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Inhaltsübersicht

1. Einleitung: Begründen, analysieren, verändern – ein disziplinübergreifender Blick auf die Menschenrechtsbildung

2. Menschenrechte in ihrer rechtlichen Dimension und die Rolle der Menschenrechtsbildung

3. Gedanken zu einer Entwicklungstheorie der Menschenrechtsbildung unter Berücksichtigung der UN-Deklaration zu Menschenrechtsbildung und -training

4. Menschenrechtsbildung: Normativität, Universalität und Diversität

5. Kultur der Menschenrechte – Was wir darunter verstehen, warum wir sie brauchen und wie wir sie durch Bildung (mit)gestalten können

6. Kinderrechtsbildung als Beitrag zu einer Kultur der Menschenrechte

7. Inklusive Bildung als Beitrag zu einer Kultur der Menschenrechte

8. Benachbarte Bildungsansätze und ihr Verhältnis zur Menschenrechtsbildung

8.1  Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus unterschiedlichen Perspektiven

8.2  Politische Bildung

8.3  Friedensbildung

8.4  Interkulturelle Bildung

8.5  Werte-Erziehung

8.6  Holocaust Education

8.7  Bildung für nachhaltige Entwicklung

8.8  Ökonomische Bildung

9.Implizite Menschenrechtsbildung: Defizit- oder Ressourcenperspektive

10. Menschenrechtsbildung im Wandel – Menschenrechtsbildung für den Wandel

Autor*innen

K. Peter Fritzsche
Prof. em. für Politikwissenschaft und Menschenrechtsbildung (UNESCO-Lehrstuhl)

Peter G. Kirchschläger
Visiting Fellow an der Yale University (USA) und Forschungsmitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern

Thomas Kirchschläger
Rechtsanwalt, Leiter des Zentrums für Menschenrechtsbildung an der PH Luzern

Stimmen zum Buch

„Ausgehend von einer stets zweckmäßigen zeitgeschichtlichen Verortung und anhand einer politik- und rechtswissenschaftlich fundierten sowie philosophisch erhellenden Betrachtungsweise wirft diese bemerkenswert klar strukturierte Studie (auf nur rund 200 Seiten!) einen konzisen Blick auf di Grundlagen der Menschenrechtsbildung. [Ein] sehr empfehlenswertes Buch, das gerade aufgrund seiner Praxisorientierung und der mehrfach aufgezeigten, multidisziplinären Anschlussfähigkeit zu überzeugen vermag.“

Dr. Daniel Karch, Praxis Geschichte 5/2020

 

„Insgesamt bietet das Buch eine sinnvolle theoretische Fundierung der Thematik Menschenrechtsbildung und daran anknüpfend vielfältige Ansatzpunkte für die praktische Arbeit.“

Katja Weierstall, Außerschulische Bildung 3/2018

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Coverabbildung Menschenrechte digital
Menschenrechte digital
zeitschrift für menschenrechte 1/2016
Was verbirgt sich hinter dem Titel „Menschenrechte digital“? Als wir uns entschieden haben, das Thema als Schwerpunkt auszuwählen, ist uns schnell klargeworden, dass die Digitalisierung der Lebenswelt sich im Positiven wie im Negativen auf die Menschenrechte auswirkt. Es gibt viele Fragen und ein erster Befund fällt ambivalent aus: Digitalisierung bietet bspw. über Blogs, Twitter oder Facebook für unterdrückte Gesellschaften, Individuen oder Gruppen Möglichkeiten, sich zu informieren, sich über ihre (Menschen-)Rechte zu bilden, eine Meinung zu formulieren und sich auszudrücken. Das Internet schafft eine Stimme. Und nicht nur das: Über das Internet können sich Gleichgesinnte finden, versammeln und aktiv handeln, wie es der „Arabische Frühling“ gezeigt hat. Das Internet kann das Durchsetzen von Menschenrechten also unterstützen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Zugang zum freien Internet. Ist der Zugang zum Internet ein Menschenrecht? Diese Frage diskutiert Ben Wagner in seinem Beitrag. Gleichzeitig bietet das Internet jedoch für repressive Systeme vielfältige Möglichkeiten, Menschenrechte einzuschränken oder sogar zu verletzen, etwa durch Zensur. Doch auch bei demokratischen Staaten ist das Begehr nach Daten längst erwacht. Angestoßen durch das Vorgehen der Geheimdienste in den vergangenen Jahren (NSA-Affäre) haben die Vereinten Nationen eine Resolution zum Datenschutz verabschiedet. Klar ist, dass das Sammeln und Vernetzen von Daten zu einer großen Gefahr werden kann. Neben den Staaten werden auch Konzerne wie Google oder Facebook zu Akteuren, deren Handeln eine Auswirkung auf die Menschenrechte hat. Anja Mihr reflektiert in ihrem Beitrag die Idee eines Cyber-Gesellschaftsvertrages und die Frage, wie man das Verhältnis der Akteure im Internet menschenrechtlich gestalten kann. Für einen Multistakeholder-Ansatz setzt sich auch Matthias C. Kettemann ein. Er plädiert dafür, sich erst einmal die Grundfragen legitimer Ordnung vor Augen zu führen. So ist seiner Meinung nach das Recht auf Privatleben eine Vorbedingung für eine echte Teilhabe im Internet. Folgt man seiner Argumentation, liegt im Multistakeholder-Ansatz das Potential, Internetnormen zu entwickeln. Nicht zuletzt entsteht mit der digitalen auch eine Welt neben der physischen Welt, in der z.B. sog. Avatare (künstliche Personen) handeln und leben. Dies kann eine Welt sein, in der Menschenrechte einen schweren Stand haben: Sexting und Cybermobbing sind hier nur zwei Stichworte. Auch die Problematik von Hassreden im Zusammenhang mit häufig gewordenen „Shitstorms“ erlangt im Netz eine ganz spezifische Qualität. Dieser Aspekt wird in diesem Heft nicht in ausführlichen Form erörtert, im Beitrag von Thorsten Thiel aber dennoch aufgegriffen. Thiel skizziert in seinem Beitrag den Wandel von Anonymität und Anonymitätsdiskursen. Ein großer Teil der Beiträge dieser zfmr-Ausgabe beschäftigt sich damit, welche Auswirkungen die Digitalisierung der Lebenswelt auf die Verfasstheit der Menschenrechte und insbesondere auf deren Durchsetzung hat. Die Autoren plädieren mehrheitlich für den Mulitstakeholder-Ansatz, um das Internet zu zügeln, Normen zu entwickeln und Teilhabe möglich zu machen. Das Heft spiegelt auch, mit welchen Themen sich die wissenschaftliche Community derzeit beschäftigt. Andere Fragestellungen, die hier kurz angeklungen sind, bestehen freilich weiterhin. Insofern kann das Heft als ein Auftakt gelesen werden für ein Thema, das uns als Fachzeitschrift für Menschenrechte noch lange weiter beschäftigen wird.

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