Konzepte historischen Denkens und ihre Entwicklungslogik

Eine Studie zur Genese historischer Verständnishorizonte

von
Heinrich Ammerer

Konzeptuelles Lernen ist ein vielversprechender Weg, junge Menschen zu wissenschaftsnahem historischem Denken zu führen. Es macht die Lernenden mit den Prinzipien des Faches vertraut und steigert ihre Fähigkeit, historische Sinnzusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen. Dieser Band sucht nach Entwicklungslogiken, die dem zugrunde liegen. In einer Interviewstudie werden einhundert ForschungspartnerInnen vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter zu ihren historischen Vorstellungen, Interessen und weiteren flankierenden Aspekten von Geschichtsbewusstsein befragt. Der Autor schlä…

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Bestellnummer: 41396
EAN: 9783734413964
ISBN: 978-3-7344-1396-4
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2022
Auflage: 1
Seitenzahl: 296
Produktinformationen

Konzeptuelles Lernen ist ein vielversprechender Weg, junge Menschen zu wissenschaftsnahem historischem Denken zu führen. Es macht die Lernenden mit den Prinzipien des Faches vertraut und steigert ihre Fähigkeit, historische Sinnzusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen.

Dieser Band sucht nach Entwicklungslogiken, die dem zugrunde liegen. In einer Interviewstudie werden einhundert ForschungspartnerInnen vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter zu ihren historischen Vorstellungen, Interessen und weiteren flankierenden Aspekten von Geschichtsbewusstsein befragt. Der Autor schlägt ein theoretisches Untersuchungsmodell vor, das Konzepte unterschiedlicher Ordnungen gleichermaßen berücksichtigt, und bietet Übersichten zum fachlichen Conceptual-Change-Diskurs.


Inhaltsübersicht
1. Vorwort 
2. Konzepte des Historischen Denkens 
2.1 Conceptual change und historisch-politische Bildung 
2.2 Vorschlag eines dreistufigen Konzeptmodells 
2.2.1 Strukturale Basiskonzepte: Hierarchie und Macht, Konflikt und Kooperation, Knappheit und Verteilung, Agency 
2.2.2 Narrative Basiskonzepte: Historische Signifikanz, Kausalität, Kontinuität und Wandel, Evidenz und Perspektivität 
2.2.3 Metanarrative Basiskonzepte: Geschichtsdramaturgie, Moralität, Identität, Fortschritt und Verfall 
2.3 Zur Pragmatik des konzeptuellen Lernens 
3. Entwicklungsverlauf historischer Konzepte 
3.1 Geschichtsbewusstseinsgenese als empirischer Forschungsgegenstand 
3.2 Entwicklungspsychologischer Bezug 
3.3 Darlegung der Forschungsfrage 
3.4 Studiendesign 
3.5 Datenerhebung 
3.5.1 Stichprobenziehung 
3.5.2 Leitfaden, Interviews und Transkription 
3.6 Datenauswertung 
3.6.1 Deduktiv-induktive Kategorienbildung 
3.6.2 CodiererInnenübereinstimmung 
3.6.3 Kategorienhandbuch: Faktencodes 
3.6.4 Kategorienhandbuch: Thematische Kategorien 
3.6.5 Kategorienhandbuch: Evaluative Kategorien 
3.7 Ergebnisse nach Aspekten 
3.7.1 Aspekt: Eigenes Verhältnis zur Geschichte 
3.7.2 Aspekt: Geschichtsinteresse 
3.7.3 Aspekt: Funktion von Geschichte 
3.7.4 Aspekt: Historische Signifikanz 
3.7.5 Aspekt: Kontinuität und Wandel 
3.7.6 Aspekt: Fortschritt und Verfall 
3.7.7 Aspekt: Moralität 
3.7.8 Aspekt: Hierarchie und Macht
3.7.9 Aspekt: Agency 
3.7.10 Aspekt: Evidenz und Perspektivität 
3.7.11 Aspekt: Identitätsverortung 
3.8 Statistische Datenanalyse (mit Ulrike Kipman) 
3.9 Einordnung 
3.10 Diskussion: Limitierungen und Methodenkritik 
3.11 Zusammenfassung, Implikationen und Ausblick 
Literaturverzeichnis Anhang 
Abbildungsverzeichnis 
Personenregister
Autor*innen
Heinrich Ammerer, Univ.-Doz. MMag. Dr., ist Geschichts- und Politikdidaktiker an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind das Lernen mit Konzepten, Geschichtsbewusstsein, Erinnerungskulturen und die Film- und Comicanalyse im Unterricht.
Stimmen zum Buch
"Es beeindruckt, wie gründlich sich Ammerer in die einschlägige Literatur eingelesen hat und dabei nicht auf die Geschichtsdidaktik beschränkt, sondern auch auf die Politikdidaktik und die Bildungswissenschaften zurückgreift sowie den internationalen Forschungsstand umfänglich berücksichtigt."

 Jörg van Norden, Sehepunkte

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