Produkte filtern
Geschichte unterrichten
Rentenmark, Reichsfarben, Achtstundentag: Der Band versammelt 41 kommentierte Quellen aus dem Bundesarchiv zur Weimarer Republik (1923–1930). Bundesarchiv und Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands haben die Dokumente gemeinsam ausgewählt und um didaktische und methodische Hinweise ergänzt – eine einzigartige Verbindung aus Archivkompetenz und Unterrichtspraxis. So sparen Sie sich die Recherche und holen Originalquellen direkt in Ihren Unterricht.
Russlands Großangriff auf die Ukraine brachte den Krieg nach Europa zurück. Dieses Buch zeichnet anhand von rund 150 herausragenden zeitgenössischen Karikaturen die lange Vorgeschichte des aktuellen Konflikts chronologisch nach.
Wie wird Geschichte in Russland, Polen und Deutschland instrumentalisiert und zu welchen Zwecken? Polen zwischen den Großmächten im Osten und im Westen litt durch seine Teilungen und durch den sogenannten „Hitler-Stalin-Pakt 1939“ enorm unter dieser Lage und hat aus diesem Opfernarrativ ein nationales Selbstbild entworfen, das die Selbstvergewisserung in einer Rückbesinnung „auf die Helden und Opfer der Nation“ fokussiert.Ein Opfernarrativ bedienen auch nationalistische Kräfte in Deutschland, die die Erinnerungskultur der Bundesrepublik nach 1945 umdeuten und ein Bild der nationalen Stärke zeichnen wollen. Jens-Christian Wagner zeigt auf, wie sich dieses Narrativ in der Gedenkstättenarbeit negativ bemerkbar macht.Auch das gegenwärtig in Russland vorherrschende Narrativ ist illiberal, im Unterschied zu den beiden anderen europäischen Beispielen aber an imperialen Großmachtambitionen orientiert. Immo Rebitschek belegt diese russische Lesart der Geschichte am Geschichtslehrbuch für die Oberstufe, das im April 2022 zum ersten Mal veröffentlicht und 2023 auch in den besetzten Gebieten der Ukraine verteilt wurde.In allen drei Fällen wird die Vielfalt der Instrumentalisierung der Geschichte deutlich, um eine eigene nationale oder gar imperiale Überlegenheit zu beanspruchen. In Europa zeigt sich ein Zeitgeist, der im Kampf um Hegemonien die Deutung der Geschichte als wichtiges kulturelles Mittel begreift, um Herrschaft zu erringen oder zu stützen. Jens-Christian Wagners Postulat, kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern, ist daher ein politisch immer notwendigerer Akt, auch im Geschichtsunterricht.
Historische Karten eröffnen faszinierende Perspektiven auf Räume und Weltbilder der Vergangenheit. Damit sie im Unterricht mehr leisten als Illustration, liefert das Buch die nötigen Entstehungs- und Nutzungskontexte. Beispiele von der Antike bis zur Neuzeit, passende Textquellen und Arbeitsaufträge stärken Analyse- und Urteilskompetenz im Geschichtsunterricht – digital, quellenbasiert und fächerübergreifend.
Lange Zeit galten die USA im Geschichtsunterricht als das leuchtende Beispiel für eine stabile, durch checks and balances austarierte Demokratie. Doch dieses Bild hat tiefe Risse bekommen. Diese Ausgabe widmet sich schwerpunktartig der Frage, warum die Erosion des US-amerikanischen Systems nicht nur ein Thema der Politikwissenschaft, sondern eine Kernaufgabe für den Geschichtsunterricht ist.
Oliver Held präsentiert Karikaturen aus internationalen Archiven, ausgewählt für maximalen Kompetenzzuwachs. Konsequente multiperspektivische Paare, problemorientierte Aufgaben und aktuelle Bezüge ermöglichen zukunftsbedeutsames Lernen.
Der russische Angriffskrieg hat den Bedarf an fundiertem Wissen zur Geschichte Russlands stark erhöht. In einer einzigartigen Kooperation haben der VGD, das Nordost-Institut an der Universität Hamburg sowie das GEI ein Themenheft zur russischen Demokratiegeschichte entwickelt. Die Materialien verbinden historische Forschung mit modernen didaktischen Standards und sind mit Arbeitsaufträgen versehen direkt im Unterricht einsetzbar. Durch alternative Entwicklungen und demokratische Ansätze hinterfragt das Heft den Mythos eines autoritären „Sonderwegs“ und stärkt quellenkritisches, multiperspektivisches Arbeiten.
Der Begriff „postfaktisch“ – 2016 Wort des Jahres – konnotiert eine Zeit, in der Ideen der Aufklärung wie der Bezug zur Wissenschaft oder das Bemühen um Rationalität verdrängt werden von Fake News, Irrationalität und Emotionalität. Gefühlte Wahrheiten oder populistische Narrative werden politisch wie gesellschaftlich wirkungsmächtiger als wissenschaftliche Erkenntnisse oder überprüf- und belegbare Fakten. Soziale Medien verstärken den Einfluss von Fake News und gezielt gestreuten Narrativen auf die individuelle wie öffentliche Meinungsbildung. Damit verliert die schulische Bildung einen ihrer wesentlichsten Bezugspunkte: die Auseinandersetzung mit einer real existierenden Außen- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler im fachlichen wie erzieherischen Bildungsprozess hin zur Entwicklung einer kritisch-mündigen Persönlichkeit. Ideologiekritik in einer postfaktischen KI-Ära muss sich diesen Herausforderungen für Geschichtslehrerinnen und -lehrer stellen. Diese Ausgabe von gfh beginnt mit einem Interview: Klaus Uhrig ist Gründer und Geschäftsführer der Medien-Produktionsfirma Plotprodukt, die gerade an einem Podcast über Leni Riefenstahl arbeitet – „[…] und Riefenstahl lügt, sobald sie den Mund aufmacht“ (Klaus Uhrig). Philipp McLean widmet sich in seinem Beitrag fachwissenschaftlicher Theorie und wirft theoretische Perspektiven auf Ideologiekritik in der historischen Bildung. Unterrichtspragmatisch greift Jochen Pahl dann das Konzept der immanenten Kritik auf und entwickelt methodische, materialgestützte Herangehensweisen für den Geschichtsunterricht am Beispiel von Leni Riefenstahl. Pahl arbeitet als „transformatives Potenzial“ (Philipp McLean) von Ideologiekritik den Gegenwartsbezug am Beispiel des Themas „Kunstfreiheit“ heraus. Er führt alle drei Beiträge – Interview zum Leni-Riefenstahl-Podcast, Ideologiekritik in Theorie und Unterrichtspraxis – zusammen und rundet das vorliegende Heft damit ab.
Für den Nahostkonflikt gilt noch mehr als sonst, dass man die heutige Situation und ihre Konflikte nicht ohne ihre Vorgeschichte verstehen kann. Dieses Heft setzt sich mit verschiedenen Aspekten im Kontext von Antisemitismus, dem 7. Oktober 2023 und seinen Folgen auseinander. Dabei geht es unter anderem um die Israelforschung an deutschen Universitäten, die Darstellung jüdischer Geschichte in Schulgeschichtsbüchern und die Dekonstruktion von Erklärungsmustern für den Nahostkonflikt.
Die Renaissance der Raumdimension der Geschichte erfordert eine Neubewertung des Raummediums Karte im historischen Lernen. Der vorliegende Band behandelt erstmals sowohl historische Karten als auch Geschichtskarten gemeinsam: Historische Karten werden als Quellen in Gattungen unterschieden, die zu interpretieren sind. Geschichtskarten werden als raumbezogene Darstellung historischer Ereignisse, Prozesse und Strukturen aus der Perspektive der Gegenwart verstanden, die Gegenstand einer Kritik sein müssen. Um der Kartengläubigkeit vieler Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken, ist ein Verständnis des komplexen Charakters kartographischer Modellbildung unerlässlich. Deshalb erschließt der Band die Grundlagen des multimodalen Zeichensystems von Karten und enthält zudem eine Fülle von Hinweisen zu methodischen Verfahren sowie unterrichtspraktische Vorschläge zu allen Epochen.
Praxisnahe Methoden und kreative Lernaufgaben verpackt in einem Band – ideal für Lehrkräfte, die geschichtsdidaktisch fundiert, abwechslungsreich, schüleraktivierend und kompetenzorientiert planen und unterrichten wollen.
Bayern ist das letzte Bundesland, das noch an einem zentral gestellten Staatsexamen festhält. Für die Studierenden bedeutet das eine große Unsicherheit vor der Abschlussprüfung. Für das Fach Geschichte bietet dieser Band eine Handreichung, mit der sich die Studierenden schon ab Studienbeginn auf ihr Staatsexamen an einer bayerischen Universität vorbereiten können. Dazu werden Strategien des Studienaufbaus und der Examensvorbereitung dargestellt und konkrete Hinweise für die Klausurgestaltung gegeben.
Anhand konkreter Beispiele und angereichert mit erläuternden Texten erschließt dieser Quellenband die von Ungleichheiten und Widersprüchen geprägten Beziehungen zwischen "globalem Süden" und "globalem Norden". Themen wie die Transformation des Konzepts der „Zivilisierung“ hin zur nur vermeintlich wertfreien „Entwicklung“ nach 1945 werden so für den Unterricht greifbar.** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar - eine kurze Mitteilung an uns genügt!