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Produktinformationen

Etwa 200.000 Menschen flüchteten während des Volksaufstandes 1956 aus Ungarn in das westliche Europa, viele davon in die Schweiz. Tamas Kanyo-Fischer betrachtet die Ereignisse und ihre Folgen anlässlich des 60. Jahrestages aus neuer Perspektive. In diesem Buch stellt er die Erinnerungen der Menschen, die damals in die Schweiz emigrierten, in den Mittelpunkt: Wie ging die Schweiz mit ihnen um? Wie veränderte sie das Leben in der Schweiz? Und wie veränderten sie das Leben in der Schweiz?

Der Band ermöglicht in vielfacher Hinsicht ein neues Verständnis. Er lädt zum Nachdenken über Oral History ein. Er bietet eine neue Perspektive auf den Kalten Krieg. Er reflektiert über den Umgang der Schweiz mit Flüchtlingen. Und er gibt den Menschen, die ihre Heimat verloren und eine neue Identität finden musste, eine Stimme.

Inhaltsübersicht

Peter Gautschi: Vorwort. Vergangenheit verstehen mit Geschichte & Erinnerung

1. Einleitung

1.1 Bemerkungen zu den Grundbegriffen

1.1.1 Emigration

1.1.2 Identität

1.2 Methodisches zur Oral History

2. Die Schweiz und die ungarische Revolution von 1956: Eine Spurensuche

2.1 Zu den Ereignissen um 1956

2.2 Die Begegnung mit Flüchtlingen: Erwartungen – Aktivitäten – Betreuung

2.3 Zwischen „Lechts und Rinks“

2.4 Exkurs: Eine Wende

2.5 Längerfristige Auswirkungen der Ereignisse um die ungarische Revolution

3. 1956er Ungarnflüchtlinge in der Schweiz

3.1 Zum Vorgehen in diesem Teil der Arbeit

3.2 Porträt-Skizzen

3.3 Narrativer Teil

3.3.1 Begründungen der Emigration

3.3.2 Warum in die Schweiz?

3.3.3 Vorstellungen über die Schweiz

3.3.4 Erwartungen

3.3.5 Erste Eindrücke

3.3.6 Prozesse der Integration Entdeckung, Konflikte, Gewöhnung

3.3.7 Die Emigrantenszene

3.3.8 Die Vorstellungen der Emigranten über ihre Verpflichtung

3.3.9 Die Beziehung zu Ungarn

3.3.10 Spuren des Kalten Krieges

3.3.11 Bilanz zur Emigration

4. Schlussbetrachtung

Literatur

Anhang

Danksagung

Autor*innen

Dr. Tamás Kanyo-Fischer, freischaffender Historiker aktiv in der Schweiz, Deutschland und Ungarn, leitet in München Integrationskurse für Geflüchtete aus Afghanistan, Somalia, Nigeria und Mali.

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