Das Politische in der Demokratiebildung

Zu Partizipation und Handlungsräumen mündiger Bürger*innen

herausgegeben von
Susanne Reitmair-Juárez, Dirk Lange
unter Mitarbeit von
Antje Daniel, Miriam Haselbacher, Thomas Hellmuth, Malte Kleinschmidt, Dirk Lange, Waltraud Meints-Stender, Marco Mogiani, Susanne Reitmair-Juárez, Sieglinde Rosenberger, Helena Segarra, Thomas Stornig, Sarah Straub, Johanna Taufner

Der Band beschäftigt sich mit zentralen Konzepten der Demokratie(bildung) und diskutiert, wie diese im Sinne der Inklusion möglichst vieler Menschen genutzt werden können.

Dieser Titel erscheint voraussichtlich im August 2022

Bestellnummer: 41484
EAN: 9783734414848
ISBN: 978-3-7344-1484-8
Erscheinungsjahr: 2022
Seitenzahl: 216
Produktinformationen
Partizipation ist ein zentrales, performatives Element von Citizenship und somit von Demokratie(bildung). Grundlegende Konzepte wie ,Bürger*innenschaft‘, ,Handlungsmacht‘ oder ,Handlungsräume‘ werden kontinuierlich neu gedacht und gelebt. Der neue Sammelband beschäftigt sich mit diesen Begriffen und diskutiert, wie sie zu mehr Inklusion und Partizipation möglichst vieler Menschen beitragen können. Auf theoretische Überlegungen zu zentralen Konzepten wie ,Mündigkeit' und ,Handlungsräume' folgen Reflexionen, wie diese in der schulischen Praxis umgesetzt werden, und Forschungsberichte zu unterschiedlichen Bedingungen und Kontexten zivilgesellschaftlicher Handlungsräume.
Inhaltsübersicht

Einleitung
Susanne Reitmair-Juárez, Dirk Lange


Reflexionen über zentrale Konzepte für Demokratie und Politische Bildung


Reflexionen zum Verhältnis von Macht, Mündigkeit und Bürgerbewusstsein im Kontext politischer Bildung
Waltraud Meints-Stender, Dirk Lange


The crisis of democracy under neoliberal globalisation and the potential role of education in counteracting it
Marco Mogiani


Performativität, Acts und Alltag in der Migrationsgesellschaft 
Gedanken zu Inclusive Citizenship Education
Malte Kleinschmidt, Dirk Lange


Forschung zu Politischer Bildung an österreichischen Schulen


Citizenship Education als Beziehungspraxis
Inklusion und Partizipation junger Bürger*innen am Beispiel von 1:1-Mentoring in der Primarstufe
Sarah Straub


Politische Bildung als Ermächtigung zu politischem Handeln?
Schulische Praxis zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Thomas Stornig


Differenzierte Handlungsräume und Teilhabemöglichkeiten der Zivilgesellschaft


„Ich finde es schade, dass ich nicht mehr öffentlich auftrete“
Sexismus und der Online-Rückzug von Frauen in die politische Passivität
Susanne Reitmair-Juárez, Johanna Taufner


Jung und widerständig: Die Fridays for Future-Bewegung
Antje Daniel


Freiwilliges Engagement im Bereich Flucht und Asyl
Auseinandersetzungen um Handlungsmacht, Hierarchien und (De)Politisierung
Miriam Haselbacher, Helena Segarra


Zivilgesellschaft gegen Regierung: „Hilfe vor Ort“ als Antwort auf Flucht
Sieglinde Rosenberger


Perspektiven der Demokratiebildung


Demokratiebildung by doing
Versuch über das Politische in der politischen Bildung
Thomas Hellmuth

Autor*innen
Antje Daniel
ist Universitätsassistentin (post-doc) am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Nach ihrer Promotion zu Frauenbewegungen in Kenia und Brasilien, welche sie an der exzellenzgeförderten Bayreuth International Graduate School of African Studies der Universität Bayreuth abgeschlossen hat, hat sie Anstellungen an der Universität Bayreuth, der Akkon Hochschule und der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der politischen Soziologie/Politikwissenschaften sowie der Protest- und Bewegungsforschung in Afrika, Lateinamerika und Europa. Derzeit beschäftigt sie sich mit den Studierendenprotesten, Umweltaktivismus, Protesten für sozialen Wohnungsbaus sowie mit den Corona-Protesten.

Miriam Haselbacher
hat Internationale Entwicklung an der Universität Wien studiert und anschließend am Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien gelehrt und gearbeitet. Seit Februar 2021 ist sie Teil der Forschungsgruppe Urbane Transformation am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo sie Teil der Projekte "YouBeOn" und "D.Rad - DeRadicalisation in Europe and Beyond: Detect, Resolve, Reintegrate" ist. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der lokalen Dimension von Asylpolitik im Kontext der Unterbringung von Geflüchteten im ländlichen Raum. 

Thomas Hellmuth,
Dr., ist Universitätsprofessor für Didaktik der Geschichte an der Universität Wien, Institut für Geschichte und Zentrum für Lehrer*innenbildung, Initiator des Masterstudiums „Politische Bildung" an der Johannes Kepler Universität Wien, und Mitherausgeber der „Informationen zur Politischen Bildung" sowie des Blogjournals „Public History Weekly".

Malte Kleinschmidt,
Dr. phil., forscht und lehrt an der Leibniz Universität Hannover. Aus der Perspektive der Didaktik der Politischen Bildung beschäftigt er sich mit den Themen Dekolonialität, Rassismuskritik, postmigrantische Gesellschaft, Globalisierung und Citizenship Studies. Aktuell erschienen ist sein Open-Access-Buch "Dekoloniale politische Bildung. Eine empirische Untersuchung von Lernendenvorstellungen zum postkolonialen Erbe"

Dirk Lange
ist Professor für die Didaktik der Politischen Bildung. Er lehrt an der Universität Wien und der Leibniz Universität Hannover und leitet das Demokratiezentrum Wien.

Waltraud Meints-Stender
ist Professorin für Politik und Bildung an der Hochschule Niederrhein. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte bilden Theorien des Politischen, Theorien der Macht und Konzepte politischer Urteilskraft.

Marco Mogiani
is University Assistant at the Department of Didactics of Citizenship Education of the University of Vienna. He obtained his PhD in Development Studies from SOAS, University of London. Drawing from extensive fieldwork in Greece, his dissertation looked at borders as meeting points of different multi-scalar processes: neoliberal economic restructuring, European and national migration policies, and migrants’ autonomy. His research now develops around three lines of enquiry: border management within capitalism; migrant (im)mobilities across the EU; acts of citizenship and political participation. 

Susanne Reitmair-Juárez,
MA, ist Politikwissenschaftlerin und seit 2021 Doktorandin an der Universität Innsbruck. Davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Konzepte von Citizenship und Partizipation, Nachrichtennutzung von jungen Bürger*innen, Politische Bildung und Verschwörungsmythen.

Sieglinde Rosenberger
ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Migration/Integration und Asylforschung, Politische Partizipation, Protest und Petitionen. Publikationshinweis: Integration erwünscht!? Österreichs Integrationspolitik zwischen Fördern, Fordern und Verhindern. Wien 2020 / gemeinsam mit Oliver Gruber.

Helena Segarra
hält einen BA in Orientalistik der Universität Wien und einen MA in Soziologie der EHESS Paris. Sie ist Uni:docs Stipendiatin am Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien und Mitglied der Forschungsgruppe INEX - Politics of Inclusion and Exclusion. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der Unterbringung von Geflüchteten in Europa und dem Zusammenspiel von supranationalen, nationalen und lokalen Unterbringungspolitiken. Sie lehrt im Bereich Österreichische Politik und EU am Institut für Politikwissenschaften. 

Thomas Stornig,
PhD, ist Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule Tirol, forscht dort zur schulischen Politischen Bildung und zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Darüber hinaus unterrichtet er an einer Mittelschule und am Institut für Fachdidaktik der Universität Innsbruck.

Sarah Straub
ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien sowie im Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der frühen politischen Bildung sowie in den Themenbereichen Inclusive Citizenship Education, Partizipation und Bürger*innenbeteiligung und Demokratiebildung im öffentlichen Sektor. Sie lehrt an der Universität Wien und der Universität Graz.

Johanna Taufner,
MA MSc, ist Politologin und Soziologin und war bis Oktober 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien. Derzeit arbeitet sie am Institut für Lehrer*innenbildung der Universität Wien im Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung. Ihren PhD schreibt sie zum Thema subjektive Vorstellungen von Geschlecht von Lernenden in der Erwachsenenbildung. Sie ist Sprecherin der Sektion Politikdidaktik der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW).
Kurzbeschreibung
Der Band beschäftigt sich mit zentralen Konzepten der Demokratie(bildung) und diskutiert, wie diese im Sinne der Inklusion möglichst vieler Menschen genutzt werden können.

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