Brücken bauen, Menschen stärken

Der Internationale Bund in der deutsch-deutschen Bildungs- und Sozialgeschichte

herausgegeben von
Marion Reinhardt
unter Mitarbeit von
Dirk Altbürger, Maik Altenburg, Bärbel Angrick, Jürgen Banse, Karin Bock, Karin Böllert, Rita Braches-Chyrek, Hartmut Brombach, Gerhard Christe, Horst Dreimann, Susanne Dünkel, Ulrike Frühauf, Manfred Gerspach, Benno Hafeneger, Christine Kolmer, Michael Kroll, Alice Lot, Christian Lüders, Ronald Lutz, Stephanie Meiland, Monika Möbius, Jutta Müller, Christiane Nitze, Nicole Pötter, Franz Prüß, Marion Reinhardt, Jana Rickhoff, Manfred Ritzau, Angelika Schmidt-Koddenberg, Richard Schottdorf, Alissa Schreiber, Petra Tabakovic, Frank Teutschbein, Andreas Thimmel, Bernd Umbach, Claudia Wallner, Carmen Wasch, Stefanie Weber, Michael Werner, Randolf Wiese, Walter Würfel

Der dritte Band zur Geschichte des Internationalen Bundes (IB) schließt an die beiden Bände „Gründungsgeschichte des Internationalen Bundes“ und „Von Altlasten und Neuanfängen“ an und umfasst 50 Jahre, nämlich den Zeitraum von 1969 bis 2019. Die Entwicklungen der Pädagogik in Ost und West zwischen 1969 und 1989 werden von renommierten Wissenschaftler*innen nachgezeichnet und die wichtigsten Felder des IB von Praktiker*innen vorgestellt. Dabei erfährt der Entwicklungsschub durch die Wiedervereinigung und die Entwicklung des IB in der ehemaligen DDR besondere Aufmerksamkeit. 

Dieser Titel erscheint voraussichtlich im Oktober 2022

Bestellnummer: 41475
EAN: 9783734414756
ISBN: 978-3-7344-1475-6
Erscheinungsjahr: 2022
Seitenzahl: 464
Produktinformationen

Der dritte Band der Geschichte des Internationalen Bundes


Aus dem 1949 gegründeten "Internationalen Bund für Kultur- und Sozialarbeit – Jugendsozialwerk", der seine Aufgabe zunächst in Hilfen für heimat- und arbeitslose Jugendliche in der Nachkriegsgesellschaft West-Deutschlands sah, entwickelte sich in den letzten 70 Jahren mit dem „Internationalen Bund“ (IB) einer der größten, bundesweit arbeitenden Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit mit einem umfassenden Portfolio von Angeboten und Leistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen. Nachdem die Gründungsgeschichte des IB aufgearbeitet und in zwei Bänden dokumentiert ist, war es an der Zeit, die folgenden 50 Jahre bis zum 70. Geburtstag des IB im Jahre 2019 zu recherchieren, zu dokumentieren und zu analysieren.

Inhaltlich sind diese Jahre in erster Linie geprägt durch 
  • die Differenzierung und Professionalisierung der Arbeitsfelder, vor allem in der Sozial- und Bildungsarbeit, sowie die fachliche und räumliche Ausweitung der Arbeit in den 1970er und 1980er Jahren,
  • die politische Wende mit dem Beitritt der ehemaligen DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes 1989/1990 und dem daraus folgenden Aufbau des IB in den neuen Bundesländern sowie
  • 30 Jahre neue Bundesrepublik, in denen unter anderem die vielfältigen Integrationshilfen für ganz unterschiedliche Zielgruppen im Vordergrund standen und in denen auch das zivilgesellschaftliche Engagement des IB ausgebaut und profiliert wurde 
  • das sich wandelnde Selbstverständnis eines freien Trägers als aktiver Teil der Zivilgesellschaft mit seinem Engagement für Demokratie, Integration und Emanzipation. 

Mit einem Mix aus fachwissenschaftlichen Beiträgen, Praxisberichten, Zeitzeugenerfahrungen, Stellungnahmen und Kompendien zur Geschichte des IB in den letzten 70 Jahren werden in diesem Sammelband beispielhaft inhaltliche und fachpolitische Entwicklungen der deutschen Bildungs- und Sozialpolitik reflektiert. Ebenfalls deutlich wird das Selbstverständnis des IB als Akteur in der Zivilgesellschaft, der zeitbezogene gesellschaftliche und fachpolitische Debatten und Entscheidungen mit beeinflusst und prägt.
Inhaltsübersicht
I. Der IB in der Bundesrepublik Deutschland von 1969 bis 1989

Der IB in den 1970ern und 1980ern – Beginn einer neuen Ära (Marion Reinhardt)

Vertiefungen
Berufliche Bildung in den 1970er- und 1980er-Jahren (Walter Würfel)
Jugendarbeitslosigkeit und Jugendhilfe – Entwicklung der Jugendsozialarbeit am Beispiel hessischer Beratungsstellen (Marion Reinhardt)
Der IB auf neuem Terrain in den Erziehungshilfen – das Jugendwohnheim Zingelswiese in Frankfurt am Main (Christine Kolmer)

II. Der Transformationsprozess in Bildung und Sozialer Arbeit


Aufeinandertreffen zweier Systeme
Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit und berufliche Bildung – „Rahmenbedingungen Ost“ bis zur Wende (Franz Prüß)
Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit und berufliche Bildung – „Sicht West“ bis Ende der 1980er-Jahre (Benno Hafeneger)
Merkmale der Transformation. Soziale Arbeit zwischen Aufbau, Abbau und Normalisierungen in der wiedervereinten Bundesrepublik – ein Streifzug (Karin Bock/Stephanie Meiland)

Der Beginn des IB in den neuen Bundesländern – Beispiele aus der Praxis 
Der Beginn des IB in Leipzig – ein Erfahrungsbericht (Carmen Wasch)
Der Beginn der Kindertageserziehung im IB – Berliner und Potsdamer Erfahrungen (Manfred Ritzau)
Das Kinder- und Jugendhilfezentrum im Mueßer Holz in Schwerin (Bärbel Angrick)
Vom DDR-Jugendwerkhof zum Jugendhilfe- und Ausbildungsverbund in der Lutherstadt Wittenberg – Ein Beispiel gesellschaftspolitischer Umwandlung (Michael Werner)
Wie alles begann – Jugendsozialarbeit in der Region Leipzig (Monika Möbius)
Der Aufbau der Migrationshilfen durch die Jugendgemeinschaftswerke – Das Beispiel des JGW Erfurt (Alice Lot)
Das erste IB-Berufsbildungszentrum in den neuen Bundesländern in Frankfurt an der Oder (Maik Altenburg)
Der IB in der beruflichen Rehabilitation – Das Beispiel Neuenhagen in Brandenburg (Susanne Dünkel/Randolf Wiese)
Die Geschichte des Jugendgästehauses in Jena (Ulrike Frühauf)
Die Bedeutung der Bundes- und Länderprogramme für den Aufbau von Jugendhilfestrukturen in den neuen Ländern – Zwei Beispiele (Jana Rickhoff)

Die Rolle des IB in der Wende aus der Sicht von Zeitzeugen – Interviews 
Friedrich und Christel Magirius, Leipzig
Christine Bergmann, Berlin
Hans Geisler, Dresden
Sabine Bergmann-Pohl, Berlin

Jugendberichterstattung und Transformationsprozess (Christian Lüders)

Zur Personalpolitik des IB nach der Wende (Jutta Müller/Frank Teutschbein)
„Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und guter Umgang“ – Gespräch mit der Vorsitzenden des Konzernbetriebsrates Heidrun Winkler

III. Handlungsfelder deutscher Bildungs- und Sozialarbeit
in den ersten drei Jahrzehnten nach der Wende


Zur öffentlichen Kindertageserziehung in den ersten drei Jahrzehnten nach der Wende: Umbau in Ost, Impulse für West? (Karin Bock/Rita Braches-Chyrek)
Ambulante und stationäre Hilfen zur Erziehung (Karin Böllert)
Jugendsozialarbeit im Spannungsfeld von Arbeitsmarkt-, Jugend- und Bildungspolitik (1989 bis 2019) (Nicole Pötter)
Gegen den Strom: 30 Jahre Mädchen*arbeit im vereinten Deutschland (Claudia Wallner)
Die IB-Arbeit im gesellschaftlichen Kontext von Migrationsbewegungen und Integrationsdiskursen (Angelika Schmidt-Koddenberg)
Die Entwicklung der beruflichen Bildung benachteiligter Jugendlicher in den ersten 30 Jahren in der neuen Bundesrepublik (1989 bis 2019) (Gerhard Christe)
Der IB als Träger von Freiwilligendiensten (Hartmut Brombach)
Hilfen für Menschen mit Behinderungen (Manfred Gerspach)
Die Entwicklung der Freien Schulen in den neuen Bundesländern am Beispiel Sachsen-Anhalt (Jürgen Banse)
Die Geschichte der Freien Schulen im IB (Bernd Umbach)
Jugendwohnheime in freier Trägerschaft (Michael Kroll/Alissa Schreiber)
Armut und Obdachlosigkeit in Ostdeutschland – Thesen zur Verwandlung einer Gesellschaft (Ronald Lutz)
Internationaler Jugendaustausch zwischen 1989 und 2019 (Andreas Thimmel)
Internationale Arbeit des IB (Horst Dreimann/Richard Schottdorf)

IV. Der IB als gesellschaftspolitischer und zivilgesellschaftlicher Akteur


Der IB in gesellschaftspolitischer Verantwortung – über „Pro Demokratie“ zu Schwarz-Rot-Bunt (Petra Tabakovic)
Menschsein stärken durch bürgerschaftliches Engagement (Christiane Nitze/Stefanie Weber)
Der IB in Gremien und Netzwerken – Kooperation und Mitgestaltung als Maxime (Petra Tabakovic)

V. Die Entwicklung des IB von 1969 bis 2019


Der Internationale Bund in den letzten zwei Jahrzehnten der alten Bundesrepublik (Marion Reinhardt)
         Eckdaten zu politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen 
         Zentrale Aspekte der Unternehmensgeschichte 
         Entwicklungen in einzelnen Arbeitsfeldern

Der Internationale Bund in den ersten drei Jahrzehnten der neuen Bundesrepublik (Marion Reinhardt)
         Eckdaten zu politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen 
         Der Verein und das Unternehmen „Internationaler Bund“ 
         Einige Beispiele zur Entwicklung von Arbeitsfeldern

VI. Who is who – Persönlichkeiten im IB

(Dirk Altbürger)


VII. Rückblicke und Ausblicke – Gespräch mit Petra Merkel,
Präsidentin des Internationalen Bundes

Autor*innen

Die Herausgeberin

Marion Reinhardt,
Sozialwissenschaftlerin, begann ihre Berufstätigkeit Ende der 1970er Jahre als Sozialarbeiterin im damaligen Hessischen Modellprojekt „Beratung und Hilfe für junge Arbeitslose“, leitete dann ein Jugendgemeinschaftswerk (heute Jugendmigrationsdienst) und ging schließlich in die Zentrale des IB. Hier war sie in verschiedenen Funktionen, u. a. mit der fachlichen Entwicklung und Steuerung verschiedener Felder der Jugendhilfe, auch der Jugendsozialarbeit befasst. Frau Reinhardt ist Autorin und Herausgeberin der ersten beiden Bände zur Gründungsgeschichte des IB. Weitere Arbeiten u. a. zur Berufswahl weiblicher Jugendlicher, zu Konzepten der Jugendsozialarbeit, zu strategischen Fragen der Jugendhilfe.

Autorinnen und Autoren


Dirk Altbürger,
Magisterstudium Publizistik, Geschichte, Politikwissenschaften in Mainz; viele Jahre freiberuflicher Journalist (u.a. für die Frankfurter Rundschau und associated press), seit 1994 freier Mitarbeiter im IB; seit 2020 Leiter der IB-Unternehmenskommunikation.

Maik Altenburg,
Motorenschlosser und Erzieher für Jugendheime war in der DDR als Erzieher und Heimleiter und seit 1990 als Sozialberater beim IB in seiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) tätig; einige Jahre war er Betriebsratsvorsitzender. Seit 2011 nach einem Studium der Sozialen Arbeit arbeitete er als Sozialpädagoge, Bildungsbegleiter, Fachgruppenleiter in der Berufsvorbereitung und Tutor für Unternehmenskommunikation. Seit 2014 ist er Internatsleiter in Frankfurt (Oder).

Bärbel Angrick,
Dipl.-Pädagogin, war in der DDR u.a. Lehrerin, Mitarbeiterin der FDJ und stellv. Bezirksschulrätin. Nach der Wende begann sie 1990 als Erzieherin und ab 1992 als Einrichtungsleiterin beim IB in Schwerin; im Anschluss war sie bis 2002 pädagogische Referentin in der Landesgeschäftsführung Nord des IB in Hamburg.

Jürgen Banse,
Jurist, ist seit 1999 Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP) Sachsen-Anhalt e.V., Mitglied u.a. im Landesschulbeirat und im Begleitausschuss für die Europäischen Programme in Sachsen-Anhalt. 

Karin Bock,
Prof. Dr. phil. habil, Dipl. Päd., TU Dresden, Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften, Forschungsschwerpunkte: Kindheits- und Jugendforschung, Kinder- und Jugendhilfeforschung, Generationen- und Familienforschung, Theorien zu Erziehungs- und Bildungsprozessen über die Lebenszeit. 

Karin Böllert,
Prof. Dr., seit 2001 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe/Sozialpolitik an der Universität Münster, davor Professorin für Sozialpädagogik an der Universität Rostock, seit 2012 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ. 

Rita Braches-Chyrek,
Prof. Dr., Professorin für Sozialpädagogik, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Theorie, Geschichte und Methoden Sozialer Arbeit, Generationen-, Geschlechter und Kindheitsforschung. 

Hartmut Brombach,
Sozialwissenschaftler, Arbeit zu Fragen gesellschaftlicher Selbstorganisation, Referent für Kinder- und Jugendhilfe im DRK-Generalsekretariat, von 2000 bis 2020 verantwortlich für die Freiwilligendienste in der Zentralen Geschäftsführung des IB, zunächst als Referent, zuletzt als Abteilungsleiter. 

Gerhard Christe,
Prof. Dr., Dipl. Soziologe, Leiter des Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (IAJ) in Hamburg, langjährige Erfahrung mit der Durchführung von Evaluations- und Begleitforschungsprojekten in der beruflichen Bildung Benachteiligter. Arbeitsschwerpunkte: Übergangs-, Bildungs- und Arbeitsmarktforschung. 

Horst Dreimann,
Dipl.-Übersetzer und Romanist. Nach freiberuflichen Tätigkeiten als Übersetzer, Dolmetscher, Lektor und akademischer Tutor war er von 1986 bis 2015, zuletzt in leitender Funktion, in der internationalen Arbeit in der Zentrale des IB tätig; mit einem Exkurs von 2006 bis Ende 2009 als Geschäftsführer einer Consultingfirma in Bad Homburg. 2015 bis 2020 Generalsekretär des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger in Brüssel. 

Susanne Dünkel,
Dipl.-Sozialpädagogin; seit 2004 im IB in Brandenburg tätig, zunächst als Sozialpädagogin in der Reha-Ausbildung, seit 2013 "Leiterin Berufliche Bildung" im IB in der Region Brandenburg - Nord/Ost. 

Ulrike Frühauf,
Ingenieurpädagogin; seit 1994 beim IB in Jena, zunächst Lehrerin, jetzt Stabsstelle "Projektentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit in Thüringen". 

Manfred Gerspach,
Prof. Dr., lehrte von 1994 bis 2014 Behinderten- und Heilpädagogik am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt. Heute lehrt er als Seniorprofessor am Institut für Sonderpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

Benno Hafeneger,
Prof. (em.), Dr. phil., Institut für Erziehungswissenschaft, Philipps-Universität Marburg; forscht zu Jugend, Jugendarbeit und rechtem Extremismus; Mitglied der Redaktion "Journal für politische Bildung".

Christine Kolmer,
Dipl.-Pädagogin, war von 1987 bis 1999 Referentin für Mädchen- und Frauenarbeit und von 1999 bis 2018 Referentin für Erziehungshilfen und Gender, jeweils in der Zentralen Geschäftsführung des IB.

Michael Kroll,
Grund- und Hauptschullehrer sowie Personalentwickler M.A.; seit 2003 Geschäftsführer der Katholischen Jugendsozialarbeit (KJS) im Landes-Caritasverband in Bayern. Er ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit.

Alice Lot,
Sozialberaterin, seit 1992 im Jugendmigrationsdienst Erfurt des IB tätig; seit 2003 hier Bereichsleiterin Migration. Sie war von 2003 bis 2019 beratendes Mitglied des Erfurter Ausländerbeirates und Mitglied des Netzwerkes für Integration und Migration der Landeshauptstadt Erfurt. Sie dolmetscht Deutsch-Polnisch; Polnisch-Deutsch. 

Christian Lüders,
Dr., war von 1994 bis 2020 Leiter der Abteilung "Jugend und Jugendhilfe" am Deutschen Jugendinstitut in München. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendhilfeforschung, Evaluationsforschung, Wissenschaftsforschung. 

Ronald Lutz,
Prof. (em.), Dr. phil., Kulturanthropologe, war Professor für „Besondere Lebenslagen“ an der FH Erfurt, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften; Schwerpunktthemen: Allgemeine Soziologie, Vergesellschaftungsformen, Soziale Ungleichheit, Armut, Internationale Sozialpolitik und Soziale Arbeit. 

Stephanie Meiland,
MA in Erziehungswissenschaften und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Dresden; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Kindheits- und Familienforschung, DDR-Forschung, Suchtforschung und rekonstruktive Sozialforschung. 

Monika Möbius,
Dipl. Pädagogin, ehem. Lehrerin und Kunstpädagogin in verschiedenen Freizeiteinrichtungen in der DDR; nach der Wende Gründerin und Geschäftsführerin einer freien Jugendkunstschule; seit 1999 beim IB in Leipzig, zunächst als Leiterin in der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, ab 2011 bis 2016 in verschiedenen Führungspositionen. 

Jutta Müller,
Dr., Dipl.-Ingenieurökonomin, arbeitete vor der Wende überwiegend als Fachschullehrerin; begann 1993 als Referentin für Betriebsorganisation in der Zentrale des IB; nach weiteren Stationen in der Personalentwicklung und Personalbetreuung ist sie seit mehreren Jahren Geschäftsführerin "Personal" der IB-Gruppe. 

Christiane Nitze,
Dr. phil., Erziehungswissenschaftlerin und promovierte Philosophin, kam seit 2015 beim IB, zunächst im zentralen Ressort Produkte&Programme als Referentin, schwerpunktmäßig für die Kinderförderung und -bildung und Offene Kinder- und Jugendarbeit; seit 2019 Referentin in der zentralen P&P-Geschäftsführung.

Nicole Pötter,
Prof. Dr., von 2005 bis 2006 Referentin für Grundsatzfragen der Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (BAG JAW), seit 2013 Prof. für Grundlagen der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Bildungsfragen an der Hochschule München. 

Franz Prüß,
Prof. (em.) Dr., Universität Greifswald, Institut für Erziehungswissenschaft; Themen: Ganztagsschul- und Jugendhilfeforschung; umfangreiche Erfahrungen in Schule und verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe; Gründer des Zentrums „Entwicklung der Sozialpädagogik/Soziale Arbeit in Westsibirien“; Leiter des Forschungsverbundes Greifswald-Szczecin-Omsk-Novosibirsk. 

Jana Rickhoff,
Freizeitpädagogin (Hochschulabschluss), Dipl.-Sozialpädagogin (Fachhochschule); seit 1992 beim Internationalen Bund tätig, hier seit 2018 Geschäftsführerin der IB-Mitte gGmbH. 

Manfred Ritzau,
Erzieher und Dipl.-Pädagoge, in der DDR Lehrer und stellv. Leiter einer Berufsschule; nach der Wende Berater bei BBJ Consult, Geschäftsführer eines Bürgerhauses und Jugendamtsleiter in Potsdam; beim IB ab 2000 zunächst Referent des Vorstandes und dann Geschäftsführer des Verbundes Berlin. 

Angelika Schmidt-Koddenberg,
Prof. Dr., Professorin für Soziologie an der Katholischen Fachhochschule Köln; ihre thematischen Schwerpunkte sind Soziale Ungleichheiten, insbes. Gender, ethnische und soziale Herkunft. 

Richard Schottdorf,
Politologe mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen und Internationale Wirtschaft, ist seit rund 20 Jahren in der Internationalen Arbeit tätig, u.a. für die GIZ und GOPA Consultants vor allem in den Arbeitsfeldern Bildung, Arbeitsmarkt und soziale Entwicklung; im IB leitet er seit 2015 die Internationale Arbeit; seit 2019 ist er als Geschäftsführer darüber hinaus verantwortlich für die Auslandsgesellschaften. 

Alissa Schreiber,
Referentin Jugendwohnen beim Verband der Kolpinghäuser e. V. (VKH) in Köln und in dieser Funktion Themenfeldverantwortliche für den Bereich Jugendwohnen bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS); geschäftsführend begleitet sie AUSWÄRTS ZUHAUSE, das trägerübergreifende Forum Jugendwohnen in Rechtsträgerschaft des VKH. 

Petra Tabakovic
hat u.a. Sozialwissenschaften und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert; sie war in verschiedenen Tätigkeiten über 30 Jahre Mitarbeiterin des IB; zuletzt als Abteilungsleiterin "Jugend, Chancen, Migration" in der Zentralen Geschäftsführung. 

Frank Teutschbein,
Jurist und Politologe, von 1973 bis 1989 im Diplomatischen Dienst, dann für amerikanisch-deutsche Investmentfirmen; von 1994 bis 2019 arbeitete er für den IB, u. a. als Justiziar und Mitglied der Tarifkommission; er ist Geschäftsführer "Förderband gGmbH", Rechtsanwalt i.R. 

Andreas Thimmel,
Prof. Dr., Professur für Wissenschaft der Sozialen Arbeit an der Technischen Hochschule Köln, Forschungsgebiete: Politische Bildung, Internationale Jugendarbeit, Europäische Jugendpolitik; Leiter des Forschungsschwerpunktes Nonformale Bildung 

Bernd Umbach,
Politikwissenschaftler, zunächst Lehrer in der beruflichen Bildung des IB in Stuttgart, dann Einrichtungsleiter in Asperg und Heilbronn, wo er auch die beruflichen Schulen auf- und ausbaute. Seit 2009 ist Umbach Geschäftsführer des IB Süd.

Claudia Wallner,
Dr. der Philosophie, Dipl.-Pädagogin, freiberufliche Referentin, Autorin und Praxisforscherin sowie Projektentwicklerin zu Mädchen*arbeit, geschlechterbezogener Pädagogik und Geschlechterverhältnissen. Seit 2013 Projektleiterin im Projekt meinTestgelaende (www.meinTestgelaende.de), einer Website von und für junge Menschen zu Geschlechterfragen mit einer flankierenden Website für Fachkräfte (www.geschlechtersensible-paedagogik.de). 

Carmen Wasch,
Krankenschwester, bis 1982 Anaesthesieschwester Universitätsfrauenklinik Leipzig, bis 1988 Fachbearbeiterin Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen beim Rat des Bezirkes Leipzig, bis 1990 Abteilungsleiterin beim Rehabilitationszentrum Leipzig; 1990 bis 2021 Mitarbeiterin des IB als Sozialpädagogische Fachkraft, seit 1996 Diplomsozialarbeiterin, Einrichtungsleiterin, Tutorin, KiFaZ/Kitaleiterin. 

Stefanie Weber,
Dipl. Sozialpädagogin, begann 2001 ihre berufliche Laufbahn im IB im Verbund Behindertenhilfe in einer Wohneinrichtung für Erwachsene mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen. Tätigkeiten als Produktentwicklerin, Einrichtungsleiterin in der Kinder- und Jugendhilfe und Betriebsleiterin schlossen sich an. Seit 2019 führt sie das zentrale Ressort Produkte&Programme als Geschäftsführerin. 

Michael Werner,
Schriftsetzer, Erzieher und Dipl.-Pädagoge, seit 1990 Einrichtungsleiter/Einrichtungsgeschäftsführer der IB-Einrichtung in Wittenberg, seit 2015 Rentner. Randolf Wiese, Gas- und Wasserinstallateur sowie Fachinformatiker Anwendungsentwicklung; seit 2004 beim IB in Neuenhagen/Brandenburg; hier zunächst Stützlehrer und Ausbilder im Bürobereich und seit 2005 Produktentwickler, Schwerpunkt Arbeitsmarktdienstleistungen und berufliche Reha. 

Walter Würfel,
Lehrer in den Fächern Deutsch, Geschichte und Geografie, seit 1982 beim IB tätig, zunächst als Lehrer und Ausbildungsleiter in Mannheim, dann als Referent und Abteilungsleiter in der beruflichen Integrationsförderung und Jugendsozialarbeit in der Zentralen Geschäftsführung des IB in Frankfurt/M. Von 2005 bis 2018 war Walter Würfel Geschäftsführer des Bundesverbands der Träger Beruflicher Bildung (Bildungsverband e.V.) in Berlin.


Kurzbeschreibung
Der dritte Band zur Geschichte des Internationalen Bundes (IB) schließt an die beiden Bände „Gründungsgeschichte des Internationalen Bundes“ und „Von Altlasten und Neuanfängen“ an und umfasst 50 Jahre, nämlich den Zeitraum von 1969 bis 2019. Die Entwicklungen der Pädagogik in Ost und West zwischen 1969 und 1989 werden von renommierten Wissenschaftler*innen nachgezeichnet und die wichtigsten Felder des IB von Praktiker*innen vorgestellt. Dabei erfährt der Entwicklungsschub durch die Wiedervereinigung und die Entwicklung des IB in der ehemaligen DDR besondere Aufmerksamkeit. 

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