Soziale Marktwirtschaft

Standortwettbewerb als Gegenstand der politischen Bildung

von
Wolfgang Quaisser

Deutschland stand in den vergangenen zwei Jahrzehnten wirtschaftlich und sozial vor der Herausforderung, die nationale Einheit zu bewältigen sowie Globalisierung und europäische Integration, insbesondere die Osterweiterung, als Chance zu nutzen. Mit der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise kommt eine weitere Bewährungsprobe hinzu. Kritiker halten die Soziale Marktwirtschaft für ein Auslaufmodell, ihren Befürwortern gilt sie als Exportschlager. Vergessen wird vielfach, dass die Soziale Marktwirtschaft kein starres Konstrukt ist, sondern ihre Anpassungsfähigkeit im Zuge von veränderten technol…

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Bestellnummer: 60007
EAN: 9783756600076
ISBN: 978-3-7566-0007-6
Format: Broschur
Reihe: Tutzinger Schriften zur politischen Bildung
Erscheinungsjahr: 2022
Auflage: 1
Seitenzahl: 144
Produktinformationen
Deutschland stand in den vergangenen zwei Jahrzehnten wirtschaftlich und sozial vor der Herausforderung, die nationale Einheit zu bewältigen sowie Globalisierung und europäische Integration, insbesondere die Osterweiterung, als Chance zu nutzen. Mit der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise kommt eine weitere Bewährungsprobe hinzu. Kritiker halten die Soziale Marktwirtschaft für ein Auslaufmodell, ihren Befürwortern gilt sie als Exportschlager. Vergessen wird vielfach, dass die Soziale Marktwirtschaft kein starres Konstrukt ist, sondern ihre Anpassungsfähigkeit im Zuge von veränderten technologischen und internationalen Rahmenbedingungen schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Der vorliegende Band thematisiert zentrale wirtschaftspolitische Herausforderungen für das deutsche Wirtschaftssystem und stellt sie in den Kontext der politischen Bildungsarbeit der Akademie.
Inhaltsübersicht

Tabellen, Schaubilder und Übersichten
Vorwort des Akademiedirektors
Vorwort
1. Herausforderungen für die Soziale Marktwirtschaft: Deutsche Einheit, Globalisierung und Osterweiterung
2. Die Soziale Marktwirtschaft Deutschlands im Standortwettbewerb
2.1. Die Soziale Marktwirtschaft – ein konsistentes Modell?
2.2. Legitimationsproblem: Wachstum und Beschäftigung
2.3. Externe und interne Schocks
2.4. Das Ende des Sozialstaates?
2.5. Hat Deutschland ein Wettbewerbsproblem?
2.6. Deutschland, eine Basarökonomie?
2.7. Wachstums- und Beschäftigungseffekte durch Osterweiterung und Globalisierung
2.8. Sind wir besser, als wir glauben?
2.9. Aufstieg und Niedergang von Nationen
2.10. Mehrdimensionale Gründe für die Wachstumsschwäche
3. Ostdeutschlands Transformation als Sonderweg
3.1. Transformationskrise in Ostdeutschland und Ostmitteleuropa
3.2. Ursache der divergierenden Entwicklungen
3.2.1. Ostmitteleuropa: Kopie des deutschen Nachkriegsmodells
3.2.2. Ostdeutschland: Einzigartiges Transformationsmodell aufgrund der Sonderbedingungen der deutschen Einheit
3.3. Verschiedenartige ordnungspolitische Modelle
3.3.1. Ostdeutschland: Einziger Fall einer kompletten Schocktherapie
3.3.2. Ostmitteleuropa: Transformation ohne soziale Absicherung
3.4. Soziale und politische Implikationen der Transformation
3.4.1. Ostdeutschland: Frustrationen führen zu markant unterschiedlichen Wahlverhalten
3.4.2. Ostmitteleuropa: Enttäuschungen führen zu politischen Instabilitäten
3.5. Perspektiven und Probleme: Verschärfter Standortwettbewerb
3.5.1. Ostmitteleuropa: Die „kleinen Tiger“ müssen sich in der europäischen Integration und der Globalisierung behaupten
3.5.2. Ostdeutschland: Schwieriger Weg zur Wettbewerbsfähigkeit
3.6. Was lehrt uns Ostmitteleuropa?
4. Die Finanz- und Wirtschaftskrise
4.1. Einführung: Verunsicherungen und offene Fragen
4.2. Die Dramatik des Wirtschaftseinbruchs
4.2.1. Größte Wirtschaftskrise seit 1929 4.2.2. Auslöser der Krise: Spekulationsblasen platzen, Kreditmärkte frieren ein
4.3. Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise
4.3.1. „Jedem US-Amerikaner sein eigenes Haus“
4.3.2. Die Politik des leichten Geldes: „Die Inflation ist besiegt!“
4.3.3. Globale Ungleichgewichte: Die Ersparnisse der Chinesen finanzieren den amerikanischen Konsum auf Pump
4.3.4. Der Kreditmarkt „hebt ab“. Die „hohe Kunst“ der Finanzmarktmathematik entpuppt sich als Illusion
4.3.5. Gefährliche Mechanismen verstärken die Krise
4.4. Bedrohungen der Weltwirtschaft und Wege aus der Krise
4.4.1. Kernschmelze im Finanzsystem
4.4.2. Von der Deflation zur Depression
4.4.3. Das Ende der Globalisierung?
4.4.4. Von der Deflation zur Inflation oder sogar Hyperinflation?
4.4.5. Droht der Staatsbankrott?
4.4.6. Überbordende Staatstätigkeit
4.4.7. Bricht die Eurozone auseinander?
4.5. Politische Dimension der Neuordnung des Finanzsektors
4.6. Ausblick
5. Die Soziale Marktwirtschaft im Wandel – Herausforderungen für die politische Bildung
5.1. Stimmungslage: Schwindende Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft?
5.2. Die Finanz- und Wirtschaftskrise: Anforderungen an die Ökonomie, Demokratie und ökonomische Wissensvermittlung?
5.3. Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Bildungsarbeit
5.4. Perspektiven
Literaturverzeichnis

Autor*innen
Dr. Wolfgang Quaisser ist Dozent für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut in Regensburg. Seine Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind: Standortfragen der Sozialen Marktwirtschaft Deutschlands, Transformation der Volkswirtschaften des östlichen Europas, Vertiefung und Erweiterung der EU.

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