Handelskonflikte, Machtstreben und technologische Rivalität rücken Geopolitik in den Fokus. Dieses WOCHENSCHAU-Vertiefungsheft beleuchtet Raumkonzepte und analysiert geopolitische Brennpunkte sowie die strategische Rolle von Wirtschaft und Technologie.
In diesem Band sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Arbeiten zu Ausdrucksformen des Antisemitismus versammelt. Eine besondere Rolle spielen dabei der Israel-Palästina-Konflikt und seine Rezeption. Dieser Kontext rückt nach der Zäsur des 7. Oktober 2023 ins Zentrum, führt jedoch zu großen Verunsicherungen in Bildungsinstitutionen. Der Autor liefert Bestandsaufnahmen zum Wissen über Antisemitismus und diskutiert Antisemitismus bzw. Antisemitismusdebatten aus der Perspektive mündigkeitsorientierter politischer Bildung. Er erschließt didaktische Materialien zu Antisemitismus und zum Nahostkonflikt und analysiert (fehlende) Themenfelder, (implizit) enthaltene Annahmen und nicht-intendierte Effekte.
Die Demokratie gerät immer stärker unter Druck, daher sind Demokratiepädagogik und Demokratiebildung in den letzten Jahren zu zentralen Bezugspunkten bildungspolitischer Programme, schulischer Innovationen und wissenschaftlicher Debatten geworden. Doch Demokratie ist kein stabiler Referenzpunkt pädagogischen Handelns, sondern ein umkämpftes Deutungsfeld, in dem unterschiedliche theoretische Traditionen, politische Erwartungen und institutionelle Logiken aufeinandertreffen. Dieser Band bildet den aktuellen Stand der (inter)nationalen Diskussion ab. Die Autoren zeigen, wie aktuelle Demokratiepädagogik und Demokratiebildung gestaltet werden können. Studierende und Praktiker:innen erhalten neben einer theoretischen Fundierung zahlreiche Anregungen für die alltägliche Praxis.
Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist der Nahostkonflikt erneut eskaliert. Das Heft unterstützt Schüler*innen dabei, Konfliktdynamiken, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus, eigene Emotionen und Social Media reflektiert zu verstehen.
Klimakrise, Krieg, soziale Ungleichheit und die Normalisierung autoritärer Positionen prägen das Aufwachsen junger Menschen. Die zweite Ausgabe 2026 untersucht, wie Jugendliche diese gesellschaftlichen Veränderungen erleben und welche Folgen sie für politische Teilhabe, Bildung und Generationengerechtigkeit haben. Die Beiträge beleuchten den Rechtsruck unter jungen Menschen, extrem rechte Identifikationsangebote, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit an Schulen sowie rechte Einflussnahmen auf die Kinder- und Jugendhilfe. Zugleich richtet die Ausgabe den Blick auf Jugendliche, die sich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft engagieren. Fachbeiträge, Bildungsprojekte und Praxisimpulse zeigen, wie junge Menschen gestärkt, demokratische Handlungsspielräume erweitert und menschenfeindlichen Entwicklungen wirksam begegnet werden kann.
Dieses Lehr- und Studienbuch ist das erste, das den professionellen Umgang mit Schulbüchern der politischen Bildung umfassend vermittelt. Es zeigt Schritt für Schritt, wie Politikschulbücher analysiert, didaktisch verstanden und kritisch bewertet werden können. Auf Basis einer empirisch fundierten Politikdidaktik bietet der Band unmittelbar einsetzbare Verfahren für Lehre und Selbststudium.
Wie wird Geschichte in Russland, Polen und Deutschland instrumentalisiert und zu welchen Zwecken? Polen zwischen den Großmächten im Osten und im Westen litt durch seine Teilungen und durch den sogenannten „Hitler-Stalin-Pakt 1939“ enorm unter dieser Lage und hat aus diesem Opfernarrativ ein nationales Selbstbild entworfen, das die Selbstvergewisserung in einer Rückbesinnung „auf die Helden und Opfer der Nation“ fokussiert.Ein Opfernarrativ bedienen auch nationalistische Kräfte in Deutschland, die die Erinnerungskultur der Bundesrepublik nach 1945 umdeuten und ein Bild der nationalen Stärke zeichnen wollen. Jens-Christian Wagner zeigt auf, wie sich dieses Narrativ in der Gedenkstättenarbeit negativ bemerkbar macht.Auch das gegenwärtig in Russland vorherrschende Narrativ ist illiberal, im Unterschied zu den beiden anderen europäischen Beispielen aber an imperialen Großmachtambitionen orientiert. Immo Rebitschek belegt diese russische Lesart der Geschichte am Geschichtslehrbuch für die Oberstufe, das im April 2022 zum ersten Mal veröffentlicht und 2023 auch in den besetzten Gebieten der Ukraine verteilt wurde.In allen drei Fällen wird die Vielfalt der Instrumentalisierung der Geschichte deutlich, um eine eigene nationale oder gar imperiale Überlegenheit zu beanspruchen. In Europa zeigt sich ein Zeitgeist, der im Kampf um Hegemonien die Deutung der Geschichte als wichtiges kulturelles Mittel begreift, um Herrschaft zu erringen oder zu stützen. Jens-Christian Wagners Postulat, kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern, ist daher ein politisch immer notwendigerer Akt, auch im Geschichtsunterricht.
Die Reihe eröffnet neue Perspektiven auf Grundschule und Grundschulpädagogik. Sie greift aktuelle nationale und internationale Diskurse auf, verbindet theoretische, empirische und konzeptionelle Zugänge und widmet sich Herausforderungen und Zukunftsfragen einer Grundschule im Wandel – von Inklusion, Demokratiebildung und Ganztag bis hin zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und globalem Lernen. Die Reihe richtet sich damit an Akteur*innen aus Praxis und Wissenschaft gleichermaßen. Der erste Band enthält Impulse für Studium, Schule und Forschung und lädt dazu ein, Grundschule zu reflektieren, weiterzudenken und zukunftsorientiert mitzugestalten.
Rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure instrumentalisieren Zielkonflikte im Natur- und Umweltschutz, um Maßnahmen zu delegitimieren und antidemokratische Narrative zu verbreiten. Die Handreichung bietet dafür klare Gegenstrategien, praxisnahe Bildungsansätze und Hinweise auf Beratungsstellen.
Niklas Fischer zeigt, wie die „Neue Rechte“ mit ihren Publikationen zentrale Konsense der NS-Aufarbeitung infrage stellt und versucht, das gesellschaftliche „Meinungsfenster“ im Sinne ihrer völkischen Ideologie zu verschieben. Im Mittelpunkt stehen Erzählungen von „deutschen Opfern“, verlorener Identität und angeblicher „Überfremdung“, die als Folge einer vermeintlich linken Hegemonie gedeutet werden. Die Analyse arbeitet die Muster dieser metapolitischen Agitation heraus – von der Klage über die „Nazikeule“ bis zur Kritik am „Schuldkult“ – und macht die Funktion der geforderten „erinnerungspolitischen Wende“ sichtbar. Abschließend entwickelt Fischer Anregungen für einen reflektierten Umgang mit solchen Deutungskämpfen in Bildungsprozessen.
Rechtsextreme Einzeltäter sind selten „plötzliche Ausnahmen“ – sie sind Produkt einer Dynamik von innerer Krise und äußerer Resonanz. Dieses Buch entwickelt dafür einen neuen Ansatz: Es verbindet psychologische Radikalisierungsprozesse wie Entfremdung, Ohnmacht, Sinnsuche, Kompensation und kognitive Verzerrungen mit politikwissenschaftlichen Bedingungen wie der Normalisierung extremistischer Diskurse, verschobenen Sagbarkeitsgrenzen, Populismus, digitaler Kommunikation und identitärer Metapolitik. So entsteht eine integrative Theorie, die Fälle rechtsextremer Einzeltäter erklärbar macht – und konkrete Warnsignale sowie Ansätze für Prävention aufzeigt.
Demokratie wird häufig aus der Perspektive der Politik erklärt. Dieses Buch erweitert den Blick: Es führt verständlich in zentrale Begriffe des demokratischen Systems ein und zeigt, wie die im Grundgesetz verankerte Staatsgewalt organisiert ist und wie sie vom Volk ausgehen soll.Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur politische Institutionen, sondern vor allem die Bürger*innen als handelnde Akteur*innen. Carla Riepenhoff macht deutlich, welche Möglichkeiten sie haben, über Legislative, Exekutive und Judikative Einfluss zu nehmen, Rechte wahrzunehmen und Demokratie aktiv mitzugestalten.Praxisnahe Hinweise ergänzen die Einführung und zeigen, wie demokratische Beteiligung konkret aussieht.
In Krisenzeiten erhält die politische Bildung gerne die Aufgaben der Feuerwehr: Sie soll das Klima retten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und autoritären Entwicklungen zur Rettung der Demokratie entgegenwirken. Wie Akteur*innen der politischen Bildung hiermit umgehen können, diskutieren die Beiträge dieses Sammelbands.
Geschlechterdarstellungen in Politiklehrwerken sind bislang wenig untersucht. Diese Dissertation macht stereotype Muster sichtbar und reflektiert deren Bedeutung für die Thematisierung von Geschlechterungleichheiten in der politischen Bildung.
Lange Zeit galten die USA im Geschichtsunterricht als das leuchtende Beispiel für eine stabile, durch checks and balances austarierte Demokratie. Doch dieses Bild hat tiefe Risse bekommen. Diese Ausgabe widmet sich schwerpunktartig der Frage, warum die Erosion des US-amerikanischen Systems nicht nur ein Thema der Politikwissenschaft, sondern eine Kernaufgabe für den Geschichtsunterricht ist.
Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe im bürgerschaftlichen Engagement. Das Jahrbuch führt in Anlehnung an Zugangshürden (13 Schwellen) im Vierten Engagementbericht hierzu Impulse, Diskursansätze und Debattenbeiträge zusammen.
Soll zuerst das Klima gerettet oder soziale Belange verbessert werden? Der Autor entpackt das Henne-Ei-Problem der BNE und zeigt, dass Gerechtigkeitsdebatten die SDGs und deren Zielkonflikte in der Unterrichtspraxis vereinen.
Der reich bebilderte und verständlich geschriebene Band über die frühen Demokratiebewegungen in Südwestdeutschland bietet eine Fülle von Originaldokumenten und thematischen Zugriffen – z. B. Informationen zu einzelnen Regionen, Erinnerungsorten und Akteur:innen sowie deren Familienbiographien. Er ist für den Einsatz in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, aber auch zur privaten Lektüre bestens geeignet.
Dieses umfassende Praxishandbuch bietet zahlreiche Ansätze zum Umgang mit antidemokratischen Herausforderungen an und integriert Erfahrungen eines europäischen Projekts. Es enthält 40 interaktive Übungen für die Bildungspraxis.