Synagogen im Geschichtsunterricht
Erbaut – zerstört – vergessen? Mit einem Vorwort von Christian Kuchler
- von
- Markus Kroll
Synagogen als steingewordene Manifestation einer gesellschaftlichen und religiösen Minderheit repräsentieren bis heute die wechselvolle deutsch-jüdische Geschichte. Sie stehen für Zeiten der Verfolgung und Zerstörung, gleichzeitig weisen sie auf die oft vergessenen Zeiten gesellschaftlichen Miteinanders und kulturellen Austauschs hin. Sie bieten damit einen lebensweltlichen Lernanlass, der weit über die jüdische Opfergeschichte hinausgeht.
In diesem Buch werden die verschiedenen Phasen deutsch-jüdischer Geschichte anhand von Synagogenbauten nachgezeichnet. Zahlreiche Unterrichtsmaterialien erschließen Synagogen als Orte historischen Lernens. An Fallbeispiel wird gezeigt, wie diese Orte für den Einstieg in die vielfältige jüdisch-deutsche Vergangenheit genutzt und die Anregungen auf andere regionale Entwicklungen übertragen werden können.
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| Bestellnummer: | 40442 |
|---|---|
| EAN: | 9783734404429 |
| ISBN: | 978-3-7344-0442-9 |
| Format: | Broschur |
| Reihe: | Geschichte unterrichten |
| Erscheinungsjahr: | 2024 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 112 |
Vorwort: Jüdische Synagogen und deutsche Geschichte
1. Von einem Tempel zu vielen Synagogen – von Israel zum Judentum
1.1 Zum Begriff „Synagoge“
1.2 Historischer Ursprung
1.3 Die Geschichte des Jerusalemer Tempels
Materialien
Didaktische Hinweise
2. Formierung von Synagogen als kultisches und religiöses Zentrum
2.1 Ein-Blick in die bau- und raumhistorische Geschichte von Synagogen
2.2 Architektonische Erschließung von Objekten
2.3 Sephardische Synagogen am Beispiel der Esnoga, Amsterdam, Niederlande
2.4 Denominationen im Judentum
2.5 Das Äußere des Synagogenbaus
2.6 Architektonisch-historischer Längsschnitt
Materialien
Didaktische Hinweise
3. Entfaltung des jüdischen Lebens im Mittelalter
3.1 Jüdische Wanderungsbewegungen
3.2 Städtischer Synagogenbau
3.3 Das Landjudentum in der Frühen Neuzeit
3.4 Die Landsynagogen in Rödingen und Roth
Materialien
Didaktische Hinweise
4. Das goldene 19. Jahrhundert
4.1 Urbanisierungsprozesse und Stadtentwicklung
4.2 Die Anfänge der „Judenemanzipation“ (Haskala)
4.3 Synagogenbau
Materialien
Didaktische Hinweise
5. Entwicklungen nach der Shoa – Bleiben oder Auswandern?
5.1 Displaced Persons-Camps
5.2 Entwicklungen in den neu gegründeten Kultusgemeinden
5.3 Einrichtung von Betsälen und Wiederaufnahme des religiösen Lebens
5.4 Die 1950er Jahre als Umbruch: Neubau von Synagogen
5.5 Jüdisches Leben in der DDR
5.6 Neubelebung durch Zuwanderung
5.7 Synagogenbau im 21. Jahrhundert
Materialien
Didaktische Hinweise
6. Synagogen als Kristallisationspunkt für Judenfeindschaft
6.1 Abgrenzung des christlichen vom jüdischen Schriftkanon
6.2 Religiös motivierter Antijudaismus
6.3 Hepp-Hepp-Bewegung und Talmudhetze
6.4 Die Subsummierung judenfeindschaftlicher Tendenzen im Antisemitismus
6.5 Antizionismus
6.6 Synagogen als Angriffspunkt für Judenfeindschaft
Materialien
Didaktische Hinweise
7. Fallbeispiele Aachen und Dortmund
7.1 Die Synagoge als Zierde der Stadt Aachen
7.1.1 Die Aachener Synagoge von 1862
7.1.2 Mahnmal und Bau der Neuen Synagoge
Materialien
Didaktische Hinweise
7.2 „Wer baut, will bleiben“ – die jüdische Gemeinde in Dortmund
7.2.1 NS-Propaganda: „Das Stadtbild wird verschönert“
7.2.2 Nachkriegszeit und Neubau
Materialien
Didaktische Hinweise
Literaturverzeichnis
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