Demokratierelevante Bedrohung

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2024

herausgegeben von
Reiner Becker, Irina Bohn, Sophie Einwächter, Beate Küpper, Timo Reinfrank, Sophie Schmitt

Seit einigen Jahren richten sich Anfeindungen und Angriffe gegen die Demokratie selbst, ihre Institutionen, gewählte Repräsentant:innen, Amts- und Mandatsträger: innen und all jene, die dem „verhassten“ Staat zugeordnet werden. Die Bedrohungen richten sich etwa gegen jene, die im Zuge der Demokratisierung mehr Teilhabe und Gleichwertigkeit einfordern und zugebilligt bekommen. Das Schwerpunktheft „Demokratierelevante Bedrohung“ der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit Nr. 1/24 zeigt einen Ausschnitt solcher Bedrohung. Dabei werden primär Angriffe auf bzw. in demokratische Struktu…

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Bestellnummer: ZDgM1_24
ISSN: 2367-1939
Reihe: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit
Erscheinungsjahr: 2024
Auflage: 1
Seitenzahl: 192
Produktinformationen
Seit einigen Jahren richten sich Anfeindungen und Angriffe gegen die Demokratie selbst, ihre Institutionen, gewählte Repräsentant:innen, Amts- und Mandatsträger: innen und all jene, die dem „verhassten“ Staat zugeordnet werden. Die Bedrohungen richten sich etwa gegen jene, die im Zuge der Demokratisierung mehr Teilhabe und Gleichwertigkeit einfordern und zugebilligt bekommen. Das Schwerpunktheft „Demokratierelevante Bedrohung“ der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit Nr. 1/24 zeigt einen Ausschnitt solcher Bedrohung. Dabei werden primär Angriffe auf bzw. in demokratische Strukturen, Institutionen und engagierte Personen zum zentralen Thema.
Inhaltsübersicht

Editorial


Schwerpunkt


Beate Küpper: Antisemitische Bedrohung 

Julia Bernstein: „Ich habe das Ausmaß der antijüdischen Stimmung unterschätzt“

Laura Pfirter: Shrinking Digital Space?

Carlos Becker, Irina Bohn, Jan Sassmannshausen, Sebastian Winter: Demokratiegefährdende Bedrohungslagen – eine Systematisierung aus kommunaler Perspektive

Tina Leber, Fabian Mertens, Beate Küpper: Bedrohungserleben in der Demokratiearbeit

Jann-Phillip Heiken: Bedrohung zivilgesellschaftlicher Bürger:innenbündnisse gegen rechts: Das Beispiel „Mut machen – Steele bleibt bunt“

Irina Bohn und Judith Rahner im Interview mit Tina Leber: Umgang mit Bedrohungen

Jakob Springfeld im Interview mit Tina Leber: Wie Bedrohungen ein Teil von politischem Aktivismus sind

Christina Zitzmann, Alexandra Huber: Threat Assessment und Management: Ein effektives Frühwarnsystem für Bedrohungen

Forum

Benno Hafeneger: Handlungs- und Deutungsdruck in Krisenzeiten – zur Zukunft der Demokratie

Hannah Mietke, Andreas Zick, Jana Marie Bertermann: Aktuelle Herausforderungen (in) der Rechtsextremismusforschung: Arbeitsbedingungen, kritische (Selbst-)Reflexion und Wissenschaft-Praxis-Transfer 

Denis van de Wetering: Wenn Wissenschaft und Praxis im Bereich Rechtsextremismus miteinander auf Tuchfühlung gehen 

Martin Rüttgers: „Demokratie leben!“ – Perspektiven des Bundesprogramms zum Ende der zweiten Förderperiode 


Buzzword 

Antidemokratisch

Paula Diehl: Aus Sicht der Wissenschaft 

Marktplatz 

Mitbestimmung von Anfang an lernen: Demokratieförderung in katholischen Kitas 

Radikalisierung als Problem der Sozialentwicklung. Empirische Ergebnisse zu einem integrativen Erklärungsmodell

Naturschutz ist kein „Heimatschutz“ – Information, Qualifikation und Beratung gegen eine Ökologie von rechts

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung – staatlich finanzierte Bildungsarbeit von rechts außen?

Come Together – Ein Projekt der Banda Comunale 

Austausch, Bildung, Solidarität: Das Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen 

Der NSU-Komplex: Geschichte, Gedenken und Aufarbeitung 

Buchbesprechungen

Ella Müller: Die amerikanische Rechte und der Umweltschutz. Geschichte einer Radikalisierung. (Reiner Becker) 

Autorinnen und Autoren

Autor*innen
Jan Becht ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Projekt „Demokratie in Kinderschuhen. Mitbestimmung und Vielfalt in katholischen Kitas“ des KTK-Bundesverbands und kümmert sich in dieser Position um die Verbreitung der Projektinhalte.

Dr. des. Carlos Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. in Frankfurt und dort vordringlich mit der wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ betraut. Er ist außerdem als Vorstand der Heinrich Böll-Stiftung Hessen aktiv.

Dr. Reiner Becker ist Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Das Demokratiezentrum ist Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Träger des Forschungs- und Weiterbildungsbereichs „Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit“ und Träger der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen“. Er ist Mitglied der Redaktion. 

Prof. Dr. Andreas Beelmann ist Professor für Intervention und Evaluation am Institut für Psychologie und Direktor des Zentrums für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Entwicklung und Prävention von Verhaltensproblemen und Kriminalität im Kindes- und Jugendalter, die Erstellung von Forschungsbilanzen sowie die entwicklungsorientierte Radikalisierungsprävention. 

Julia Bernstein studierte an der Universität Haifa Kunstgeschichte, Soziologie und Kulturanthropologie und hat eine Professur für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der University of Applied Science Frankfurt inne. Sie war im Expert*innengremium nach dem Skandal um antisemitische Kunstwerke bei der documenta fifteen. Als Autorin hat sie zahlreiche Bücher über Antisemitismus veröffentlicht. 

Jana Marie Bertermann ist wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX)“ am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. 

Irina Bohn ist stellvertretende Institutsleiterin und Bereichsleiterin für „Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention“ am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. Frankfurt/M. 

Prof. Dr. Paula Diehl ist seit 2019 Professorin für Politische Theorie, Ideengeschichte und Politische Kultur an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Prof. (em.) 

Dr. Benno Hafeneger lehrte und forscht am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. 

Jann-Philipp Heiken hat im September 2023 den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Niederrhein abgeschlossen. 

Katja Heiser ist selbstständige Theater- und Kulturschaffende in transkulturellen Kontexten und seit 2018 Koordinatorin des Schulprojekts „Come Together – Ein Projekt der Banda Comunale“. 

Alexandra Huber (M.A.) studierte Europäische Ethnologie und Kulturanthropologie sowie Gender Studies. Anschließend war sie als Projektmitarbeiterin an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm tätig. Seit 2020 ist sie offizielle Ansprechpartnerin des Bedrohungsmanagements Mittelfranken, einem regionalen Netzwerk zur Verhinderung schwerer, zielgerichteter Gewalttaten. 

Prof. Dr. Beate Küpper ist Sozialpsychologin und hat die Professur für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach inne. Sie ist außerdem stellvertr. Leiterin des Instituts SO.CON – Social Concepts und ist u. a. Ko-Autorin der FES „Mitte-Studie“ zu antidemokratischen und rechtsextremen Einstellungen in der Gesellschaft.

Tina Leber ist Dipl.-Erziehungswissenschaftlerin und wiss. Mitarbeiterin im Projekt BEWARE/BMBF-Förderlinie „Rassismus und Rechtsextremismus“.

Marvin Lorentzen ist Redaktionsassistent der ZDGM. 

Fabian Mertens ist Sozialwissenschaftler (M.A.) und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut SO.CON an der Hochschule Niederrhein sowie unter anderem im BMBF-geförderten Projekt „BEWARE – Bedrohte Demokratieprojekte wappnen“ tätig. 

Hannah Mietke ist Erziehungswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Sie koordiniert das vom BMBF geförderte Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX). 

Yannick Passeick ist Politikwissenschaftler und Bildungsreferent bei FARN. Er konzipiert Bildungsmaterialien und führt Veranstaltungen zu Naturschutz und Rechtsextremismus durch. 

Annett Petzold ist Diplom-Soziologin und arbeitet beim RAA Sachsen e. V. als Projektkoordinatorin für das Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen. 

Laura Pfirter ist Sozialwissenschaftlerin (M.A.) und Fellow des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlichen Handelns und Shrinking Civic Space Phänomenen sowie den spezifischen digitalen Herausforderungen der demokratischen Zivilgesellschaft in Deutschland und der Schweiz. 

Dr. phil. Leandra Postay ist Projektreferentin bei FARN. In ihrer Arbeit ist sie zuständig für die Konzeption von Bildungsmaterialien und Durchführung von Bildungsveranstaltungen im Themenfeld Naturschutz, Rechtsextremismus und Stärkung der Demokratie auf lokaler und globaler Ebene. 

Judith Rahner ist Leiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus bei der Amadeu Antonio Stiftung. Zudem leitet sie im Rahmen des Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention den Projektbereich zur Stärkung der bundesweiten Zivilgesellschaft. 

Martin Rüttgers ist Politikwissenschaftler und Leiter des Instituts für Demokratiepolitik & Organisationsberatung. In seinen Veröffentlichungen werden u. a. die Forschungsthemen Netzwerke (der Engagementförderung), Bürgerkommunen und Strategien gegen Rechtsextremismus analysiert. 

Jan Saßmannshausen (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. und dort vordringlich mit der wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ betraut. An der Schnittstelle zwischen Forschung, Praxis und Politik befasst er sich in diesem Zusammenhang u. a. mit Fragen der (kommunalen) Demokratieförderung. 

Jakob Springfeld studiert Politikwissenschaft und Soziologie in Halle, befindet sich aktuell mit seinem Buch „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts“ auf Lesereise und engagiert sich für Antifaschismus und Klimagerechtigkeit. Er wuchs im sächsischen Zwickau auf, sein Aktivismus stieß schnell auf Anfeindungen, welche er immer wieder benennt und sich zugleich für eine Aufarbeitung des NSU-Komplexes in Zwickau und Sachsen einsetzt. 

Denis van de Wetering ist Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am SO.CON – Social Concepts der Hochschule Niederrhein. Im Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung koordiniert er im Rahmen der Plattform Transfer das Teilprojekt Kommunikation mit Zivilgesellschaft, politischer Bildung und Kommunen. 

Sebastian Winter ist Soziologe und Sozialpsychologe. Er leitet den Bereich „Demokratieförderung“ am ISS e. V. und ist Privatdozent an der Leibniz Universität Hannover sowie Mitherausgeber der Zeitschriften „Freie Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie“ und „Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung“.

Andreas Zick ist Sozialpsychologe und Professor für Sozialisation und Konflikt. Er leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld und ist Gründer der neuen Konfliktakademie sowie Mitglied im Forschungsinstitut Sozialer Zusammenhalt. 

Christina Zitzmann ist Professorin für Sozialarbeitswissenschaften an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und leitet das Bedrohungsmanagement an der Hochschule. Seit 2020 bekleidet sie das Amt der Vizepräsidentin für Bildung an der Hochschule.

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit

Neu
Demokratierelevante Bedrohung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2024
Seit einigen Jahren richten sich Anfeindungen und Angriffe gegen die Demokratie selbst, ihre Institutionen, gewählte Repräsentant:innen, Amts- und Mandatsträger: innen und all jene, die dem „verhassten“ Staat zugeordnet werden. Die Bedrohungen richten sich etwa gegen jene, die im Zuge der Demokratisierung mehr Teilhabe und Gleichwertigkeit einfordern und zugebilligt bekommen. Das Schwerpunktheft „Demokratierelevante Bedrohung“ der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit Nr. 1/24 zeigt einen Ausschnitt solcher Bedrohung. Dabei werden primär Angriffe auf bzw. in demokratische Strukturen, Institutionen und engagierte Personen zum zentralen Thema.

28,00 €
Neu
Buzzwords
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2023
In der vorliegenden Ausgabe präsentieren die Autor*innen eine Reihe von Schlüsselbegriffen/Buzzwords, auf die in der außerschulischen und schulischen politischen Bildung, in der Demokratiebildung, der Beratungs- und Präventionsarbeit derzeit immer wieder selbstverständlich Bezug genommen wird. Das Heft bildet theoretische Reflexionen wie auch Perspektiven aus der Praxis in Bezug auf die Begriffe ab und arbeitet ihre Ursprünge, Implikationen und Verwendungsweisen, wie auch ihre Effekte heraus.

28,00 €
(De)Legitimationen von Wissen
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2023
Ob bei Klimawandel, Krieg oder Pandemie: Wissenschaft wird immer wieder in Frage gestellt und delegitimiert – sei es durch wissenschaftsexterne extreme Akteur*innen oder sogar durch Mitglieder des Wissenschaftsbetriebs selbst. Doch bei aller Delegitimierung wird Wissenschaft auf der anderen Seite vermehrt zentrale Kategorie politischer Diskurse. Diese Ausgabe beschäftigt sich mit den vielfältigen Problemen und Herausforderungen für Wissenschaftsbetrieb, Demokratie, (Politische) Bildung und Zivilgesellschaft, welche mit der Infragestellung und Verabsolutierung von wissenschaftlichem Wissen einhergehen, sowie der Frage, was dagegen unternommen werden kann.

28,00 €
Wissenschaftsfeindlichkeit. Angriffe auf Wissenschaft(ler*innen) und ihre Bedeutung für Bildung und Demokratie
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2022
Wie selten zuvor spielt Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle im öffentlichen Diskurs. Wissenschaft und ihre Akteur*innen sahen sich schnell Infragestellungen, schweren Anfeindungen und Ablehnung ausgesetzt. Hinter dieser Wissenschaftsfeindlichkeit steckt oftmals eine Strategie, die das Ziel verfolgt, wissenschaftliche Prozesse und Erkenntnisse zu delegitimieren. Diese Ausgabe der Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ befasst sich mit Phänomenen und Positionen der Wissenschaftsfeindlichkeit und nimmt Wissenschaftskommunikation und die große Bedeutung der Wissenschaft für die Demokratie in den Blick.

28,00 €
Geschlechtersensible politische Bildung. Das rechtsextreme Geschlechterbild
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2022
Geschlecht und Geschlechterbilder spielen eine wichtige Rolle in Ideologie und Mobilisierung der rechtsextremen Szene. Doch Geschlechterverhältnisse verändern sich und führen zu personellen und ideologischen Veränderungen auch innerhalb der autoritären und extremen Rechten. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe Fragen zum Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlecht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Möglichkeiten und Herausforderungen einer geschlechtersensiblen politischen Bildungs- und Beratungsarbeit.

26,99 € - 28,00 €
Haltung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2021
Überall begegnen wir Haltung – ein Containerbegriff, der, insbesondere, wenn er mit symbolträchtigen Zeichen und Bildern verknüpft wird, zentralen Aufforderungscharakter hat: Wer bist du, wofür stehst du, was ist dein Standpunkt, deine Position? Ein jeder/eine jede wird in der Lage sein, Haltung für sich zu definieren, verfügt über Vorstellungen und Erfahrungswissen, was unter Haltung zu verstehen ist. Doch wie kann der Begriff Haltung über das Alltagsverständnis hinaus gefasst und beschrieben werden? Es drängt sich also die Frage auf: „Was ist Haltung?“ Im Schwerpunkt dieser Ausgabe blicken die Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Perspektiven auf den Begriff Haltung. Dabei wird klar: einfache und eindeutige Antworten kann es zu diesen Fragen nicht geben. Das Heft ist vielmehr eine Einladung zum Denken.

26,80 €
Visegrád-Staaten in der EU. Polarisierung - Radikalisierung - Diskriminierung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2021
Die Polarisierung der Gesellschaft ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, das in kaum einer politischen Analyse fehlt. Trump, der Brexit, Migration und die fast schon wieder in den Hintergrund gerückte Fluchtbewegung aus dem Süden nach Europa, auch Globalisierung und Klimawandel, und die seit nunmehr einem Jahr anhaltende Coronapandemie … In all diesen Themenfeldern zeichnet sich tatsächlich eine ganz grundsätzliche Polarisierung der Positionierungen ab, die Zwischentöne überlagert. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift für Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit will in ihrem Schwer…

26,80 €
Die Generation, die ihre Demokratie wiederentdeckt
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2020
Klageschriften über die vermeintlich unpolitische und kaum engagierte Jugend gehörten über Jahre hinweg zu den Dauerbrennern der Presselandschaft. Passé, seitdem Greta Thunberg freitags die Schule bestreikte und ihrem Beispiel weltweit Millionen junger Menschen folgten. Die Jugend entdeckt die Klimakrise als Thema und macht sich Sorgen um die Zukunft des Planeten. In eine ganz gegenwärtige Kommunikationskrise trudelte die Regierungspartei CDU im vergangenen Jahr aufgrund eines Youtube-Videos: Unter dem Namen „Die Zerstörung der CDU“ hatte es der Youtuber „Rezo“ ins Netz gestellt. Millionen klickten das Zerstörungsvideo an und die überwiegende Mehrheit der über 30-Jährigen im Land fragte sich: Wer ist dieser Mensch mit den blauen Haaren und warum kann er eine bundespolitische Debatte anstoßen? Die Jugend ist also doch politisch und engagiert. Die Frage ist: Entdeckt die junge Generation die Demokratie wieder oder erfindet sie gerade ganz neue Antworten darauf, wie im Zeitalter sozialer Netzwerke Partizipation und Mitbestimmung gestaltet werden?

25,99 € - 26,80 €
30 Jahre Mauerfall. Demokratie und nun?
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2019
30 Jahre nach dem Fall der Mauer geht der Blick vielfach zurück auf die Ereignisse von 1989, aber auch auf die Zeit des für fast alle Menschen im Osten einschneidenden Umbruchs danach. Zunehmend kritisch wird nach den Transformationserlebnissen und danach, wie sie bis heute den Osten prägen, gefragt. Verknüpft wird dies auch mit der Frage, warum nun ausgerechnet in den ostdeutschen Bundesländern die Alternative für Deutschland (AfD) so erfolgreich ist und bei den jüngsten Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen 2019 zur zweitstärksten Kraft aufsteigen konnte (bei jungen Leuten wurde sie z. T. sogar stärkste), eine Partei, hart am rechten Rand, die gerade im Osten auch einen eindeutig völkisch-rechtsextremen Charakter hat. Die deutsche Geschichte lehrt, gegenüber mangelnder Demokratieerfahrung in der Bevölkerung, schleichender Aushöhlung und gezielten Umsturzversuchen durch politische Akteure höchst aufmerksam zu sein.

26,80 €
Mega Megatrend Klimawandel
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2020
Der Klimawandel ist eine der zentralen politischen Aufgaben der Gegenwart und stellt die Demokratie auf eine harte Bewährungsprobe. Denn die Bewältigung des Klimawandels erfordert langfristiges, konsequentes und gemeinsames Handeln, welches sich mit den langwierigen, komplexen und interessensabwägenden Abläufen von Demokratie bei gleichzeitig kurzfristiger Perspektive von Wahlperioden beißt. Darüber hinaus versuchen gegenwärtig  unterschiedliche rechtspopulistische und rechtsextremistische Akteure, die Verunsicherungen aufzugreifen und als einen weiteren ideologischen Baustein zur Infragestellung des demokratischen Systems fruchtbar zu machen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit versucht, verschiedene Facetten des Megatrends Klimawandel in seinen Bezügen zu politischen Tendenzen auszuleuchten.

24,99 € - 26,80 €
Shrinking Spaces
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2019
„Shrinking Spaces“ ist ein Begriff, der bisher vor allem im Kontext von Politik und Entwicklungszusammenarbeit bekannt ist und beschreibt die Zunahme schwindender Handlungsräume für zivilgesellschaftliche Organisationen in autokratischen Systemen. Doch zeigen sich auch in den etablierten Demokratien einzelne, aber immer deutlich konturiertere Facetten, welche von Shrinking Spaces zeugen. Legt man diese einzelnen Bruchstücke nebeneinander, so wird das Mosaik immer deutlicher, welches die zunehmende Einschränkung von Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft visualisiert. Der vorliegende Schwe…

26,80 €
Radikalisierung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2018
„Radikalisierung“ scheint als Überschrift für das aktuelle Zeitgeschehen (leider) gut zu passen und könnte für eine zukünftige historische Betrachtung unserer Zeit ein Schlüsselbegriff sein. Denn eine Radikalisierung lässt sich derzeit in mehrfacher Hinsicht beobachten: Im Hinblick auf den Zuwachs der extremen gesellschaftlichen Ränder einerseits und auf die rasante Erosion der scheinbar so stabilen Werte der gesellschaftlichen Mitte andererseits. Die unterschiedlichen Konzepte, die hinter dem Schlagwort „Radikalisierung“ stehen, sind in Wissenschaft und Praxis allerdings nicht unumstritten. Daher leuchten die Beiträge im neuen Schwerpunkt diesen Begriff aus verschiedenen Perspektiven kritisch aus.

26,80 €
Heuristiken
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2018
Gesellschaft und Politik sind in Bewegung, der Sog der öffentlichen und politischen Debatte zieht nach rechts.Dies trifft mit besonderer Wucht all jene, die von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind, aber auch diejenigen, welche sich professionell oder ehrenamtlich dagegen engagieren. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Praxis diverse Konzepte entwickelt worden, die systematisch Abwertung und Ausgrenzung von Personen analysieren „Sind wir gut und noch richtig aufgestellt?“ steht unter den sich verändernden gesellschaftlichen Vorzeichen laut und mit Dringlichkeit im Raum. Die Frage lautet schlicht: Was ist von den Konzepten (jeweils) brauchbar mit Blick auf die Herausforderungen der Zeit?

26,80 €
Zeitenwende
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2017
Die Aufnahme von Flüchtlingen seit dem Sommer 2015 wirkt wie ein Katalysator für  eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung. Vorhandene Vorurteile gegenüber gesellschaftlich schwachen Gruppen finden zunehmend ihre Bindung: In den Echokammern der Sozialen Netzwerke, auf der Straße bei Pegida oder in der stetigen Etablierung der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“. Welchen Folgen haben diese und andere Prozesse auf die Politische Kultur der Bundesrepublik? Wie stabil ist das demokratische System in Zeiten solcher vielfältiger Belastungsproben? Das neue Themenheft sucht aus unterschiedlichen Perspektiven nach Antworten.

26,80 €
Diskursverschiebung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2017
Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus in den vergangenen beiden Jahren finden zunehmend Diskursverschiebungen unter dem Schlagwort „Man wird doch noch sagen dürfen…“ auf der großen gesellschaftspolitischen Bühne statt; die innovative Praxis in diesem Feld beobachtet und thematisiert aber inzwischen auch das Eindringen in die familiäre Welt. Das Spektrum reicht dabei insgesamt vom Ringen der demokratischen Gesellschaft um ihre Wertvorstellungen und die Formen der angemessenen Auseinandersetzung bis hin zu Radikalsierungen im familiären und persönlichen Kontext. Mehr zum Konzept erfahren und Gratis-Probeheft anfordern: www.demokratie-gegen-menschenfeindlichkeit.de

26,80 €
NSU. Die Folgen
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2016
Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.

26,80 €
Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge?!
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2016
Eine zweimal jährlich erscheinende Fachzeitschrift kann nicht der Ort für die Diskussion tagesaktueller Ereignisse sein, jedoch erscheint die erste Ausgabe in einer Zeit, die unter den Vorzeichen eines möglicherweise tief greifenden gesellschaftspolitischen Wandels steht, der sich in einigen markanten Punkten immer deutlicher offenbart. An der sogenannten „Flüchtlingsfrage“ lässt sich aber wie unter dem Brennglas ablesen, was sich die neu gegründete Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ auf die Fahne geschrieben hat: die Beschreibung und Analyse von Themen und Herausforderungen aus Sicht von und für Wissenschaft und Praxis. Dazu gehören Analysen der aktuellen politischen Debatten und ihrer Auswirkungen auf die Praxis sowie der Wirkmächtigkeit menschenfeindlicher Stimmungsmache, die in Diskriminierung und Gewalt münden kann, aber eben auch die Vorstellung von Best-practice-Beispielen zivilgesellschaftlichen Engagements und die Darstellung der Herausforderungen für die Entwicklung einer demokratischen Kultur. Das aktuelle Heft greift einige der Themenstränge sowohl analytisch auf und ordnet sie empirisch und praxisbezogen ein.

26,80 €