Selbstständig
Geschichtslernen als Befähigung zum historischen Denken. Festschrift für Andreas Körber zum 60. Geburtstag
- herausgegeben von
- Katinka Kalusche, Heike Bormuth, Johannes Meyer-Hamme
- unter Mitarbeit von
- Jan Albroscheit, Alexander Buck, Arthur Chapman, Rebekka Ebert, Lindsay Gibson, Clemens Hillenbrand, Stefanie Hölzlwimmer, Fitore Morina, Kenneth Nordgren, Waltraud Schreiber, Thomas Storrer, Annika Stork, Ulrich Trautwein, Oliver von Wrochem, Paul Zanazanian, Béatrice Ziegler
Anlässlich des 60. Geburtstages von Andreas Körber erscheint diese Festschrift mit dem programmatischen Titel „Selbstständig“. Er bezieht sich auf das von ihm immer wieder geforderte Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zu dauerhaft eigenständigem historischen Denken zu befähigen. 20 Autor:innen aus fünf Ländern, die in unterschiedlichen Kontexten mit Andreas Körber zusammengearbeitet haben, beleuchten dieses Ziel in ihren Beiträgen aus ihrer jeweils eigenen Perspektive. Dabei greifen sie dessen Impulse auf und führen somit einige der Diskurse weiter, in denen und für die Andreas Körber in den letzten Jahrzehnten prägend war.
| Bestellnummer: | 61757 |
|---|---|
| EAN: | 9783756617579 |
| ISBN: | 978-3-7566-1757-9 |
| Lizenz: | CC BY-NC-ND 4.0 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 272 |
| Bestellnummer: | 41757 |
|---|---|
| EAN: | 9783734417573 |
| ISBN: | 978-3-7344-1757-3 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 272 |
KATINKA KALUSCHE, HEIKE BORMUTH, JOHANNES MEYER-HAMME: Einleitung zur Anleitung zum selbstständigen historischen Denken
KATINKA KALUSCHE, HEIKE BORMUTH, JOHANNES MEYER-HAMME: Introduction to the instruction for independent („selbstständig“) historical thinking
PAUL ZANAZANIAN: Past futures and future pasts as a shuttle for moving towards an embodied practical life approach to teaching history
KENNETH NORDGREN: Historical Consciousness Revisited. The aesthetic experience and Bildung
LINDSAY GIBSON: The Ethical Dimension. Negotiating the Tension between Historicism and Presentism
BÉATRICE ZIEGLER: Globalisierte Fähigkeiten, zirkulierendes Wissen
ALEXANDER BUCK, ANNIKA STORK: Nur auf basalem Niveau?! Untersuchung und Graduierung der Beiträge von Schüler:innen im Umgang mit Perspektivität in einer Geschichtsstunde zu den Kreuzzügen
HEIKE BORMUTH: „Unterrichtsvorbereitung automatisch und blitzschnell“? Ein Versuch zur Evaluation von ChatGPT-Planungen für Geschichtsstunden
JOHANNES MEYER-HAMME: Historisches Lernen am Beginn eines „KI-Zeitalters“? Anmerkungen zur Professionalität von Lehrkräften
KATINKA KALUSCHE: Geschichtslernen in einer auch migrationsbedingt diversen Gesellschaft. Ein Impuls für den geschichtsdidaktischen Diskurs
ARTHUR CHAPMAN: What’s the good news and what’s the bad news? A proposal for using
Kurt Vonnegut’s ‘Shapes of Stories’ heuristics to help students construct and deconstruct historical narratives
JAN ALBROSCHEIT: Die Geschichtslehrkräfteausbildung in der zweiten Phase aus der Perspektive der Fachleiterinnen und Fachleiter. (Zwischen-)Ergebnisse aus einer qualitativ-rekonstruktiven Studie
WALTRAUD SCHREIBER, STEFANIE HÖLZLWIMMER, FITORE MORINA, REBEKKA EBERT, ULRICH TRAUTWEIN, CLEMENS HILLENBRAND: KLUG und digital:KLUG – theoriebasiert, evidenzgestützt, praxisnah. Entwicklung, Umsetzung und Wirksamkeit eines interdisziplinären Lehrkräftefortbildungskonzepts für historisches Denken
THOMAS STORRER: Zeitenwende 1933. Bemerkungen zu Schule und Unterricht in Lion Feuchtwangers Roman „Die Geschwister Oppermann“
BODO VON BORRIES: Learning from Dan Bar-On in the Context of Historical Reconciliation. Motto: “An enemy is someone, whose story you have not heard yet.” (Dan Bar-On)
OLIVER VON WROCHEM: Gedenkstättenarbeit, Staat und „negatives Gedächtnis“. NS-Verbrechen, SED-Unrecht und Kolonialverbrechen in der Geschichtskultur und der Gedenkstättenkonzeption des Bundes
Bibliographie Andreas Körber
Autor*innen
JAN ALBROSCHEIT ist Lehrer am Lise-Meitner-Gymnasium Hamburg sowie Fachseminarleiter.
DR. HEIKE BORMUTH ist Juniorprofessorin für Digitale Bildung im Bereich Geschichte an der Universität Tübingen.
ALEXANDER BUCK ist Lehrer für Geschichte und Deutsch am Gymnasium in Buchholz i.d.N.; bis 2020 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Geschichtsdidaktik der Universität Hamburg.
DR. ARTHUR CHAPMAN is Professor of History Education and Head of Department at UCL Institute of Education, University College London. He is Editor-in-Chief of the History Education Research Journal.
REBEKKA EBERT ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „GUIDE“ am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen sowie Studienrätin am Gymnasium Ottobrunn.
DR. LINDSAY GIBSON is an Assistant Professor in the Department of Curriculum and Pedagogy at the University of British Columbia.
DR. CLEMENS HILLENBRAND ist Universitätsprofessor für Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg.
STEFANIE HÖLZLWIMMER ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt digital:KLUG am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen.
KATINKA KALUSCHE ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik an der Universität Hamburg.
DR. JOHANNES MEYER-HAMME ist Professor für Theorie und Didaktik der Geschichte an der Universität Paderborn.
DR. FITORE MORINA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen.
DR. KENNETH NORDGREN is Professor of Social Science Education at Karlstad University, where he leads research at the Centre for Social Science Didactics (CSD).
DR. WALTRAUD SCHREIBER ist Professorin i.R. für Theorie und Didaktik der Geschichte. Bis 2022 war sie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
THOMAS STORRER ist Geschichtslehrer im Ruhestand.
ANNIKA STORK ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik an der Universität Hamburg.
DR. ULRICH TRAUTWEIN ist Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen und geschäftsführender Direktor des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung.
DR. OLIVER VON WROCHEM ist Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und leitet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
DR. PAUL ZANAZANIAN is an Associate Professor at the Faculty of Education at McGill University in Montréal.
DR. BÉATRICE ZIEGLER ist Titularprofessorin für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit, Professorin i.R. an der Abteilung Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der PH FHNW und ehemalige Leiterin des Zentrums Politische Bildung und Geschichtsdidaktik am Zentrum für Demokratie Aarau.
Wochenschau Wissenschaft
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.
Das Buch befasst sich mit der Geschichtsdidaktik in der Weimarer Zeit und in der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt ihre Einbindungen in das Feld des Politischen, wie in die Geschichtskulturen jener Zeit.
Der Band greift Fragen zu den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Lernen für, über und mittels Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven auf und skizziert Gesellschaftliches Lernen als umfassenden Bildungsprozess in Schule und Hochschule.
Krieg und Frieden sind sowohl aus historischer als auch politischer Sicht von Bedeutung. Der vorliegende Band arbeitet die Begriffe Krieg und Frieden am Beispiel des Ersten Weltkriegs auf. Die Autoren erläutern alltagsgeschichtliche Beispiele und stellen neue Ansätze wie das Konzept des transnationalen Geschichtsunterrichts oder das binationale Projekt des deutsch-französischen Geschichtsbuchs vor. Des Weiteren werden innovative didaktische Ideen wie die Verwendung von Comics sowie Ausstellungsprojekte und medienpädagogische Vorschläge für den Unterricht zum Ersten Weltkrieg geboten. Im historischen Teil werden die Folgen des Ersten Weltkriegs betrachtet, die sich nicht nur auf das 20. Jahrhundert beziehen, sondern bis in die Gegenwart sichtbar sind. Dazu gehört der Versailler Vertrag und die darin festgelegte deutsche Kriegsschuld mit ihren Konsequenzen für das politische Bewusstsein der Deutschen und dessen Auswirkungen im Blick auf den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aber auch die Folgen für die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion, für ganz Osteuropa, den Balkan und den Nahen Osten werden betrachtet. Die Beiträge zur politischen Bildung befassen sich mit dem modernen Friedensverständnis, Perspektiven, Szenarien und Konzepten für eine friedliche Welt. Diese werden auf Grundlage der Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts für Schule und Erwachsenenbildung aufbereitet.
In diesem Band zeichnen die Autor*innen die gesellschaftlichen und berufsbezogenen Handlungsnotwendigkeiten und -räume sozialer Frauenberufe in ihrer Entwicklungsgeschichte nach.
Über herkunftsbedingte Bildungsbenachteiligung wird viel diskutiert, aber wenig wirksam dagegen getan. Kann Resilienz eine Lösung sein? Und zu wessen Lasten wirkt sie sich aus? Diese Kostenfrage wird in dem vorliegenden Buch diskutiert. Konkret geht es darum, inwiefern es als resilient gelesenen Kindern gelingt, Bildungsbarrieren zu überwinden. Anhand von Interviews mit Lehrkräften, Eltern und Kindern wird deutlich, dass die Verantwortung auf die sozialen Welten von Kindern und Familien abgewälzt wird. Die Autor:innen plädieren dafür, verstärkt die Bildungspraktiken der Beteiligten in den Blick zu nehmen, um Anstrengungen sichtbar zu machen und kollaborative Lösungsstrategien zu entwickeln.
Der Band gibt aus der Perspektive unterschiedlicher wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven einen Eindruck vom Facettenreichtum des Themas Menschenrechte. Gewidmet ist die Schrift Prof. Dr. Michael Krennerich, dem sie zu seinem 60. Geburtstag zugedacht war.
Wie lässt sich transformative Bildung als politische Bildung im Kontext sozial-ökologischer Transformation aus Perspektive kritischer Gesellschaftsforschung denken? Diese qualitative Studie beleuchtet Bildungspraxen der Klimagerechtigkeitsbewegung.
Die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau haben einmal mehr die Bedrohungslage durch rechte Gewalt verdeutlicht. Was können (Kommunal-)Politik, Zivilgesellschaft und die pädagogische bzw. beraterische Praxis aus diesen Anschlägen lernen?
PPP – Synonym für einen besonderen deutsch-amerikanischen Jugendaustausch. Chronik und Analyse seiner Entstehung und Entwicklung geben aufschlussreiche Einsicht in die Hintergründe eines Hidden Champions der transatlantischen Kulturbeziehungen.
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Janusz Korczak gilt als Pionier der Kinderrechte. Dieser Band bietet eine fachübergreifende Auseinandersetzung mit der Frage nach der Anschlussfähigkeit von Korzcaks Ideen für Gesellschaften des 21. Jahrhunderts.