder Ihren Arbeitsplatz alle 18 lieferbaren Titel im PAKET.
Was können Fachkräfte tun, um gegen Diskriminierung vorzugehen und junge Menschen zu schützen? Wo bestehen Herausforderungen für das pädagogische Handeln? Der Sammelband bietet niedrigschwellige Handlungsempfehlungen für die professionelle Praxis.
Engagement und Klimaschutz behandelt das neue Jahrbuch Engagementpolitik: Unter anderem mit Beiträgen zum europäischen Green Deal (Elena Hofmann, DNR), zur Kreislaufwirtschaft (Christina Klusch/Frieder Rubik/Patrick Schöpflin, IÖW) sowie zur Rolle der lokalen Wirtschaft (Oleg Cernavin/Theresa Joerißen, Stiftung Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung).
Diese aktualisierte und erweiterte Neuauflage des Standardwerks nimmt Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und bietet eine einführende wie tiefgehende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Antisemitismus. Die Kapitel enthalten eine Vielzahl praxisorientierter Methoden zur eigenständigen Durchführung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.

