Sozialstaat
- herausgegeben von
- Deutsche Vereinigung für politische Bildung - DVPB
- unter Mitarbeit von
- Nazli Aghazadeh-Wegener, Max Barnewitz, Hanna Butterer, Christine Engartner, Tim Engartner, Dana Grebner, Jan-Niklas Kellermann, Frank Nullmeier, Steffen Pelzel, Maria Thielmann, Hans-Jürgen Urban, Franziska Wittau, Alexander Wohnig
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| Bestellnummer: | po3_26 |
|---|---|
| ISSN: | 1433-3120 |
| Reihe: | POLIS |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| Seitenzahl: | 32 |
Zeitung
Unruhe bei der Bundeszentrale für politische Bildung
Fachbeiträge
Frank Nullmeier
Versprechen und Zukunft des Sozialstaats
Nazli Aghazadeh-Wegener
Soziale Absicherung für wen? Sozialstaatlichkeit im Wandel aus intersektionaler Perspektive
Tim Engartner und Christine Engartner
Die Zukunft des Sozialstaats – eine fachdidaktische Perspektive
Franziska Wittau
Politische Bildung im Sozialstaat
Didaktische Werkstatt
Max Barnewitz, Hanna Butterer, Dana Grebner, Jan-Niklas Kellermann, Steffen Pelzel, Maria Thielmann, Alexander Wohnig
Konfliktorientierter Unterricht zum Thema Armut und Gesunde Ernährung. Reflexion eines didaktischen Selbstversuchs
DVPB aktuell
Impuls
Hans-Jürgen Urban
Sozialstaat wohin?
Berichte
Herbsttagung 2026
Berlin: Erste MSA- und Abitur-Auszeichnung der DVPB Berlin würdigt herausragende Leistungen im Fach Politische Bildung
Sachsen: Neugründung des DVPB-Landesverbandes Sachsen
Literatur
Nazli Aghazadeh-Wegener ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt im Sozialrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und promoviert zu intersektionaler Benachteiligung im Sozialstaat. Sie ist u.a. Mitglied der Kommission Recht der sozialen Sicherung und Familienlastenausgleich des Deutschen Juristinnenbunds.
Christine Engartner verwaltet die Professur Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie forscht zu politikdidaktischen Konzeptionen, demokratischer Identitätsbildung, sozialwissenschaftlicher Bildung in berufs- und arbeitsweltlichen Kontexten sowie ausgewählten Aspekten der politischen und beruflichen Sozialisationsforschung.
Tim Engartner ist Professor für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt ökonomische Bildung und stellvertretender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für empirische Lehrer*innen- und Unterrichtsforschung (IZeF) an der Universität zu Köln. Er forscht u. a. zum Wandel von Staatlichkeit unter dem Eindruck von Privatisierungen.
Frank Nullmeier ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen und Mitglied des SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik im Ruhestand sowie stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS).
Prof. Dr. Hans-Jürgen Urban war bis Juni 2026 geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und ist Honorarprofessor für Soziologie an der Universität Jena.
Franziska Wittau ist Leiterin der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Vertretungsprofessorin an den Universitäten Bielefeld und Münster tätig.
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In diesem WOCHENSCHAU-Basisheft lernen die Schüler*innen der Sekundarstufe I den Sozialstaat kennen. Sie erwerben Kenntnisse über die unterschiedlichen Aufgabenfelder des Sozialstaates und lernen exemplarisch, wie der Sozialstaat in Deutschland aufgebaut ist. Zum Abschluss des Themenheftes setzen sich die Schüler*innen mit möglichen Zukünften des Sozialstaates auseinander.
Die Vermittlung sozialstaatlicher Themenfelder im Unterricht stellt für Lehrkräfte eine besondere Herausforderung dar. Ihre Aufgabe ist es, die von Schüler*innen assoziativ wahrgenommenen Elemente sozialstaatlichen Handelns in geordnete Wissensstrukturen zu lenken. Der Schwerpunkt des Vertiefungsheftes liegt auf dem handlungsorientierten Kompetenzerwerb. Es bietet deshalb ein breitgefächertes Spektrum an Lernarrangements. Diese haben das Ziel, produktive Denkprozesse anzustoßen und die Jugendlichen zu einer reflektierten Auseinandersetzung zu befähigen. Dabei werden vielfältige methodische Zugänge gewählt. Thematische Schwerpunkte sind Arbeitslosigkeit, Rente, Armut, Wohnungsnot und Sozialstaat.
Die Globalisierung hat auch in Deutschland die Verteilungskonflikte erheblich verschärft und die Sozialpolitik vor neue Herausorderungen gestellt. Ihnen muss sich der Unterricht stellen, wenn er junge Menschen verantwortungsvoll auf ihre aktuelle und zukünftige Lebenssituation vorbereiten will. Hierzu liefert das Buch eine Reihe sorgfältig konzipierter und erprobter Unterrichtskonzepte. Die Unterrichtsbeispiele sind in allen Gesellschaftsfächern einsetzbar. Sie fördern zahlreiche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und regen aktive und produktive Auseinandersetzungen mit zentralen sozialpolitischen und sozialökonomischen Aspekten des Sozialstaats an. Das Buch enthält ausführliche und differenzierte Hinweise für die Umsetzung der Unterrichtsvorschläge, die zum Buch gehörende CD sämtliche Materialien. Diese können problemlos verändert und für den Einsatz im Unterricht ausgedruckt werden.
Was ist soziale (Un-)Gleichheit und wie unterscheidet sie sich von sozialer (Un-)gerechtigkeit? Schüler*innen der Sekundarstufe II setzen sich im Themenheft "Soziale (Un-)Gleichheit" unter anderem mit dieser Frage auseinander und lernen in dem Zusammenhang Messinstrumente der Ungleichheitsforschung kennen. Sie erfahren, wie es um die soziale (Un-)Gleichheit in Deutschland steht und beleuchten im Zuge dessen den deutschen Sozialstaat. Dabei ermöglichen aktuelle Debatten aus dem deutschen Kontext (z. B. Kinderarmut, Vermögensumverteilung, bedingungsloses Grundeinkommen) einen umfassenden Einblick in die Ungleichheits- und Ungerechtigkeitsdiskurse der Gegenwart. Mit diesem lebensweltorientierten Heft schulen Lernende im Rahmen des Politik- und Gesellschaftsunterrichts ihre Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenz.
POLIS
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POLIS ist der bundesweite Report der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB). Im Charakter eines Magazins informiert die POLIS mit Fachbeiträgen zu ausgewählten Schwerpunkten.Weitere Informationen zur POLIS Für Studierende und Referendar*innen bieten wir die POLIS für die Dauer der Ausbildung zum halben Preis an. Bitte reichen Sie zeitnah eine entsprechende Bescheinigung nach.Die Abonnementbedingungen entnehmen Sie bitte den AGB.
Politische Bildung mit Kindern? Geht das überhaupt? Sind Kinder nicht viel zu jung für Politik? Sollte man sie damit belasten? Braucht man nicht ein gewisses Abstraktionsvermögen, um Politik zu begreifen? Die aktuelle Ausgabe der POLIS möchte dazu beitragen, die politische Bildung mit Kindern nicht nur in der Grundschule, sondern auch in der frühkindlichen Bildung und im außerschulischen Bereich starker in den Blick zu nehmen. Denn politische Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der bereits im frühen Kindesalter beginnt.
Schulen dienen der Zukunft von Individuum, Gesellschaft und Staat. Wie diese Zukunft respektive der Schul- und Unterrichtsalltag gestaltet wird, ist eine öffentliche und damit politische Angelegenheit: Aus der Verwobenheit öffentlicher Schulen mit dem demokratischen Staat und dessen Zielen und Kontroversen ergeben sich ebenso zahlreiche politische Fragen wie daraus, dass Schüler*innen und Lehrkräfte Mitglieder der pluralistischen demokratischen Gesellschaft sind – Schulen sind politische Orte. Die vorliegende POLIS widmet sich diesem spannenden Thema. In der Ausgabe werden Forschungsergebnisse zu Erfahrungen von politisch engagierten Schüler*innen vorgestellt; es wird aufgezeigt, wie die Methode der Konfliktanalyse bildungswirksam in Schule und Unterricht genutzt werden kann. Darüber hinaus widmet sich ein Beitrag den politischen Implikationen von Menschenrechtsbildung an der Schule.
Die deutsche Erinnerungskultur befindet sich in einem Umbruch: Nicht nur das vielzitierte Ende der Zeitzeugenschaft der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, sondern auch der gesellschaftliche Wandel, der in vielen Bereichen der Gesellschaft zu tiefgreifenden Veränderungen führt, machen einen Wandel der erinnerungskulturellen Praxis notwendig. Die Frage danach, wie wir künftig erinnern wollen, hängt unmittelbar mit dem gesellschaftlichen Wandel zusammen. Dies stellt auch die historisch-politische Bildung vor Herausforderungen und eröffnet ihr neue Felder.
Was bedeutet eine dekoloniale Perspektive für die Politische Bildung? Um dieser Frage nachzugehen, skizziert Manuela Boatcă einführend grundlegende Facetten post- und dekolonialer Perspektiven. Paul Mecheril und Matthias Rangger setzen sich mit Mündigkeits-Konzepten politischer Bildung auseinander. Alisha Heinemann geht Überschneidungen von Diversity und Dekolonialisierung sowie den Fallstricken nach. Paul Scheidt und Clara Wahl reflektieren historisch-politische Bildung im Sinne eines multidirektionalen Erinnerns. Maida Schuller analysiert schließlich Schulbücher aus postkolonialer Perspektive.
Die Aktualität der russischen Narrative im Ukrainekrieg thematisieren das problematische Verhältnis von Wahrheit und Politik. Die Fachbeiträge machen dabei allerdings deutlich, dass der instrumentelle Umgang mit der „Wahrheit“ keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal autoritärer bzw. totalitärer Systeme ist. Die epistemologische Dimension des Begriffs Wahrheit beinhaltet die Anstrengung, die diversen Narrative nicht einfach mit der Gegenposition zu konfrontieren. Vielmehr geht es darum, Kriterien der Reflexivität zu entwickeln und dadurch zu einer komplexen politischen Urteilsbildung beizutragen.
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Die Ausgabe 3/2022 der POLIS widmet sich Fragen der Digitalisierung, die mittlerweile nahezu alle Teilbereiche des öffentlichen Lebens und weite Teile des Privaten durchdringt. In den Fachbeiträgen und dem Forum werden soziologische, politikwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven und Diskurslinien aufgegriffen. Darüber hinaus wird das Schwerpunktthema des Heftes mit einer didaktischen Werkstatt abgerundet. Hier werden praxisnahe Anregungen zum Umgang mit digitalen Medien im Politikunterricht vorgestellt.
Politische Bildung steht immer in einem politischen Kontext. Als Bestandteil von Demokratiepolitik wird sie durch politische Strukturen und Institutionen einerseits eingerichtet, oftmals finanziert und gesteuert. Andererseits ist politische Bildung kontrovers und in politischen Prozessen umkämpft, was sich beispielsweise in den unterschiedlichen schulischen Fachzuschnitten und Curricula zeigt. Das Heft gibt einen Einblick in die Politik der Politischen Bildung sowie zum Stand der fachdidaktischen Reflexion.
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