Fachbücher im Wochenschau Verlag für politische, historische und ökonomische Bildung
Die Demokratie gerät immer stärker unter Druck, daher sind Demokratiepädagogik und Demokratiebildung in den letzten Jahren zu zentralen Bezugspunkten bildungspolitischer Programme, schulischer Innovationen und wissenschaftlicher Debatten geworden. Doch Demokratie ist kein stabiler Referenzpunkt pädagogischen Handelns, sondern ein umkämpftes Deutungsfeld, in dem unterschiedliche theoretische Traditionen, politische Erwartungen und institutionelle Logiken aufeinandertreffen. Dieser Band bildet den aktuellen Stand der (inter)nationalen Diskussion ab. Die Autoren zeigen, wie aktuelle Demokratiepädagogik und Demokratiebildung gestaltet werden können. Studierende und Praktiker:innen erhalten neben einer theoretischen Fundierung zahlreiche Anregungen für die alltägliche Praxis.
Müssen Menschen ihre Arbeit verlieren, damit das Geld seinen Wert behält? In diesem Heft erarbeiten sich Schüler*innen anhand eines zentralen Zielkonflikts Definitionen, Konzepte und Maßnahmen der Wirtschaftspolitik. Dabei vergleichen sie angebots- und nachfrageorientierte Ansätze. Auch Grundlagen wie das Marktmodell oder der Konjunkturzyklus werden in diesem Basisheft behandelt und kritisch reflektiert.
Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist der Nahostkonflikt erneut eskaliert. Das Heft unterstützt Schüler*innen dabei, Konfliktdynamiken, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus, eigene Emotionen und Social Media reflektiert zu verstehen.
Handelskonflikte, Machtstreben und technologische Rivalität rücken Geopolitik in den Fokus. Dieses WOCHENSCHAU-Vertiefungsheft beleuchtet Raumkonzepte und analysiert geopolitische Brennpunkte sowie die strategische Rolle von Wirtschaft und Technologie.
Rentenmark, Reichsfarben, Achtstundentag: Der Band versammelt 41 kommentierte Quellen aus dem Bundesarchiv zur Weimarer Republik (1923–1930). Bundesarchiv und Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands haben die Dokumente gemeinsam ausgewählt und um didaktische und methodische Hinweise ergänzt – eine einzigartige Verbindung aus Archivkompetenz und Unterrichtspraxis. So sparen Sie sich die Recherche und holen Originalquellen direkt in Ihren Unterricht.
In Krisenzeiten erhält die politische Bildung gerne die Aufgaben der Feuerwehr: Sie soll das Klima retten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und autoritären Entwicklungen zur Rettung der Demokratie entgegenwirken. Wie Akteur*innen der politischen Bildung hiermit umgehen können, diskutieren die Beiträge dieses Sammelbands.
Die Reihe eröffnet neue Perspektiven auf Grundschule und Grundschulpädagogik. Sie greift aktuelle nationale und internationale Diskurse auf, verbindet theoretische, empirische und konzeptionelle Zugänge und widmet sich Herausforderungen und Zukunftsfragen einer Grundschule im Wandel – von Inklusion, Demokratiebildung und Ganztag bis hin zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und globalem Lernen. Die Reihe richtet sich damit an Akteur*innen aus Praxis und Wissenschaft gleichermaßen. Der erste Band enthält Impulse für Studium, Schule und Forschung und lädt dazu ein, Grundschule zu reflektieren, weiterzudenken und zukunftsorientiert mitzugestalten.
Niklas Fischer zeigt, wie die „Neue Rechte“ mit ihren Publikationen zentrale Konsense der NS-Aufarbeitung infrage stellt und versucht, das gesellschaftliche „Meinungsfenster“ im Sinne ihrer völkischen Ideologie zu verschieben. Im Mittelpunkt stehen Erzählungen von „deutschen Opfern“, verlorener Identität und angeblicher „Überfremdung“, die als Folge einer vermeintlich linken Hegemonie gedeutet werden. Die Analyse arbeitet die Muster dieser metapolitischen Agitation heraus – von der Klage über die „Nazikeule“ bis zur Kritik am „Schuldkult“ – und macht die Funktion der geforderten „erinnerungspolitischen Wende“ sichtbar. Abschließend entwickelt Fischer Anregungen für einen reflektierten Umgang mit solchen Deutungskämpfen in Bildungsprozessen.
Kaum ein Begriff prägt die Selbstbeschreibung demokratischer Gesellschaften gegenwärtig so stark wie der der Polarisierung. Er erscheint als Signatur unserer Zeit, in politischen Debatten ebenso wie in medialen Deutungen und sozialwissenschaftlichen Diagnosen. Doch je selbstverständlicher von einer „gespaltenen Gesellschaft“ die Rede ist, desto weniger klar wird, was damit eigentlich gemeint ist: ein messbares Auseinanderdriften von Einstellungen, eine verschärfte Wahrnehmung unterstellter Gegensätze, eine affektive Zuspitzung politischer Gegnerschaft oder ein diskursives Phänomen, das die beklagte polarisierte Spaltung selbst mit hervorbringt? Dieses Politikum-Heft setzt der vorschnellen Diagnose eine genauere Betrachtung entgegen. Polarisierung ist kein einheitliches Phänomen, sondern ein Bündel miteinander verschränkter Prozesse, die auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Sinnvoller als von der Polarisierung zu sprechen ist es daher, Polarisierungen in den Blick zu nehmen, ihre soziale, kulturelle, affektive, diskursive und institutionelle Ausprägung mit je eigener Logik. Die Autor:innen prüfen empirisch, ob sich Einstellungen tatsächlich voneinander entfernen - oder vor allem deren Wahrnehmung. Sie rekonstruieren, wie politische Akteure, Medien und digitale Öffentlichkeiten Gegensätze kommunikativ verschärfen. Sie analysieren affektive Dynamiken von Misstrauen und politischer Abwertung bis in die Mitte der Gesellschaft hinein. Und sie fragen, wie Parlamente, Wählermärkte und die lokale Demokratie diese Spannungen verarbeiten oder verstärkt unter Druck geraten.Damit zielt das Heft auf eine entscheidende Klärung. Es trennt analytisch, was zu oft verschwimmt: legitimen demokratischen Streit von dysfunktionaler Polarisierung, die Systemvertrauen und Kompromissfähigkeit untergräbt. Für gesellschaftliche Akteure, politische Praxis und politische Bildung liegt darin der eigentliche Gewinn. Denn wer Demokratie verteidigen will, muss zuerst verstehen, was sie gefährdet und was sie ausmacht.
Die Digitalisierung prägt Bildung und Didaktik grundlegend – auch in der ökonomischen Bildung. Der Sammelband beleuchtet systematisch Chancen, Herausforderungen und Schnittstellen digitaler Entwicklungen. Die Beiträge zeigen, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technik hinausreicht: Sie verändert epistemische Grundlagen, didaktische Ansätze, Werthaltungen, Rollenbilder und Kompetenzanforderungen. Die Autor*innen thematisieren unter anderem Einstellungen und Kompetenzen von Lehrenden, erweiterte didaktische Möglichkeiten sowie neue Anforderungen, die die Digitalisierung an die ökonomische Bildung stellt.
Rechtsextreme Einzeltäter sind selten „plötzliche Ausnahmen“ – sie sind Produkt einer Dynamik von innerer Krise und äußerer Resonanz. Dieses Buch entwickelt dafür einen neuen Ansatz: Es verbindet psychologische Radikalisierungsprozesse wie Entfremdung, Ohnmacht, Sinnsuche, Kompensation und kognitive Verzerrungen mit politikwissenschaftlichen Bedingungen wie der Normalisierung extremistischer Diskurse, verschobenen Sagbarkeitsgrenzen, Populismus, digitaler Kommunikation und identitärer Metapolitik. So entsteht eine integrative Theorie, die Fälle rechtsextremer Einzeltäter erklärbar macht – und konkrete Warnsignale sowie Ansätze für Prävention aufzeigt.
Demokratie wird häufig aus der Perspektive der Politik erklärt. Dieses Buch erweitert den Blick: Es führt verständlich in zentrale Begriffe des demokratischen Systems ein und zeigt, wie die im Grundgesetz verankerte Staatsgewalt organisiert ist und wie sie vom Volk ausgehen soll.Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur politische Institutionen, sondern vor allem die Bürger*innen als handelnde Akteur*innen. Carla Riepenhoff macht deutlich, welche Möglichkeiten sie haben, über Legislative, Exekutive und Judikative Einfluss zu nehmen, Rechte wahrzunehmen und Demokratie aktiv mitzugestalten.Praxisnahe Hinweise ergänzen die Einführung und zeigen, wie demokratische Beteiligung konkret aussieht.
Die Zeitschrift „Die Ganztagsschule“ präsentiert Analysen und bietet Impulse für alle, die im Ganztag arbeiten: in Schulen, Kommunen und Verwaltungen, in Verbänden und Bildungsinstitutionen. Diese Ausgabe von widmet sich der Frage, wie Ganztag Schule, Lernkultur und Gesellschaft aktiv mitgestaltet. Beiträge aus Wissenschaft, Praxis und Verbandsarbeit zeigen, welche Strukturen, Kooperationen und Unterstützungssysteme es braucht, damit Ganztag Qualität, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit fördert. Im Fokus stehen aktuelle Herausforderungen wie der Rechtsanspruch, multiprofessionelle Zusammenarbeit, demokratische Schulentwicklung, BNE, Neurodivergenz und die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte.
Fake News/Meinungsfreiheit, Umwelt, Gerechtigkeit, Asyl und Religionsfreiheit – diese Themen prägen die heutige Zeit, auch Schüler*innen spüren dies. Im Rahmen eines Projekts der Jungen Akademie hielten Schüler*innen ihre Wahrnehmungen (politischer) Begriffe in Bildern fest. Diese Projektergebnisse sind die Grundlage für das Unterrichtsmaterial dieses Buches zu ausgewählten Artikeln des Grundgesetzes. Darüber hinaus werden Reflexionen zum Projekt und Ideen zur Umsetzung an der eigenen Schule geteilt. Es lohnt sich: Bilder eröffnen neue Zugänge über einen Weg, der im Politikunterricht selten angeboten wird.
Dieses Lehr- und Studienbuch ist das erste, das den professionellen Umgang mit Schulbüchern der politischen Bildung umfassend vermittelt. Es zeigt Schritt für Schritt, wie Politikschulbücher analysiert, didaktisch verstanden und kritisch bewertet werden können. Auf Basis einer empirisch fundierten Politikdidaktik bietet der Band unmittelbar einsetzbare Verfahren für Lehre und Selbststudium.
Historische Karten eröffnen faszinierende Perspektiven auf Räume und Weltbilder der Vergangenheit. Damit sie im Unterricht mehr leisten als Illustration, liefert das Buch die nötigen Entstehungs- und Nutzungskontexte. Beispiele von der Antike bis zur Neuzeit, passende Textquellen und Arbeitsaufträge stärken Analyse- und Urteilskompetenz im Geschichtsunterricht – digital, quellenbasiert und fächerübergreifend.
Welche impliziten „Spielregeln“ nutzen Jugendliche im Umgang mit Geschichte? Diese Frage untersucht Daniel Fastlabend-Vargas am Beispiel von Deutungsaushandlungen zu Kolonialfotografien anhand kontrastiver Gruppendiskussionen. Auf Grundlage einer praxeologischen Perspektive auf geschichtskulturelle Praktiken werden kontrastive Umgangsweisen sichtbar – von konventions- und kenntnisorientierten bis hin zu lebensweltlichen und gesellschaftskritischen Zugängen. Darüber hinaus rekonstruiert die Studie Spannungsfelder der Deutung von Kolonialgeschichte, des Umgangs mit Perspektivität und der Geschichtsvorstellungen Jugendlicher, aus denen sich Impulse für Theorie und Praxis ableiten lassen.
Mit der Lehrplanreform 2023 wurde für das Fach Geschichte und Politische Bildung in Österreich ein neues Kapitel aufgeschlagen. Kompetenzorientierung, fachliche Konzepte und reflexive Grundbildung bilden den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Faches. Der Band versammelt die Beiträge der 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Geschichtsdidaktik Österreich (GDÖ) und bietet Einblicke in aktuelle geschichts- und politikdidaktische Forschung. Neben dem vollständigen Lehrplantext und dem offiziellen Lehrplankommentar behandeln die Beiträge Themen wie Demokratiebildung, historisches und politisches Denken, Wissensbestände, Europabildung sowie innovative empirische Forschungszugänge.
Wie wird Geschichte in Russland, Polen und Deutschland instrumentalisiert und zu welchen Zwecken? Polen zwischen den Großmächten im Osten und im Westen litt durch seine Teilungen und durch den sogenannten „Hitler-Stalin-Pakt 1939“ enorm unter dieser Lage und hat aus diesem Opfernarrativ ein nationales Selbstbild entworfen, das die Selbstvergewisserung in einer Rückbesinnung „auf die Helden und Opfer der Nation“ fokussiert.Ein Opfernarrativ bedienen auch nationalistische Kräfte in Deutschland, die die Erinnerungskultur der Bundesrepublik nach 1945 umdeuten und ein Bild der nationalen Stärke zeichnen wollen. Jens-Christian Wagner zeigt auf, wie sich dieses Narrativ in der Gedenkstättenarbeit negativ bemerkbar macht.Auch das gegenwärtig in Russland vorherrschende Narrativ ist illiberal, im Unterschied zu den beiden anderen europäischen Beispielen aber an imperialen Großmachtambitionen orientiert. Immo Rebitschek belegt diese russische Lesart der Geschichte am Geschichtslehrbuch für die Oberstufe, das im April 2022 zum ersten Mal veröffentlicht und 2023 auch in den besetzten Gebieten der Ukraine verteilt wurde.In allen drei Fällen wird die Vielfalt der Instrumentalisierung der Geschichte deutlich, um eine eigene nationale oder gar imperiale Überlegenheit zu beanspruchen. In Europa zeigt sich ein Zeitgeist, der im Kampf um Hegemonien die Deutung der Geschichte als wichtiges kulturelles Mittel begreift, um Herrschaft zu erringen oder zu stützen. Jens-Christian Wagners Postulat, kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern, ist daher ein politisch immer notwendigerer Akt, auch im Geschichtsunterricht.
Dieses Buch stellt die Befunde einer repräsentativen Analyse der Zentralabiturprüfung 2022 im Fach Geschichte auf erhöhtem Anforderungsniveau in Niedersachsen vor. Im Mittelpunkt stehen die anspruchsvollste Prüfung im Fach Geschichte sowie die Resultate von knapp 500 Schüler*innen am Ende der Schullaufbahn. Die Studie präsentiert quantitative und qualitative Befunde zur Analyse der Aufgabenstellungen und Erwartungshorizonte sowie zu den Leistungen der Schüler*innen. „Geschichte prüfen“ versteht sich als Diskussionsbeitrag zu Leistungserwartungen und Performanzen der Schüler*innen im Fach Geschichte.
Die Frage, wie mit den nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen werden soll, beschäftigt die Politik, die Fachwissenschaften und -didaktiken sowie Kunst und Kultur seit dem Ende der faschistischen Herrschaft. Dieser Band schlägt dazu einen breiten, der historisch-politischen Bildung verpflichteten Zugang vor. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah steht somit immer auch mit der Gegenwart in Verbindung. Der Einzelne reflektiert über die eigene Lebenswelt sowie seine Eingebundenheit in wirtschaftliche und gesellschaftliche (Herrschafts-)Strukturen. Zugleich wird er angeregt, die Gesellschaft – demokratisch und den Menschenrechten angemessen – mitzugestalten.




















