Geschlechtersensible politische Bildung. Das rechtsextreme Geschlechterbild

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2022

herausgegeben von
Reiner Becker, Irina Bohn, Sophie Einwächter, Beate Küpper, Timo Reinfrank, Sophie Schmitt
unter Mitarbeit von
Hannes Delto, Angsar Drücker, Sophie G. Einwächter, Mona Flaskamp, Lisa Geffken, Maheba Goedecke Tort, Ilja Gold, Peps Gutsche, Julia Haas, Benjamin Kerst, Johannes Kiess, Heike Kleffner, Juliane Lang, Sonja Marzock, Jennifer Pross, Patricia Rams, Marie Reusch, Angelika Ribler, Sophie Schmitt, Lena Sierts, Johanna Sigl, Andreas Zick

Geschlecht und Geschlechterbilder spielen eine wichtige Rolle in Ideologie und Mobilisierung der rechtsextremen Szene. Doch Geschlechterverhältnisse verändern sich und führen zu personellen und ideologischen Veränderungen auch innerhalb der autoritären und extremen Rechten. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe Fragen zum Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlecht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Möglichkeiten und Herausforderungen einer geschlechtersensiblen politischen Bildungs- und Beratungsarbeit.

Bestellnummer: ZDgM1_22
ISSN: 2367-1939
Reihe: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit
Erscheinungsjahr: 2022
Auflage: 1
Seitenzahl: 144
Produktinformationen
Geschlecht und Geschlechterbilder spielen eine wichtige Rolle in Ideologie und Mobilisierung der rechtsextremen Szene. Doch Geschlechterverhältnisse verändern sich und führen zu personellen und ideologischen Veränderungen auch innerhalb der autoritären und extremen Rechten. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe Fragen zum Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlecht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Möglichkeiten und Herausforderungen einer geschlechtersensiblen politischen Bildungs- und Beratungsarbeit.
Inhaltsübersicht

Editorial

 

Schwerpunkt

 

Juliane Lang

Weiblichkeit in den Selbstinszenierungen von Protagonistinnen der autoritären und extremen Rechten

 

Marie Reusch

Mutterschaft als Trägerthema für völkische Ideologie. Thematisierungen und Inszenierungen von Mutterschaft in der extremen Rechten

 

Sophie Schmitt

Geschlechtersensible und -reflektierende politische Bildung in der politischen Bildung gegen rechts und darüber hinaus

 

Johanna Sigl, Lena Sierts

Die Neue Rechte im digitalen Raum: Zwei Herausforderungen für die geschlechterreflexive Rechtsextremismusprävention

 

Julia Haas, Ilja Gold

Beratung und Geschlecht – ein Einblick der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen in Herausforderungen und Umgangsweisen

 

Patricia Rams

Unpolitische Frauen, männliche Anführer und feminisierte Mitläufer – Geschlechterrollenstereotype Wahrnehmungsfilter in aktuellen Strafverfahren zu rechter Gewalt

 

Forum

 

Peps Gutsche

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit (extrem) rechten Positionen an Hochschulen

 

Hannes Delto, Benjamin Kerst, Andreas Zick

Radikalisierte Mitglieder in Schützenvereinen

 

Angelika Ribler

Werteklärung im Hessischen Schützenverband. Begleitung einer Selbstreflexion

 

Marktplatz

 

Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten in der Migrationsgesellschaft

 

Handreichung zur Gewaltprävention in Lehr- und Lernkontexten online

 

Antisemitische Verschwörungsmythen in Zeiten der Coronapandemie: Das Beispiel QAnon

 

„Entschwörung konkret: Wie viel Geschlecht steckt in Verschwörungsideologien?“ Handreichung der Fachstelle für Politische Bildung und Entschwörung

 

„Sachsen in Arbeit. Trends und Analysen der sächsischen Arbeitswelt“

 

CoRE-NRW Forschungsbericht zu Radikalisierung und Extremismus (2021)

 

Neues Kooperationsprojekt in Berlin: “entschwört. Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld“

 

Funktionalisierte Kinder in extrem rechten Familien

 

Die Bundestagswahl 2021: Welche Rolle Verschwörungsideologien in der Demokratie spielen

 

Einstufung der Zeitschrift „Compact“ als gesichert extremistisch

 

„Bedroht zu werden, gehört NICHT zum Mandat“ Ein Ratgeber zum Umgang mit rechten Bedrohungen und Angriffen für Kommunalpolitiker:innen und Kommunalverwaltung,“ hg. VBRG e. V. und BMB e. V

 

Buchbesprechungen

 

Josephina Strößner

Musik und Rechtsextremismus, Themenheft in: DIE TONKUNST

 

Benno Hafeneger

Die AfD ist rassistisch und rechtsextrem

 

Autorinnen und Autoren

 

Autor*innen

Hannes Delto

ist PostDoc am Lehrstuhl Sozialwissenschaften des Sports der Justus-Liebig-Universität Gießen und kooptiert am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld.

 

Ansgar Drücker

ist Diplom-Geograf und Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA e. V.).

 

Mona Flaskamp

ist Assistant Director for Political Affairs beim AJC Berlin. Ihr Fokus liegt auf Antisemitismus, Rechtsextremismus und Islamismus.

 

Lisa Geffken

studierte Sozialökonomie (B.A.)/Gesellschaftstheorie (M.A.) und arbeitet als Projektleitung der „Fachstelle für politische Bildung und Entschwörung“.

 

Maheba Goedeke Tort

ist Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin. Beim Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) verantwortet sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zuvor war sie bereits in der Wissenschaftskommunikation tätig.

 

Ilja Gold

arbeitet als Referent für politische Bildung sowie Systemischer Berater (DGSF) und ist wiss. Mitarbeiter im NS-DOK der Stadt Köln. Er studierte Politik- und Erziehungswissenschaft sowie Organisationsentwicklung und ist Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln.

 

Peps Gutsche

hat Sozialwissenschaften (B.A.), Gender, Media and Culture (M.A.) sowie Medien und Bildung (M.A) studiert. Peps Gutsche ist freiberuflich in der politischen Bildungsarbeit zur extremen Rechten, Geschlechterverhältnissen und digitaler Bildung tätig.

 

Julia Haas

ist Soziologin und Mitarbeiterin der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e. V. Sie arbeitet auf wissenschaftlicher und bildungspolitischer Ebene zu den Themen Frauen in der extremen Rechten und Antifeminismus.

 

Benno Hafeneger Prof. (em.) Dr.

lehrte und forscht am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg

 

Benjamin Kerst

M.A. der Philosophie und M.A. der Soziologie, ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Düsseldorf (HSD). Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind Radikalisierung und Nicht-Radikalisierung sowie neuere Phänomene der Extremen Rechte.

 

Heike Kleffner

ist Journalistin und Geschäftsführerin des VBRG e. V.. Sie ist Mitherausgeberin der Sammelbände „Fehlender Mindestabstand: Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde“ (Herder 2021), Extreme Sicherheit: Rechtsradikale in Polizei, Justiz, Bundeswehr und Verfassungsschutz“.

 

Johannes Kiess

ist PostDoc am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie und politische Soziologie Europas an der Universität Siegen und stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts an der Universität Leipzig.

 

Juliane Lang

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am politikwissenschaftlichen Institut der Universität Giessen. Sie arbeitet wissenschaftlich und in der politischen Bildungsarbeit zur extremen Rechten mit einem Fokus auf Geschlecht und Geschlechterverhältnisse.

 

Sonja Marzock

ist als Projektleitung des Demokratieprojekts „entschwört. Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld“ tätig. Davor hat die Politik- und Sozialwissenschaftlerin in Forschungsprojekten sowie als Lehrbeauftragte gearbeitet.

 

Jennifer Pross

ist Fachreferentin für Kommunikation beim Bundesverband Mobile Beratung e. V., zuvor Projektleiterin für Pressegespräche beim Mediendienst Integration.

 

Patricia Rams

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterforschung und Ungleichheitsverhältnisse, unter anderem in Hinblick auf das Feld der Strafverfolgung.

 

Marie Reusch

ist Politikwissenschaftlerin und forscht und lehrt zu Rechtsextremismus, Geschlechterverhältnissen und sozial-ökologischer Transformation und insbesondere zu den Schnittstellen dieser drei Themen.


Angelika Ribler

Dipl. Psychologin und Dipl. Sportwissenschaftlerin, ist Referatsleiterin für Jugend- und Sportpolitik der Sportjugend Hessen.

 

Sophie Schmitt

ist Pädagogin und Politikwissenschaftlerin. Als Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen arbeitet und forscht sie zur politischen Bildung in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen.

 

Lena Sierts

ist Bildungsreferentin für das Modellprojekt „Prisma – Medienpädagogische Intervention im Feld der Neuen Rechten“ in Trägerschaft des CJD Hamburg und ist Teil des Netzwerkes „feministische Perspektive und Intervention gegen die (extreme) Rechte“ (femPI)

 

Johanna Sigl

ist Professorin für politische Bildung und Soziale Arbeit an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Sie arbeitet mit einer geschlechterreflektierenden Perspektive zu den Themen Rechtsextremismus und sexualisierte Gewalt.

 

Josephina Strößner

ist als Lehrbeauftragte für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock tätig. Seit dem Wintersemester 2020/2021 promoviert sie bei Frau Prof. Dr. phil. habil. Yvonne Wasserloos.

 

Andreas Zick

ist Professor für Sozialisation und Konfliktforschung, leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld.

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Die Szenerie wird noch unübersichtlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, daß auch die Trägerverbände und Institutionen ein je spezifisches Eigenleben führen. Die Praxis hat sich im Laufe zahlreicher Jahre entwickelt, professionelles Wissen und Handeln ist aus bildungs- und trägerpolitischen Zielsetzungen, Besonderheiten der Adressaten- und Teilnehmerkreise, Spezifika der Einzugsbereiche, binneninstitutionellen Regelungen und unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen entstanden. So ist die gesamte außerschulische politische Jugend-/Erwachsenenbildung mit einem Planetarium zu vergleichen, in welchem die einzelnen Körper ihre Bahnen ziehen. Trotzdem werden sie durch Gravitationskräfte zusammengehalten. Ansonsten wäre nicht zu erklären, wie bei aller Getrenntheit und Unterschiedlichkeit zur selben Zeit dieselben Themen und an einer Vielzahl von entlegenen Bildungsorten und -stätten die gleichen Arbeitsformen präsentiert und realisiert werden. Es besteht trotz großer Pluralität ein gemeinsamer professioneller Standard außerschulischer politischer Jugend- und Erwachsenenbildung. Das Ziel dieses Lexikonbandes ist es, die gegenseitige Kenntnisnahme der diversen Träger und Institutionen, die hier aktiv sind, anzuregen und zu unterstützen. Es sollen wechselseitige Infomationen über die Arbeitsansätze und -beispiele ermöglicht sowie eine die eigenen Grenzen überschreitende Kommunikation erleichtert werden. Der Band will der Vorbereitung auf eine Tätigkeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung, der Weiterbildung pädagogischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dem professionellen und fachlichen Informations- und Meinungssowie der allgemeinen politischen Bildung aller Interessierten dienen. An diesem Vorhaben haben sich etliche ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie erfahrene Praktikerinnen und Praktiker beteiligt. Das Theorie-Praxis-Verhältnis ist gestört, die wechselseiztige Beziehungnahme defizitär. Da Theorie ohne Praxis Bodenhaftung verliert und Praxis ohne Theorie keinen Horizont hat, ist ein Theorie-Praxis-Diskurs zum Nutzen der politischen Bildung unabdingbar notwendig. Er ist dringend verbesserungsbedürftig. Diesem Anspruch soll die Tatsache Rechnung tragen, daß theoretisch und praktisch Arbeitende ihr wissenschaftliches und berufsrelevantes Wissen darstellen. Darüber hinaus sollen die einzelnen Segmente und Plätze sichtbar, Organisationen, Träger und Institutionen vorgestellt werden. Dem wird entsprochen durch die Vielzahl von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Herkunft und (universitärer, wissenschaftstheoretischer, bildungspolitischer, verbandlicher, parteilicher, trägerspezifischer, gruppenbezogener, konfessioneller, regionaler) Verortung, die nun in einem Band versammelt sind. Am Ende ihrer Beiträge sind Hinweise auf parallele, ergänzende und weiterführende Artikel im selben Band zu finden. 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Geschlecht und Geschlechterbilder spielen eine wichtige Rolle in Ideologie und Mobilisierung der rechtsextremen Szene. Doch Geschlechterverhältnisse verändern sich und führen zu personellen und ideologischen Veränderungen auch innerhalb der autoritären und extremen Rechten. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe Fragen zum Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlecht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Möglichkeiten und Herausforderungen einer geschlechtersensiblen politischen Bildungs- und Beratungsarbeit.
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Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.
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