Friedenslogik verstehen

Frieden hat man nicht, Frieden muss man machen

von
Hanne-Margret Birckenbach

Wie muss Frieden heute konzeptionell gedacht werden, damit ein gewaltfreier Konfliktaustrag nicht mit dem Streben nach Sicherheit kollidiert? Wie kann Frieden unter den Bedingungen einer politisierten und globalisierten Welt funktionieren? Dieses Buch beschreibt das Konzept der Friedenslogik – ein alternatives Konzept zur Sicherheitslogik, bei der der Wille zum Frieden durch Rüstung und militärische Drohpotenziale erreicht wird. Sein Ziel ist es, eine verbreiterte Teilhabe zu ermöglichen, die Relevanz der Schlüsselkategorie Frieden für die Sicherheits- und Menschenrechtspolitik sowie die entw…

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Dieser Titel erscheint voraussichtlich im Dezember 2022

Bestellnummer: 41539
EAN: 9783734415395
ISBN: 978-3-7344-1539-5
Reihe: Politisches Sachbuch
Erscheinungsjahr: 2023
Seitenzahl: 232
Produktinformationen
Wie muss Frieden heute konzeptionell gedacht werden, damit ein gewaltfreier Konfliktaustrag nicht mit dem Streben nach Sicherheit kollidiert? Wie kann Frieden unter den Bedingungen einer politisierten und globalisierten Welt funktionieren? 
Dieses Buch beschreibt das Konzept der Friedenslogik – ein alternatives Konzept zur Sicherheitslogik, bei der der Wille zum Frieden durch Rüstung und militärische Drohpotenziale erreicht wird. Sein Ziel ist es, eine verbreiterte Teilhabe zu ermöglichen, die Relevanz der Schlüsselkategorie Frieden für die Sicherheits- und Menschenrechtspolitik sowie die entwicklungspolitische Zusammenarbeit begreifbar zu machen und zur Anwendung der Prinzipien anzuregen.
Inhaltsübersicht
Vorwort

Teil I: Schlüsselbegriff Frieden


1. Eine politische Gegenwartsaufgabe

2. Ein weltweiter andauernder Diskurs

3. Ein integrierendes Rahmenkonzept

4. Ein veränderungsorientiertes Handlungskonzept

5. Eine überprüfbare Entwicklung

     5.1 Frieden entsteht in sozialen Beziehungen
     5.2 Frieden entsteht im Konfliktaustrag
     5.3 Frieden entsteht in gesellschaftspolitischen Strukturen

6. Eine Arbeitsdefinition 

Teil II: Die friedenslogischen Handlungsprinzipien


1. Gewalt – Das Prinzip Gewaltprävention
     1.1 Im Brennpunkt: Direkte Gewalt 
     1.2 Von Stiller Diplomatie zur Querschnittsaufgabe 
     1.3 Erfahrungen 

2. Ursachen – Das Prinzip der Konflikttransformation 
     2.1 Im Brennpunkt: Ziele – Haltungen – Verhalten
     2.2 Alternativen zur Eskalation 
     2.3 Einleitende Schritte
     2.4 Erfolgsmaßstab Transformationskapazität 

3. Die Mittel – Das Prinzip der Dialogverträglichkeit 
     3.1 Im Brennpunkt: Instrumentarien und Vorgehensweisen
     3.2 Merkmale friedlicher Streitbeilegung 
     3.3 Die funktionale Abgrenzung von Zwangsmitteln 
     3.4 Die Öffnung von Denk- und Kooperationsräumen 
     3.5 Die Verstetigung dialogverträglicher Praktiken
     3.6 Folgen veränderter Konfliktdynamiken

4. Ethik – Das Prinzip Normorientierte Interessenentwicklung
     4.1 Im Brennpunkt: Die Lücke zwischen Ethik und Verhalten
     4.2 Sozialisierende Netzwerke 
     4.3 Normenumsetzung als Gesellschaftspolitik 
     4.4 Die Erweiterung von Aktionsfeldern 
     4.5 Die Wahrnehmung von Vorteilen 
     4.6 Entflechtung und Anpassung von Interessen 

5. Misserfolge – Das Prinzip der Fehlerfreundlichkeit 
     5.1 Im Brennpunkt: Erfahrungslernen 
     5.2 Fehlerkultur in friedenspolitischen Netzwerken
     5.3 Die Einführung der Qualitätsstandards
     5.4 Offenlegung blinder Flecken

Teil III: Friedenslogisches Handeln im Unfrieden 


1. Präventive Diplomatie: Die Staatsbürgerschaftskonflikte in Estland und Lettland
     1.1 Friedliche Streitbeilegung durch internationale Organisationen
     1.2 Ein Mikroprojekt mit Kindern und Jugendlichen
     1.3 Präventions- und Transformationsergebnisse
     1.4 Erstarrungen und Rückschläge

2. Verhandlungen und Friedensarbeit gegen Terror: Lehren aus Nordirland 
     2.1 Mit Terrorgruppen verhandeln! 
     2.2 Erfahrungen mit der Beendigung des Terrors in Nordirland 

3. Nationaler Dialog: Internationale Vermittlung und zivilgesellschaftliche Netzwerkbildung in Kenia 
     3.1 Von der Vermittlung zum Nationalen Dialog 
     3.2 Ergebnisse: Befriedung mit Rückfall
     3.3 Evaluationsbefunde: Faktoren für Erfolg und Misserfolg
     3.4 Neuanfänge 

4. Zivilgesellschaftliche Partizipation in Abrüstungsfragen: Direkt- und Umwegstrategien zum Verbot von Minen, Streuwaffen, Atomwaffen 
     4.1 Das Verbot von Antipersonenminen und Streuwaffen
     4.2 Der Atomwaffenverbotsvertrag 

Abkürzungen 
Literatur 
Autor*innen
Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, 1948 geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Soziologie in Tübingen und Frankfurt/M., wurde in Politikwissenschaft an der FU Berlin promoviert, habilitierte in Soziologie mit dem Schwerpunkt Friedens-und Konfliktforschung in Bielefeld und ist ausgebildete Mediatorin. Sie arbeitete am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg, an den Universitäten Kiel und Bremen und bis 2012 als Professorin für Europastudien und Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Gießen. Sie lebt jetzt in Hamburg und ist Trägerin des Göttinger Friedenspreises 2023.

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