Antisemitische Kontinuitäten in Bildern
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| Bestellnummer: | 41524 |
|---|---|
| EAN: | 9783734415241 |
| ISBN: | 978-3-7344-1524-1 |
| Reihe: | Antisemitismus und Bildung |
| Erscheinungsjahr: | 2023 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 48 |
- Inhaltsübersicht Vorwort1 Einleitung 2 Was ist Antisemitismus?Die Erscheinungsformen des Antisemitismus Die Wahrnehmung des Antisemitismus in… Mehr
- Autor*innen Dr. Julia Bernstein ist Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen im Fach Soziale Arbeit an der… Mehr
- Downloads Einen Einblick in den Band erhalten Sie in der kostenlosen Leseprobe. ➥ Die Datei herunterladen Mehr
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Judenfeindschaft aus unterschiedlichen Motiven – religiösem Ressentiment, kulturellem Vorbehalt, ökonomischer und sozialer Ausgrenzung, rassistischem Hass – kulminierte unter nationalsozialistischer Ideologie im 20. Jahrhundert im Völkermord. Der Judenhass lebte fort, daneben entstand nach dem Holocaust ein mit neuen Argumenten operierender Antisemitismus, der Scham- und Schuldgefühlen entspringt. Der oft beschworene „neue Antisemitismus“ ist dagegen nichts anderes als die monotone Judenfeindschaft mit ihren Stereotypen, Legenden, Unterstellungen und Schuldzuweisungen, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat. Antisemitismus ist ein zentrales Element des Rechtsextremismus, aber er kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Doch nicht nur Judenhasser bieten Anlass zur Sorge. „Islamkritiker“ denunzieren pauschal alle Muslime als Judenfeinde und Überengagierte versuchen, Antisemitismus auf die Haltung gegenüber Israel zu verengen und beziehen in ihr Verdikt jede kritische Haltung zur israelischen Politik mit ein. Objektive Kriterien, was Antisemitismus ist, wie er sich historisch entfaltete, in welchen Formen er vorkommt, wie Judenfeindschaft von Israelkritik abzugrenzen ist, sind für eine differenzierte Betrachtung unentbehrlich. Informationen und Argumente dazu finden sich in diesem Buch.
Der Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 markierte einen jüngsten Höhepunkt der Gewalt gegen jüdisches Leben und führte weltweit zu einem Anstieg antisemitischer Vorfälle. Welche Folgen hat das für Jüdinnen_Juden in Deutschland? Wie kann die Gesellschaft dem wachsenden Antisemitismus begegnen, und was kann jede_r Einzelne dagegen tun? Dieses Vertiefungsheft beleuchtet aktuelle Formen von Antisemitismus. Anhand konkreter Fallbeispiele lernen Schüler_innen, antisemitische Stereotype und Narrative zu erkennen – auch im Kontext israelbezogener Aussagen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Antisemitismus in sozialen Medien und der methodisch angeleiteten Analyse eines Memes. Your browser does not support the video tag. Henny-Brenner-PreisFür das WOCHENSCHAU-Vertiefungsheft "Antisemitismus" wurde uns im Dezember 2025 der Henny-Brenner-Preis verliehen. Mit der neuen Auszeichnung würdigen Dr. Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, und die Kultusministerkonferenz (KMK) herausragende Schulbücher, die jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart fachlich fundiert, differenziert und didaktisch hochwertig darstellen – und sich zugleich aktiv gegen Antisemitismus richten. Der Preis ist benannt nach Henny Brenner (1924–2020), einer Überlebenden der Shoah und engagierten Zeitzeugin, die für Versöhnung, Erinnerungskultur und zivilgesellschaftliches Engagement stand.→ Pressemeldung zum Heft→ Pressemeldung zur Preisverleihung
In diesem Band sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Arbeiten zu Ausdrucksformen des Antisemitismus versammelt. Eine besondere Rolle spielen dabei der Israel-Palästina-Konflikt und seine Rezeption. Dieser Kontext rückt nach der Zäsur des 7. Oktober 2023 ins Zentrum, führt jedoch zu großen Verunsicherungen in Bildungsinstitutionen. Der Autor liefert Bestandsaufnahmen zum Wissen über Antisemitismus und diskutiert Antisemitismus bzw. Antisemitismusdebatten aus der Perspektive mündigkeitsorientierter politischer Bildung. Er erschließt didaktische Materialien zu Antisemitismus und zum Nahostkonflikt und analysiert (fehlende) Themenfelder, (implizit) enthaltene Annahmen und nicht-intendierte Effekte.
Der Band stellt Ergebnisse des Projekts Antisemitismusprävention im europäischen Schulunterricht (AIES) vor. Das Projekt untersucht die Thematisierung jüdischer Kultur und Geschichte im schulischen Kontext in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Spanien, Rumänien). Dabei wird die Überzeugung zugrunde gelegt, dass auch die Unterrichtspraxis einen wertvollen Beitrag zur Antisemitismusprävention leisten kann und muss – und letztere nicht auf ‚Kriseninterventionen‘ nach Vorfällen auf den Schulhöfen oder im Klassenraum beschränkt sein darf.
Antisemitismus und Bildung
Wie gelingt antisemitismuskritische Bildung in Zeiten sozialer Verhärtung und stereotyper Deutungen? Der Band zeigt, wie Antisemitismus in Bildungsstrukturen wirkt, und eröffnet neue Perspektiven zwischen Ideologiekritik und pädagogischer Praxis.
Der Band stellt Ergebnisse des Projekts Antisemitismusprävention im europäischen Schulunterricht (AIES) vor. Das Projekt untersucht die Thematisierung jüdischer Kultur und Geschichte im schulischen Kontext in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Spanien, Rumänien). Dabei wird die Überzeugung zugrunde gelegt, dass auch die Unterrichtspraxis einen wertvollen Beitrag zur Antisemitismusprävention leisten kann und muss – und letztere nicht auf ‚Kriseninterventionen‘ nach Vorfällen auf den Schulhöfen oder im Klassenraum beschränkt sein darf.
Das Buch aus der Reihe „Antisemitismus und Bildung“ wirft einen Blick auf Bildungsveranstaltungen des Rappers Ben Salomo über Antisemitismus an Schulen. Die Autor*innen beleuchten sowohl die pädagogischen Zielsetzungen der Veranstaltungen als auch ihre Effekte.
Diese aktualisierte und erweiterte Neuauflage des Standardwerks nimmt Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und bietet eine einführende wie tiefgehende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Antisemitismus. Die Kapitel enthalten eine Vielzahl praxisorientierter Methoden zur eigenständigen Durchführung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.
Der Sammelband beleuchtet die Rolle und Wirkungsmacht des Antisemitismus in der Jugendsozialisation und nimmt dabei verschiedene jugendkulturelle Kontexte in den Blick. Zudem werden Potenziale von Bildungsprogrammen gegen Antisemitismus diskutiert.
Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es im Bildungsbereich zur Vorbeugung von Antisemitismus?Wie können künftige Lehrpersonen für den Umgang mit Antisemitismen qualifiziert werden? Was ist zu tun, wenn an einer Schule oder Hochschule ein antisemitischer Vorfall geschieht? In diesem Band beantworten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen solche und weitere wichtige Fragen. Sie nutzen dazu ihre relevanten Forschungsergebnisse und reichen Praxiserfahrungen. Die Zusammenschau aller Beiträge eröffnet neue Perspektiven und zeigt auf, wie Lehrer:innen, Dozierende, Schulen und Hochschulen ihre gesellschaftliche Verantwortung gegen Antisemitismus wahrnehmen können.
Erst wenn die Stimmen von Jüdinnen und Juden ernst genommen werden, können antisemitische Verletzungen und Diskriminierungen, deren Auswirkungen auf jüdische Identitäten und auf die Gesellschaft durch Bildung verändert werden.
Bildung schützt nicht automatisch vor antisemitischen Ressentiments. Die traditionellen und aktuellen Erscheinungsweisen von Antisemitismen fordern die Bildung gegen Antisemitismus grundlegend heraus. Im Band werden Ansätze aus der Praxis, aktuelle Kontroversen und der Forschungsbedarf für eine Auseinandersetzung mit Antisemitismen in pädagogischen Kontexten diskutiert.