Kinder und Demokratie
Zwischen Theorie und Praxis
- herausgegeben von
- Yvonne Blöcker, Nina Hölscher
- unter Mitarbeit von
- Yvonne Blöcker, Nina Hölscher, Daniela Kallinich, Johanna Klatt, Johannes Melchert, Matthias Micus, Susanne-Verena Schwarz, Miriam Zimmer
Welche Vorstellungen von Demokratie haben Grundschulkinder? Die Frage, inwieweit Demokratiebildung mit Kindern erfolgen kann und soll, ist in den letzten Jahren vor allem in den Erziehungswissenschaften und der Politikdidaktik intensiv diskutiert worden. Im Zentrum dieser Debatte stehen sowohl theoretische Überlegungen zu möglichen inhaltlichen Zielen und der thematischen Schwerpunktsetzung der Demokratiebildung als auch daran anknüpfend Fragen der praktischen Umsetzung im pädagogischen Alltag. Dieser Sammelband bringt diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen zusammen und erweitert zudem den Blick auf das Thema Kinder und Demokratie um eine explizit politikwissenschaftliche Perspektive. Denn: Demokratische Werte und Prozesse werden nicht erst im Jugend- oder Erwachsenenalter erfahren, sondern bereits in der Kindheit.
Der Band befasst sich daher mit Demokratievorstellungen von und Demokratiebildung mit Grundschulkindern. Ausgehend von einer theoretischen Herleitung aus der Erziehungswissenschaft sowie der Demokratie- und Politikwissenschaft erfolgen lebensweltbezogene Auswertungen aus dem Forschungsprojekt „Göttinger Kinderdemokratie“. Die Autorinnen und Autoren zeigen dabei zum einen, welche Demokratievorstellungen Kinder haben und wie sie mit Demokratie umgehen. Zum anderen verdeutlichen sie die Relevanz einer Zusammenführung von Theorie und Praxis für Demokratiebildung und -forschung.
Die Texte richten sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Demokratie-, Politik- und Bildungsforschung, Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen, Bildungsarbeiterinnen und Bildungsarbeiter, aber auch an alle an der Thematik interessierten Leserinnen und Leser jenseits dieser professionellen Bereiche.
24,80 €
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 2-5 Tage
| Bestellnummer: | 40002 |
|---|---|
| EAN: | 9783734400025 |
| ISBN: | 978-3-7344-0002-5 |
| Format: | Broschur |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2014 |
| Seitenzahl: | 240 |
- Inhaltsübersicht Yvonne Blöcker, Nina Hölscher Einleitung I. Theoretische Hinführung Johanna Klatt, Matthias Micus Politikwissenschaft als D… Mehr
- Autor*innen Yvonne Blöcker, geboren 1986, ist Politikwissenschaftlerin am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Sie studierte Poli… Mehr
- Stimmen zum Buch "Deshalb ist die Lektüre des Bandes allen in der politischen Bildung tätigen sowie an Fragen der Demokratieforschung interes… Mehr
Yvonne Blöcker, Nina Hölscher
Einleitung
I. Theoretische Hinführung
Johanna Klatt, Matthias Micus
Politikwissenschaft als Demokratiewissenschaft: Das Projekt Kinderdemokratie in einer Traditionslinie des Göttinger Soziologen Helmuth Plessner
Yvonne Blöcker, Johannes Melchert
Zum Verhältnis von Kindern und Politikwissenschaft
Nina Hölscher, Susanne-Verena Schwarz
Zum Verhältnis von Kindern und Demokratiebildung
Daniela Kallinich
Fokusgruppen und Interviews mit Kindern – Diskussion und Praxisbericht
II. Auswertungen zu Demokratievorstellungen von Kindern
Yvonne Blöcker
Politisches Selbstzutrauen, Frustrationstoleranz und Partizipation von Kindern:
„Mir hat am besten gefallen, dass wir Politiker waren und selbst etwas bestimmen durften.“
Johannes Melchert
Politische Themen: Was Grundschulkindern wichtig ist
Yvonne Blöcker, Nina Hölscher, Miriam Zimmer
Demokratie in Bildern – Eine Analyse von Kinderzeichnungen zum Thema Miteinander leben.
Yvonne Blöcker, Nina Hölscher
Wie Kinder mit Meinungspluralismus am Beispiel von Mehrheitsentscheiden umgehen:
„In Deutschland ist das so, die Mehrheit bestimmt.“
Nina Hölscher Kinder und Konflikte – Überlegungen zu einer demokratischen Streitkultur
Miriam Zimmer
Wie verhandeln Kinder? Eine empirische Studie zur kommunikativen Kompetenz von Grundschülerinnen
und Grundschülern in politischen Verhandlungsgesprächen.
III. Demokratiebildung in der Praxis
Johannes Melchert, Susanne-Verena Schwarz
Planspiele in der Politischen Bildung – auch mit Kindern
Susanne-Verena Schwarz
Evaluation der Göttinger Kinderdemokratie: Was lernen Kinder in dem kommunalpolitischen Planspiel Felddorf über Demokratie?
Nina Hölscher, Yvonne Blöcker
Resümee und zukünftige Entwicklungsperspektiven
Yvonne Blöcker,
geboren 1986, ist Politikwissenschaftlerin am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Sie studierte Politik und Germanistik in Göttingen und schreibt zurzeit ihre Dissertation über Demokratie- und Politikvorstellungen von Kindern in Migrationsmilieus.
Nina Hölscher,
geboren 1985, ist Politikwissenschaftlerin am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Sie studierte in Göttingen und in den USA Politik und Englisch auf Lehramt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Demokratiebildung, Demokratievorstellungen von Kindern und Lehrkräften sowie Sprache und Bildungsungleichheiten.
Daniela Kallinich,
geboren 1985, ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Göttinger Institut für Demokratieforschung und hat Methoden qualitativer Sozialforschung in unterschiedlichen Forschungskontexten angewendet. Sie verfasst derzeit eine Dissertation über französische Zentrumsparteien.
Johanna Klatt,
geboren 1982, ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Sie studierte in Göttingen und Lissabon und forscht zu den Themen Partizipation, Zivilgesellschaft und soziale Ungleichheit.
Johannes Melchert,
geboren 1982, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Kinderdemokratie am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Er studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Greifswald.
Dr. Matthias Micus,
geboren 1977, ist Akademischer Rat am Göttinger Institut für Demokratieforschung.
Susanne-Verena Schwarz,
geboren 1982, ist Erziehungswissenschaftlerin mit sozialwissen-schaftlichem Schwerpunkt und arbeitet seit 2005 als Referentin für politische Bildung, u.a. als Betzavta-Trainerin. Ihre Forschungsthemen sind Demokratie, Antidiskriminierung und Mehr-heitsentscheide in politischer Theorie und Demokratiepädagogik.
Miriam Zimmer, M.A.,
geboren 1985, ist Kultursoziologin, Sprecherzieherin und Kommunikationstrainerin. Bis 2014 arbeitete sie am Göttinger Institut für Demokratieforschung im Projekt Kinderdemokratie. Darüber hinaus ist Frau Zimmer als Trainerin und Referentin in den Bereichen politische Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie Rhetorik tätig.
"Deshalb ist die Lektüre des Bandes allen in der politischen Bildung tätigen sowie an Fragen der Demokratieforschung interessierten Pädagoginnen und Pädagogen wie auch Wissenschaftlicherinnen und Wissenschaftlern gleichermaßen ausdrücklich empfohlen."
Martina Tschirner, POLIS
Sie könnten auch an folgenden Titeln interessiert sein
Politische Bildung mit Kindern? Geht das überhaupt? Sind Kinder nicht viel zu jung für Politik? Sollte man sie damit belasten? Braucht man nicht ein gewisses Abstraktionsvermögen, um Politik zu begreifen? Die aktuelle Ausgabe der POLIS möchte dazu beitragen, die politische Bildung mit Kindern nicht nur in der Grundschule, sondern auch in der frühkindlichen Bildung und im außerschulischen Bereich starker in den Blick zu nehmen. Denn politische Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der bereits im frühen Kindesalter beginnt.
Dieses Buch liefert tiefe Einblick in die Schwierigkeiten, die sich im Umgang mit menschenfeindlichen Herausforderungen im schulischen Kontext ergeben. An 32 realen und aufwendig illustrierte Fallsituationen werden Handlungsmöglichkeiten dargestellt und diskutiert. Als Materialgrundlage stellt es praktische Hilfen und grundlegende Einsichten für die Arbeit von Lehrer*innen und Dozent*innen bereit.
Zum Buch In einer kindgerechten Schule können sich Kinder sicher und geborgen fühlen, ohne Mobbing und Gewalt lernen, ihre Potenziale entwickeln, sich beteiligen und Verantwortung übernehmen. Die UN-Kinderrechtskonvention bietet eine hervorragende Grundlage für die Entwicklung von Schule zu einem wertgestützten und demokratischen Lern- und Lebensraum. Mit diesem Praxisbuch stellen die Autorinnen und Autoren eine Vielzahl guter Beispiele vor, wie Kinderrechte an der Schule gelernt und gelebt werden können – als gemeinsame Aufgabe für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und pädagogische Fachkräfte. Die passenden Praxismaterialien sind als Download zum Ausdrucken erhältlich. Das Buch ist für die Grundschule und die Sek. I geeignet. Zum Downloadmaterial Die Praxismaterialien bieten Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften aus Grundschulen Hilfestellungen zur Umsetzung der Kinderrechte im Schulalltag. Eine umfangreiche Sammlung von Arbeitsblättern zu zehn wichtigen Kinderrechten für Unterricht und Projektarbeit mit Kindern (differenziert nach den Altersstufen 5 bis 7 und 8 bis 12 Jahre) wird ergänzt durch eine kindgerechte Einführung zur UN-Kinderrechtskonvention, einen Methodenpool sowie eine Liste mit weiterführender Literatur und Links. Die Materialien ergänzen das gleichnamige Buch (ISBN 978-3-95414-067-1) sowie die bereits erschienenen Praxismaterialien für die Sek. I (ISBN 978-3-95414-128-9).
Wochenschau Wissenschaft
Jugendkultur ist nicht nur urban. Auch auf dem Land schaffen junge Menschen eigene Räume, Gemeinschaften und kulturelle Szenen, oft mit viel Eigeninitiative. Dieses Buch zeigt, wie Jugendliche ländliche Lebenswelten gestalten, welche Rolle Selbstorganisation, Ehrenamt und Teilhabe spielen und wo Ausgrenzung oder fehlende Infrastruktur Handlungsspielräume begrenzen. Empirische Studien und Praxisbeispiele führen von queeren Lebenswelten über Jugendclubs, Feuerwehr und Kirchenräume bis zu Beteiligungsprojekten. So entsteht ein vielschichtiger Blick auf Jugendkulturen jenseits des Stadt-Land-Klischees und auf die Frage, was junge Menschen brauchen, damit ihre Ideen vor Ort Wirkung entfalten.
Alle Gesellschaften erzählen ihre Geschichte ein ums andere Mal, in der Schule und in anderen kulturellen Kontexten. Dabei aber das historische Denken und das Geschichtsbewusstsein zu fördern, ist weniger verbreitet. Denn das bedeutet, die simplifizierten und simplifizierenden Versionen der Vergangenheit infrage zu stellen, die voller nationaler Meistererzählungen stecken. Es ist nötig, diese zu hinterfragen, sich mit den Praktiken von Historikern und Sozialwissenschaftlern auseinanderzusetzen und ein kritisches Denken zu entwickeln. Mit zahlreichen Beispielen aus der Geschichte verschiedener Länder und in verständlicher Sprache, die sich an ein breites Publikum richtet, plädiert Mario Carretero in diesem Buch für eine Geschichtsvermittlung, die sich auf das Verständnis der Komplexität von Geschichte und auf die Entmystifizierung der traditionellen Erzählungen stützt. Das ursprünglich in spanischer Sprache verfasste Buch wurde bereits ins Englische, Französische und Italienische übersetzt. Das Buch enthält einen Epilog über die aktuellen Herausforderungen der KI für die Geschichtsvermittlung.
Kann eine sprachsensible Lernumgebung die Kompetenzentwicklung im Fach Geschichte unterstützen? Die Autorin untersucht dies für das Lesen und Textverstehen im Geschichtsunterricht. Im Mittelpunkt der Studie stehen ein fachtypischer Verfassertext sowie darauf bezogene leseprozesssteuernde Aufgaben. Die Ergebnisse der Intervention deuten darauf hin, dass fachsprachliche Förderung und eine Strukturierung des Leseprozesses das Textverständnis ein- und mehrsprachiger Schüler:innen unterstützen können. Neben empirischen Befunden vermittelt der Band lese- und geschichtsdidaktische Grundlagen eines lesesensiblen Geschichtsunterrichts und gibt praktische Hinweise zu dessen Umsetzung.
In diesem Band sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Arbeiten zu Ausdrucksformen des Antisemitismus versammelt. Eine besondere Rolle spielen dabei der Israel-Palästina-Konflikt und seine Rezeption. Dieser Kontext rückt nach der Zäsur des 7. Oktober 2023 ins Zentrum, führt jedoch zu großen Verunsicherungen in Bildungsinstitutionen. Der Autor liefert Bestandsaufnahmen zum Wissen über Antisemitismus und diskutiert Antisemitismus bzw. Antisemitismusdebatten aus der Perspektive mündigkeitsorientierter politischer Bildung. Er erschließt didaktische Materialien zu Antisemitismus und zum Nahostkonflikt und analysiert (fehlende) Themenfelder, (implizit) enthaltene Annahmen und nicht-intendierte Effekte.
Wie können Konflikte konstruktiv gelöst werden und wie lassen sich Friedensprozesse nachhaltig gestalten? Wie können die Vereinten Nationen, die UN-Charta und das Völkerrecht gestärkt werden? Das Buch analysiert die Risiken, die mit der aktuellen Sicherheitspolitik und der militärischen Aufrüstung verbunden sind. Es liefert Denkanstöße für eine Friedensgestaltung und zeigt Wege auf, wie über Diplomatie und Krisenprävention Konflikte entschärft werden könnten. Das Konzept der Friedenslogik wird vorgestellt und friedenslogisches Handeln erklärt.
Die Frage, wie mit den nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen werden soll, beschäftigt die Politik, die Fachwissenschaften und -didaktiken sowie Kunst und Kultur seit dem Ende der faschistischen Herrschaft. Dieser Band schlägt dazu einen breiten, der historisch-politischen Bildung verpflichteten Zugang vor. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah steht somit immer auch mit der Gegenwart in Verbindung. Der Einzelne reflektiert über die eigene Lebenswelt sowie seine Eingebundenheit in wirtschaftliche und gesellschaftliche (Herrschafts-)Strukturen. Zugleich wird er angeregt, die Gesellschaft – demokratisch und den Menschenrechten angemessen – mitzugestalten.
Was ist Geschichte? Können wir aus ihr lernen? Ist festzustellen, wie es früher gewesen ist? Geschichten sind Narrationen. Wir erzählen sie standortgebunden und absichtsvoll, um Orientierung zu geben oder zu unterhalten. Unsere Geschichten sind gesellschaftliche Konstruktionen von Wirklichkeit. Sie sind wertvoll, aber sie können uns nicht sagen, wie es früher einmal war. Die Vergangenheit zeigt sich uns dort, wo uns etwas von früher befremdet. In alten Texten und materiellen Dingen, mit denen wir nichts anfangen können, konzentrieren sich die Veränderungen, die sich seit damals vollzogen haben. Sie machen uns neugierig. Sie faszinieren uns. Sie befreien uns von unserer Gegenwart.
Die Digitalisierung prägt Bildung und Didaktik grundlegend – auch in der ökonomischen Bildung. Der Sammelband beleuchtet systematisch Chancen, Herausforderungen und Schnittstellen digitaler Entwicklungen. Die Beiträge zeigen, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technik hinausreicht: Sie verändert epistemische Grundlagen, didaktische Ansätze, Werthaltungen, Rollenbilder und Kompetenzanforderungen. Die Autor*innen thematisieren unter anderem Einstellungen und Kompetenzen von Lehrenden, erweiterte didaktische Möglichkeiten sowie neue Anforderungen, die die Digitalisierung an die ökonomische Bildung stellt.
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Europa lässt sich als ein offenes Projekt zwischen Idee und politischer Realität verstehen. Dieser Band zeigt, wie Jugendarbeit und Jugendpolitik darin auftauchen – kritisch, vielfältig und im Spannungsfeld von Konflikten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Seit gut einem Jahrzehnt prägen Kompetenzmodelle und Entwürfe für Bildungsstandards die Diskussionen der Politikdidaktik. Jedoch beruht die bisherige Form dieser „Kompetenzorientierung“ – so die These des vorliegenden Buches – auf der weitgehend unreflektierten Umsetzung bildungspolitischer Vorgaben und dem zweifelhaften Argument der „Anschlussfähigkeit“. Entgegen aller Messbarkeitseuphorie zeigt Christian Meyer-Heidemann die Einseitigkeiten und Widersprüche der so genannten „Empirischen Wende“ der Politikdidaktik auf. Er rehabilitiert einen umfassenderen Anspruch politischer Bildung, der sich nicht auf eine Vermittlung von testbarem Wissen oder einen messbaren Einstellungswandel reduzieren lässt. Seine Argumentation ist inspiriert vom Denken des kanadischen Sozialphilosophen Charles Taylor, dessen wissenschafts- und politiktheoretische Einsichten – gemäß dem politiktheoretischen Ansatz der Politischen Bildung – für zeitgenössische Diskurse der Politikdidaktik herangezogen werden. Schließlich gelangt Meyer-Heidemann zu dem Fazit: Politische Bildung dient vor allem der Selbstbildung und das ihr angemessene Leitbild ist eine gelingende Bürgeridentität.
Rechte Cliquen sind mit ihrem Stil, ihrer Musik, ihren Protestformen und Einstellungen zu einem Bestandteil der deutschen Jugendkultur geworden. Sie stellen Politik, Zivilgesellschaft und Pädagogik vor Herausforderungen, die für die demokratische Entwicklung, politische Kultur und das soziale Klima des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung sind. Die vorliegende zweite „Hessenstudie 2007“ untersucht erneut nach der ersten „Hessenstudie 1999“ die Erscheinungs- und Handlungsformen von rechten Jugendcliquen und geht der Frage nach, ob es sich um ein episodales oder um ein längerfristiges, sich verstetigendes Phänomen handelt. Dabei werfen die Autoren einen besonderen Blick auf politische und pädagogische Reaktionen und Umgangsformen in hessischen Kommunen.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.