Zu "Tom Kehrbaum" wurden 5 Titel gefunden
Gemeinschaftsstärkende Bildungsprozesse werden angesichts der krisenhaften gesellschaftlichen Herausforderungen zu einer Frage des Überlebens unserer demokratischen Lebensform. Als Beispiel dafür wird in dieser Studie ein neuer Zugang zur Praxis gewerkschaftlicher Bildung entwickelt. Die humane Kooperations- und Solidaritätsfähigkeit bildet dabei den archimedischen Punkt von Bildungsprozessen. Zwischenmenschliche Kooperation und gemeinsam geteilte Ziele und Werte werden gerade in der gewerkschaftlichen Bildung ins Zentrum didaktischer Überlegungen gestellt. Ziel ist die demokratische Gestaltung der Wirtschaft. Die im Arbeitsalltag erfahrbare Fähigkeit zum Miteinander-, Voneinander- und Füreinanderlernen wird in diesen Bildungsprozessen aufgegriffen und zu solidarischen Handlungsformen weiterentwickelt. Kehrbaum greift die theoretischen Ansätze des Philosophen und Pädagogen John Dewey auf, wendet diese mit Hilfe weiterer philosophischer und pädagogischer Theorien kreativ an und entwickelt sie am Beispiel aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme weiter. Seine Studie ist eine fundierte Neukonstruktion pädagogischer Ansätze in der gewerkschaftlichen Bildung, die wichtige Impulse für politische Bildungsprozesse auch außerhalb der Gewerkschaften gibt. Zudem legt er anschaulich dar, wie diese didaktischen Neuerungen in der Bildungspraxis angewendet werden können.
Klimakrise, Krieg, soziale Ungleichheit und die Normalisierung autoritärer Positionen prägen das Aufwachsen junger Menschen. Die zweite Ausgabe 2026 untersucht, wie Jugendliche diese gesellschaftlichen Veränderungen erleben und welche Folgen sie für politische Teilhabe, Bildung und Generationengerechtigkeit haben. Die Beiträge beleuchten den Rechtsruck unter jungen Menschen, extrem rechte Identifikationsangebote, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit an Schulen sowie rechte Einflussnahmen auf die Kinder- und Jugendhilfe. Zugleich richtet die Ausgabe den Blick auf Jugendliche, die sich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft engagieren. Fachbeiträge, Bildungsprojekte und Praxisimpulse zeigen, wie junge Menschen gestärkt, demokratische Handlungsspielräume erweitert und menschenfeindlichen Entwicklungen wirksam begegnet werden kann.
Beim erfahrungsbasierten Lernen führt ein Erlebnis nicht automatisch zu einem Lerneffekt. Erst durch Reflexion und situative Einbettung wird das Erlebnis zur hilfreichen Erfahrung. Die Übungen, die weitgehend auf Thiagis vielseitigem theoretischen Hintergrund basieren, setzen daher auf eine intensive Nachbesprechung. Der erste Teil dieses Bandes enthält Übungen und Aktivitäten, die nach den Seminarphasen strukturiert sind (Einstieg, Wachrüttler/Jolts, interaktive Themenbearbeitung, interaktives Geschichtenerzählen, interaktive Vorträge, Nachbesprechung und Seminarabschluss). Der zweite Teil ist nach Themen strukturiert. Hier bietet der Band Übungen für interkulturelles Lernen, zum Umgang mit Vielfalt, aber auch für interaktives Online-Lernen sowie Übungen und Varianten für Großgruppen ab 50 Personen.
Politische Bildung nimmt im Fachdiskurs der Sozialen Arbeit eine wichtige Stellung ein. Aufbauend auf theoretischen Perspektiven und Standortbestimmungen im ersten Band dieses Kompendiums richtet sich der Blick nun auf lebensphasen-, lebenslagen- und lebensraumbezogene Handlungs- und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit. Die Autor:innen analysieren Diskurse, Begriffsverständnisse und Handlungsansätze politischer Bildung praxisnah und interdisziplinär. Dabei werden Unterschiede, aber auch theoretisch-konzeptionelle Schnittstellen deutlich. Das Buch richtet sich an Forschende, Fachkräfte, Lehrende und Studierende, die politische Bildung in der Sozialen Arbeit weiterdenken und mitgestalten wollen.