Eine Spurensuche
KZ-Außenlager in Salzburg und Oberösterreich als Lernorte
- herausgegeben von
- Helga Embacher, Manfred Oberlechner, Robert Obermair, Adelheid Schreilechner
- unter Mitarbeit von
- Bernadette Edtmaier, Helga Embacher, Dominik Gruber, Kassandra Gruber, Martin Hagmayr, Robert Hummer, Manfred Oberlechner, Robert Obermair, Alexandra Preitschopf, Adelheid Schreilechner, Verena Wiesinger
Ehemalige sogenannte Stammlager wie Mauthausen fungieren mittlerweile nicht nur als Gedenkstätten, sondern dienen vor allem durch ein umfangreiches Rundgangsangebot als wertvolle Bildungsstätten. Kleinere Außenlager hingegen bleiben sowohl aus der kollektiven Erinnerung als auch im pädagogischen Umgang mit der NS-Zeit oft weitgehend ausgeklammert.
Der vorliegende Band bietet Anregungen, lokale Erinnerungsstätten der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft vermehrt in die konkrete Unterrichtspraxis einzubinden. Lehrenden werden damit Zugänge und Wege aufgezeigt, wie sie das Umfeld ehemaliger KZ-Außenlager in die heutige Geschichtsvermittlung vor Ort mit einbeziehen und damit SchülerInnen verdeutlichen können, wie sehr diese Lager im Nationalsozialismus Teil des lokalen Alltags waren.
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| Bestellnummer: | 40759 |
|---|---|
| EAN: | 9783734407598 |
| ISBN: | 978-3-7344-0759-8 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
| Auflage: | 1. Auflage 2019 |
| Seitenzahl: | 208 |
- Inhaltsübersicht Einleitung Kassandra GruberOrganisations- und Verwaltungsstrukturen der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernicht… Mehr
- Autor*innen EDTMAIER, BernadetteUniversität Salzburg. Forschungsschwerpunkte: Antisemitismus, Erinnerungskultur. EMBACHER, HelgaUniversi… Mehr
- Stimmen zum Buch „Auf eine sorgsame Auswahl fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur gestützt, nimmt sich der vorliegende Band d… Mehr
Einleitung
Kassandra Gruber
Organisations- und Verwaltungsstrukturen der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager
Helga Embacher
Österreichs Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus nach 1945
Alexandra Preitschopf
Das Außenkommando Hallein
Robert Obermair
Das Lager in Vöcklabruck
Verena Wiesinger
Das Lager Schlier in Zipf
Martin Hagmayr, Robert Hummer
Erinnern heißt auseinandersetzen
Historisches Lernen rund um den „Stollen der Erinnerung“ in Steyr
Adelheid Schreilechner
Außenkommandos und Nebenlager als Themen für den Geschichtsunterricht
Bernadette Edtmaier
Welche Bedeutung hat der Holocaust für Jugendliche mit Migrationsgeschichte?
Dominik Gruber, Manfred Oberlechner
Nationalsozialismus und Holocaust im öffentlichen Diskurs der Gegenwart:
problematische Formen der Bezugnahme – eine Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer
Autorinnen und Autoren
EDTMAIER, Bernadette
Universität Salzburg. Forschungsschwerpunkte: Antisemitismus, Erinnerungskultur.
EMBACHER, Helga
Universität Salzburg. Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Antisemitismus, Islam.
GRUBER, Dominik
„pro mente prævention – Institut für seelische Gesundheitsförderung“. Forschungsschwerpunkte: soziologische Theorie, Sozialpsychiatrie, interdisziplinäre Fundierung der Soziologie; politische und normative Theorie.
GRUBER, Kassandra
verfasste ihre Diplomarbeit an der Universität Salzburg zum Thema der Rolle der Funktionshäftlinge in nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie in Ghettos.
HAGMAYR, Martin
Museum Arbeitswelt Steyr. Historiker und Kulturvermittler. Forschungsschwerpunkte: Zeitgeschichte, Geschichte der Arbeit und Geschichtsvermittlung.
HUMMER, Robert
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Zeitgeschichte, historisches Lernen, politische Bildung.
OBERLECHNER, Manfred
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Forschungsschwerpunkte: Migrations- und Integrationsforschung, empirische Sozialforschung, Migrationspädagogik und Diversity Studies.
OBERMAIR, Robert
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, Migrationsgeschichte.
PREITSCHOPF, Alexandra
Universität Sofia. Forschungsschwerpunkte: Antisemitismus, Erinnerungskultur, Zeitgeschichte Frankreichs und Bulgariens.
SCHREILECHNER, Adelheid
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Arbeitsschwerpunkte: Fachdidaktik Geschichte, Unterrichts- und Schulentwicklung.
WIESINGER, Verena
beschäftigte sich nebenberuflich im Zuge ihres Geschichtsstudiums an der Universität Salzburg mit der Vergangenheit ihres Geburtsorts Zipf.
„Auf eine sorgsame Auswahl fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur gestützt, nimmt sich der vorliegende Band der Gedenkstättenarbeit in den KZ-Außenlagern in Salzburg und in Oberösterreich an, die ganz überwiegend dem Stammlager Mauthausen zugeordnet waren. Den Herausgeberinnen und Herausgebern, die an der Universität und der Pädagogischen Hochschule in Salzburg tätig sind, gelingt es dabei, durch eine Reihe von exemplarischen Einzelbeiträgen einen Leitfaden für das außerschulische Lernen im Geschichtsunterricht zu entwickeln.“
Hans-Jobst Krautheim, geschichte für heute 4/2020
„Das vielschichtige Sachbuch zum Thema Nationalsozialismus und KZ-Lager zeigt unterschiedliche Aspekte der Auseinandersetzung mit Thema ebenso und bietet pädagogische und didaktische Anregungen der Vermittlung im Unterricht. Ein historisch wie pädagogisch interessantes Sachbuch, das besonders für den Geschichtsunterricht wichtige Impulse zu vermitteln versteht.“
Andreas Markt-Huter, Lesen in Tirol
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Die vorliegende empirische Studie untersucht den Themenbereich Nationalsozialismus, Holocaust und Erinnerungskultur in Österreich aus geschichtsdidaktischer Perspektive. Neben Aspekten des historischen Wissens werden auf der Grundlage einer quantitativen Befragung die Haltungen von Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I (Neue Mittelschule) erforscht. Dabei ergeben sich vor allem durch einen Vergleich mit den Sichtweisen der Lehrerinnen und Lehrer besondere Einblicke in den Umgang mit der NS-Vergangenheit in unserer Gegenwart. Auf diese Weise gelingt es, Holocaust-Education in Österreich exemplarisch unter die Lupe zu nehmen und nach Konsequenzen für den Geschichtsunterricht zu fragen. Die Rahmenbedingungen des historischen Lernens und Lehrens in der Migrationsgesellschaft stehen dabei ebenso im Fokus wie aktuelle rechtsextreme Auswüchse im Umgang mit Erinnerungskultur(en).
Nationalsozialismus und Holocaust stellen weiterhin unverzichtbare Bestandteile schulischen und außerschulischen historisch-politischen Lernens dar. Gleichwohl definiert jede Generation von neuem, welchen Stellenwert sie diesen Themenkomplexen beimisst, welche Fragen und Interessen sie damit verfolgt. Dabei fällt auf, dass nicht nur die Bedeutung der Themen, sondern auch Zugänge, Aneignungs- und Vermittlungsformen Veränderungen und Entwicklungen erfahren. Hierzu trägt bei, dass heutige Jugendliche moderner heterogener und multikultureller Gesellschaften mit einem zeitlichen Abstand von mehr als 60 Jahren kaum noch einen direkten Zugang zu dieser Phase deutscher und europäischer Geschichte haben. Ziel des Handbuches ist es daher, die gegenwärtige Bedeutung dieses Lernfeldes für Schule, außerschulisches Lernen und Lehrerbildung herauszustellen und Impulse für den theoretischen Diskurs wie für die praktische Arbeit in Lehr-Lernprozessen zu setzen. Insofern ergänzen sich grundlegende, untersuchende Texte, methodische Anregungen, persönliche Erfahrungsberichte und Projektdarstellungen; nationale wie internationale Perspektiven geben Einblick in die jeweilige Praxis. Die Beiträge aus der und für die Praxis gruppieren sich um vier Schwerpunkte: • schulisches Lernen (vor allem in der Sekundarstufe I), • außerschulisches Lernen mit besonderer Betonung der Gedenkstättenpädagogik, • Lehreraus- und -weiterbildung, • „Nationalsozialismus“ und „Holocaust“ in internationaler Perspektive.
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Wochenschau Wissenschaft
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