Leerstelle Rassismus?

Analysen und Handlungsmöglichkeiten nach dem NSU

herausgegeben von
Tina Dürr, Reiner Becker
unter Mitarbeit von
Reiner Becker, Manuela Bojadzijew, Kemal Bozay, Katherine Braun, Tina Dürr, Betül Emiroglu, Karim Fereidooni, Matthias Galle, Eva Georg, Manuel Glittenberg, Matthias Groß, Margarete Jäger, Christa Kaletsch, Olga Kristiansen, Manuel Liebig, Orhan Mangitay, Mario Müller, Maike A.J. Oostenryck, Benjamin Opratko, Olivia Sarma, Jan Schedler, Michael Sturm, Tanja Thomas, Kira Uhlenbruck, Fabian Virchow, Regina Wamper, Aliyeh Yegane Arani

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Bestellnummer: 40610
EAN: 9783734406102
ISBN: 978-3-7344-0610-2
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 176
Produktinformationen

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Inhaltsübersicht

Tina Dürr, Reiner Becker
Einleitung

Analysen von und Perspektiven auf Rassismus
am Beispiel des NSU

Kemal Bozay, Orhan Mangitay
„Die haben gedacht, wir waren das …“
Migrantische Betroffenenperspektive zu Rassismus, NSU und rechtsextremem Terror

Christa Kaletsch, Manuel Glittenberg
Die Rituale der Mitte – Reproduktionsmechanismen von Rassismus und
problematische Handlungsroutinen im Umgang damit

Handlungsfelder und Empfehlungen

Fabian Virchow
Sprache und Rassismus

Manuela Bojadžijev, Katherine Braun, Benjamin Opratko, Manuel Liebig
Rassismusforschung in Deutschland
Prekäre Geschichte, strukturelle Probleme, neue Herausforderungen

Betül Emiroğlu, Karim Fereidooni, Olga Kristiansen, Maike A. J. Oostenryck,
Mario Müller, Jan Schedler und Kira Uhlenbruck
Der NSU als Gegenstand der Lehrer_innenbildung im Fach Sozialwissenschaften

Aliyeh Yegane Arani
Rassismus und Schule – Erfahrungen aus der Antidiskriminierungsberatung
„Viele Eltern und ihre Kinder haben das Vertrauen in die Lehrer und die Schule verloren.“

Eva Georg, Olivia Sarma
Die Perspektive der Betroffenen: Eine Geschichte der Nicht-Wahrnehmung und der Bagatellisierung
Aufgaben und Herausforderungen einer Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt

Michael Sturm
Nichts gelernt? Die Polizei und der NSU-Komplex

Margarete Jäger, Regina Wamper
Ströme, Fluten, Invasionen
Der Fluchtdiskurs 2015 in deutschen Leitmedien

Matthias Galle, Matthias Groß
Denkmale für Opfer rechter Morde und Gewalttaten – Orte der Erinnerung oder des Vergessens?

Tanja Thomas, Fabian Virchow
Praxen der Erinnerung als Kämpfe um Anerkennung
Zu Bedingungen einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rechter Gewalt

Autor*innen

Reiner Becker
Dr. phil., Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Promotion im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", Magisterstudium der Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Mit-Herausgeber der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit", weitere Infos www.reiner-becker.eu

Manuela Bojadžijev
ist Professorin für Globalisierte Kulturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Seit April 2018 ist sie als Vize-Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an die Humboldt Universität abgeordnet.

Kemal Bozay
ist Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der IUBH (Internationale Hochschule, Düsseldorf) und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten kritische Migrationsforschung, Rassismus, Rechtsextremismus und Ungleichwertigkeitsideologien.

Katherine Braun
Dr. des., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. post- und dekolonialen Theorie, Poststrukturalismus, feministischer Methodologie sowie globaler politischer Ökonomie.

Tina Dürr
M.A. Pädagogik, Sozialpsychologie und Theaterwissenschaft, ist stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Mit-Herausgeberin der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit" und Systemische Beraterin (SG).

Betül Emiroğlu
ist Lehramtsstudentin der Fächer Chemie und Sozialwissenschaft an der Ruhr Universität Bochum.

Karim Fereidooni
ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum mit den Forschungsschwerpunkten Rassismuskritik in schulbezogenen Institutionen und Diversity Studies.

Matthias Galle
M.A. in Kommunikationswissenschaft und Kommunikationsberater, wurde 1987 im sächsischen Hoyerswerda geboren und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von Hoyerswerda 1991 einsetzt. Er ist Mitglied im Redaktionsteam der Webdoku www.hoyerswerda-1991.de.

Eva Georg
ist Soziologin, Systemische Beraterin (SG), Social Justice Trainerin und Beraterin bei „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg zu den Schwerpunkten Rassismuskritik, Subjektivierung, Bildungs- und Beratungsarbeit.

Manuel Glittenberg
M.A. Soziologie, ist tätig in der politischen Bildungs- und Beratungsarbeit zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus; aktuell insbesondere im DeGeDe-Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Matthias Groß
Studium der Sozialen Arbeit, Philosophie und Kunstgeschichte in Dresden, wuchs im sächsischen Hoyerswerda auf und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich vor Ort für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von 1991 einsetzt. Er gehört außerdem zum Redaktionsteam der Webdokumentation www.hoyerswerda-1991.de.

Margarete Jäger
Dr. Dipl. oec., ist Sprachwissenschaftlerin und leitet zurzeit das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Studien zu Politik-, Medien- und Alltagsdiskursen, insbesondere in Bezug auf Rassismus, Migration, Rechtsextremismus, Krieg und Gender.

Christa Kaletsch
M.A. Fachjournalismus Geschichte, ist Fortbildnerin und Beraterin in den Bereichen Demokratie und Menschenrechtsbildung, Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Sie leitet das DeGeDe-Projekts „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Olga Kristiansen
ist Lehramtsstudentin der Fächer Spanisch und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Manuel Liebig, M.A. in Europäischer Ethnologie, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (prae doc) am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien und assoziiert am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin. Seine Schwerpunkte liegen in der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung sowie der Rassismusforschung.

Orhan Mangitay
ist Doktorand im Fachbereich Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten Migration, Rassismus sowie Rechtsextremismus. Mario Müller ist Lehramtsstudent der Fächer Deutsch und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Maike A. J. Oostenryck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Mathematik und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Benjamin Opratko
ist Lektor und Projektmitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Assoziierter am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin und Redakteur bei mosaik-blog.at. Seine Forschungsschwerpunkte sind antimuslimischer Rassismus, Rechtspopulismus und kritische Gesellschaftstheorie.

Olivia Sarma
ist Kulturanthropologin und Leiterin der Beratungsstelle „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main.

Jan Schedler
ist Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Er promoviert zu Rechtsterrorismus.

Michael Sturm
ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster und in der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster. Er publiziert zur Polizei- und Protestgeschichte der Bundesrepublik sowie zu historischem und aktuellem Rechtsextremismus.

Tanja Thomas
ist Professorin für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Als Leiterin einer Nachwuchsforscherinnengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeit und Solidarisierung in gegenwärtigen Medienkulturen“ sowie Mitglied im Leitungsteam des Graduiertenkollegs „Rechtspopulismus und exkludierende Solidarität“ forscht und publiziert sie u.a. zu Medien, Erinnerung und Partizipation in postmigrantischen Gesellschaften sowie feministischer Medientheorie und -analyse.

Kira Uhlenbruck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Geschichte und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Regina Wamper ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Diskursanalyse, Studien zur extremen Rechten, zu Flucht und Migration und zu Antifeminismus.

Fabian Virchow
ist Professor für Theorien der Gesellschaft und Theorien politischen Handelns an der Hochschule Düsseldorf. Als Leiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) forscht und publiziert er zu Geschichte, Weltanschauung und Praxeologie der extremen/populistischen Rechten und zu den gesellschaftlichen Ursachen dieser Phänomene.

Aliyeh Yegane Arani
ist Dipl.-Politikwissenschaftlerin, Diversity Trainerin und Bildungsreferentin u.a. mit den Schwerpunkten Diversität & Antidiskriminierung, Menschenrechte, religiöse und weltanschauliche Vielfalt, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Migration. Sie leitet bei LIFE e.V. den Bereich Diskriminierungsschutz und Diversität, in dessen Rahmen das Modellprojekt „ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen“ in Berlin durchgeführt wird.

Stimmen zum Buch

„Es sind die vielfältigen, fachspezifischen, fächer- und themenübergreifenden Zugangsformen, Analysen und Forschungen der Autorinnen und Autoren, die den Sammelband zu einem wichtigen Element zum Bau des gesellschaftlichen Hauses gegen Rassismus und Diskriminierung machen.“

Jos Schnurer, socialnet.de


„Die Autor*innen laden dazu ein, sich rassistischen Mustern kritisch, nicht zuletzt selbstkritisch zu stellen. Die Zusammenschau exemplarischer Mechanismen, Problemfelder und Handlungsansätze in Kontext des NSU liefert hierfür wertvolle Impulse.“

Michell W. Dittgen, Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2021


„Insgesamt ist „Leerstelle Rassismus?“ ein mehr als lesenswertes Buch, das einen wichtigen Beitrag zu vielen Aspekten der Auseinandersetzung mit dem NSU und Rassismus leistet.“

Newsletter Juli/August 2019 der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK Köln

Downloads

Die Einleitung des Buches finden Sie als Leseprobe hier zum Download (PDF).

Sie könnten auch an folgenden Titeln interessiert sein

Extremismusprävention durch kulturelle Bildung
Das Projekt "AntiAnti - Museum Goes School" an berufsbildenden Schulen
Dieses kulturelle Bildungsprogramm zur antisemitismuskritischen Extremismusprävention will Bildungsschaffenden Einblicke in gelingende primärpräventive Bildungsarbeit im Kontext von Schule ermöglichen und zur Weiterentwicklung selbstswirksamkeitsfördernder Programme anregen.

13,99 € - 16,90 €
Beratung im Kontext Rechtsextremismus
Felder - Methoden - Positionen
Beratung im Kontext Rechtsextremismus unterstützt Menschen im Umgang mit extrem rechten und menschenfeindlichen Tendenzen. Der Band bietet einen Einblick in verschiedene Beratungsfelder, Methoden und Positionen dieser jungen Profession.

31,99 € - 39,90 €
NSU. Die Folgen
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2016
Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.

26,80 €
Historisches Lernen als Rassismuskritik
Historisches Lernen als Rassismuskritik geht von der Prämisse aus, dass vergangene Wirklichkeiten ebenso wie unsere Gegenwart von der Ausgrenzungskategorie race geprägt wurden. Geschichtsunterricht rassismus- und damit herrschaftskritisch zu gestalten, bedeutet für die Herausgeber_innen und Autor_innen dieses Bandes, die Konstruiertheit der sozialen Kategorie race zu erkennen, ihren historischen Wandel zu reflektieren und durch ihre narrative Verflüssigung im Rahmen historischen Erzählens Handlungsoptionen gegen Rassismus in der Gegenwart zu erkennen.Der Band spannt dabei ein weites Feld auf: theoretisch-geschichtsdidaktische und wissensgeschichtliche Überlegungen kommen genauso zum Zuge wie unterrichtspraktische Vorschläge für einen rassimuskritischen Geschichtsunterricht.

23,99 € - 29,80 €

Wochenschau Wissenschaft

Neu
Subjektgeschichte Politischer Bildung 1955–1980
Konstruktion und Transformation des Eigenen und Anderen
In diesem Werk analysiert der Autor diskursanalytisch die Subjektgeschichte der Politischen Bildung von 1955 bis 1980. Dabei beleuchtet er präferierte sowie marginalisierte Subjektkonstruktionen und ihre systematischen Ausschlussprozesse.

46,90 €
Neu
Fachdidaktiken in Bewegung
Machtkritische und intersektionale Perspektiven
Der Sammelband greift machtkritische und intersektionale Diskurse sowie damit verbundene offene Fragen auf und bündelt innovative Beiträge einer interdisziplinären Tagung anlässlich der Pensionierung von Bärbel Völkel.

19,90 €
Neu
Esoterik in der politischen Bildung
Von Astrologie zur Verschwörungstheorie: Dieses Buch gibt Lehrer:innen methodische Anregungen und fundierte Einführungstexte zum breiten Feld Esoterik an die Hand.

23,99 €
Neu
Historisches Lernen für das 21. Jahrhundert
Festschrift für Markus Bernhardt zum 65. Geburtstag
Angesichts der gesellschaftlichen Umbrüche und Transformation steht das historische Lernen vor vielfältigen Herausforderungen und Neuorientierungen. Mit den Themenfeldern Digitalität, Sprache und Geschichtskultur werden einige relevante Themengebiete für zeitgemäßes historisches Lernen im 21. Jahrhundert beleuchtet.

56,90 €
Neu
Diskriminierungskritische Demokratiebildung an Schulen
Wie kann es im Rahmen von Demokratiebildung an Schulen gelingen, möglichst alle Schüler*innen zu erreichen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang der konsequente Einbezug diskriminierungskritischer Perspektiven? Ansätze hierzu liefert dieser Band.

24,90 €
Neu
Laboratorium Demokratie
Perspektiven aus Mecklenburg-Vorpommern
Der Band vereint unterschiedliche Perspektiven auf Fragen demokratischer Bildung in Schule und Hochschule. Die Beiträge von gehen auf eine gemeinsame Ringvorlesung des hochschulübergreifenden Netzwerkes Bildung und Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern zurück.

22,90 €
Neu
Urteilsbildung im Dialog
Interdisziplinäre Perspektiven urteilssensiblen Unterrichts
Der Band diskutiert aus interdisziplinärer Perspektive soziale, emotionale und historische Dimensionen des Urteilens, stellt empirische Befunde vor und fragt nach Möglichkeiten der Urteilsbildung im digitalen Raum.

36,90 €
Neu
Didaktische Perspektiven auf die Geschichte und Kultur des Pazifiks
In diesem Tagungsband werden die Vermittlung der Verflechtungsgeschichten zwischen Europa und den pazifischen Inselstaaten interdisziplinär besprochen.

22,90 €
Neu
Diversität und Demokratie
Gesellschaftliche Vielfalt und die Zukunft der sprachlichen und politischen Bildung
Die in "Diversität und Demokratie" versammelten Beiträge fokussieren die Zukunft der sprachlichen und politischen Bildung im Lichte gesellschaftlicher Vielfalt aus interdisziplinärer Perspektive. Sie thematisieren die Rolle der Sprache in der politischen und des Politischen in der sprachlichen Bildung und damit die Verknüpfung von edukativen Praktiken, politischen Diskursen und Sprachhandeln. Angesichts sich rasch wandelnder Rahmenbedingungen - etwa in Hinblick auf Dynamiken sozialer, kultureller und sprachlicher Diversifikation, Digitalisierungsprozesse wie auch Prävention und Bewältigung vo…

36,90 €
Neu
Existierst du nur oder partizipierst du schon?
Demokratie- und Partizipationseinstellungen von geflüchteten und nicht-geflüchteten Schüler*innen mit und ohne Migrationshintergrund an Berufskollegs
Unterscheiden sich die Demokratie- und Partizipationseinstellungen von geflüchteten Schüler*innen mit und ohne internationale Familiengeschichte, die an den Berufskollegs im Ruhrgebiet beschult werden, voneinander?

27,90 €
Neu
Lehrkräfte im Sachunterricht zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Unterschätzte Potentiale Politischer Bildung in der Grundschule
Kinder haben ein Recht auf Politische Bildung. Doch häufig werden ihnen politische Themen nicht zugetraut und das Politische ihrer Lebenswelt negiert. Die Berichte der Lehrer*innen in diesem Band geben Einblicke in die vielfältigen Interessen und Fragen von Kindern zu aktuellen und vergangenen Krisen und Konflikten. Die kindlichen Fähigkeiten und wichtigen Potentiale Politischer Bildung werden dabei jedoch weitgehend unterschätzt. Die Gründe dafür sind vielschichtig, wie eine hohe Arbeitsbelastung, Defizite in der sozialwissenschaftlichen Lehramtsausbildung oder fehlende Angebote der Fachdida…

31,90 €
Neu
Der Beutelsbacher Konsens in der religiösen Bildung
Exemplarische Konkretionen und notwendige Transformationen
Der konfessionelle Religionsunterricht ist positionell. Wie kann ein solches Fach Indoktrination vermeiden und Kontroversität ermöglichen? An unterschiedlichen Themenbeispielen – Klimaschutz, Wirtschaftsethik und Verschwörungserzählungen – diskutiert der Band diese Frage. Auf der Basis interdisziplinärer Perspektiven wird ein religionspädagogisches Konsentpapier ("Schwerter Konsent") entworfen.

28,90 €
Neu
Demokratie auf Distanz
Digitaler Wandel und Krisenerfahrung als Anlass und Auftrag politischer Bildung
Der Band bietet pädagogische Überlegungen, die angesichts vielfältiger Krisen dazu beitragen, die Gefahr der Distanz zwischen Bürgerschaft und Demokratie zu verringern, Krisenerscheinungen als Lernanlässe zu verstehen und produktiv damit umzugehen.

30,99 €
Professionalisierung für das Unterrichten gesellschaftswissenschaftlicher Fächerverbünde
Der Band gibt einen Überblick über Strukturen der ersten und zweiten Phase der Lehrkräftebildung für gesellschaftswissenschaftliche Fächerverbünde. Er diskutiert Modelle und Ansätze, die für die Professionalisierung von Lehrkräften notwendig sind.

34,90 €
Visual History und Geschichtsdidaktik
(Interdisziplinäre) Impulse und Anregungen für Praxis und Wissenschaft
Der Band versammelt Impulse zum Diskursstand sowie empirische Studien und konzeptionelle Überlegungen zur Visual History und ihren Potenzialen in der historisch-politischen Bildung. Er widmet sich dabei vielfältigen Visualia und den sie betreffenden (geschichtskulturellen) Distributions- und Verarbeitungsstrategien.

31,90 €
Politische Bildung in der superdiversen Gesellschaft
Der umfangreiche Band zur 21. GPJE-Jahrestagung versammelt eine Vielzahl an Forschungsperspektiven auf politische Bildung in der "superdiversen" Gesellschaft und präsentiert weitere aktuelle politikdidaktische Forschungsarbeiten.

34,90 €
Politische Bildung und Digitalität
Der Sammelband vereint Beiträge der 22. GPJE-Jahrestagung, die im Juni 2022 an der Universität Trier stattfand. Er gibt einen Überblick über politikdidaktische Forschungsprojekte und Diskussionen zu Herausforderungen, Chancen und Veränderungen politischer Bildung in der Digitalität. Er spiegelt damit nicht nur eine breite Auseinandersetzung mit digitalen Transformationen in politikdidaktischer Forschung und Entwicklung wider, sondern zeigt, wie sehr Digitalität auch die Politikdidaktik selbst in ihren Methoden, Inhalten, Selbstverständnissen und Forschungspraxen verändert und vor neue Aufgaben stellt.

28,90 €
Das Plurale Wir in der Gesellschaft stärken
Das Forschungsprojekt der Hochschule Bielefeld "Das plurale Wir in der Gesellschaft stärken" zeigt, wie in Dialoggruppen-Seminaren die Vielfalt von Geschlechterkonstruktionen erlebt werden kann.

18,90 €
Demokratie trotz(t) Antiextremismus?
Zur Bedeutung von Extremismusprävention für (Ent-) Demokratisierung und politische Bildung
Sollte Extremismusprävention ein Teil politischer Bildung sein? Diese Frage tangiert grundlegende Vorstellungen von Demokratie und politischer Bildung. Extremismusprävention basiert auf der Gegenüberstellung von Demokratie und Extremismus. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass jedoch gerade das Verhältnis von Demokratie und Antiextremismus durch Widersprüche gekennzeichnet ist und kritisch geprüft werden muss. Ein Sicherheitskonzept, das eine Beschränkung des politischen Streits zum Schutz der Demokratie vornimmt, läuft schließlich Gefahr, Demokratie selbst zu beschränken. Dies betrifft eine politische Bildungsarbeit in und für Demokratien ebenso wie demokratische Gesellschaften insgesamt.

43,90 €
Bürgerbildung und Freiheitsordnung
Politische Bildung als republikorientierte Praxis
Bürgerbildung und Freiheitsordnung sind konstitutiv aufeinander bezogen: Nur in einer Freiheitsordnung können sich die Bürgerinnen und Bürger im anspruchsvollen Sinne bilden und nur durch gebildete Bürgerinnen und Bürger gewinnt die Freiheitsordnung ihre Stabilität und Vitalität. Ohne politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger lässt sich eine Freiheitsordnung weder gründen noch bewahren. Daher kommt der politischen Bildung in einer Republik die Aufgabe zu, die Qualität der politischen Ordnung zur Sprache zu bringen und eine republikanische Selbstbildung zu begleiten. Diese Festschrift würdigt…

27,90 €
Rechtspopulistische Verschwörungstheorien in demokratischen Verfassungsstaaten
Eine vergleichende Analyse der Alternative für Deutschland, der Schweizerischen Volkspartei, der Freiheitlichen Partei Österreichs und des Front National
Welche Rolle spielen Verschwörungstheorien in den Programmen rechtspopulistischer Parteien? Politikwissenschaftler Christoph Schiebel legt mit seiner Dissertation eine erkenntnisreiche Analyse zur Alternative für Deutschland (AfD), der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und zum Front National (FN) vor. Aus wissenssoziologischer, politik- und kulturwissenschaftlicher Perspektive stellt er wertvolle Parteiforschungserkenntnisse zu Verschwörungserzählungen vor und zeigt, welche Rolle diese bei Themen wie Überwachung, EU, Bargeldabschaffung, Migration, Sicherheit, Wissenschaft, Bildung und Medien spielen.

49,90 €
Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert
Perspektiven bildungsgeschichtlicher Fachunterrichtsforschung
Die Beiträge des Sammelbands rekonstruieren, wie das Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Demokratie in politischen Diskursen, Bildungsmedien, Professionalisierungs- und Unterrichtsprozessen im 20. Jahrhundert verhandelt und gestaltet worden ist.

24,90 €
Politische Stadtrundgänge
Außerschulische Lernarrangements zwischen Schule und sozialen Bewegungen
Der Autor untersucht politische Stadtrundgänge, die als Lernarrangements von bewegungsbezogenen Organisationen konzipiert und für Schulen als Kooperation zwischen formeller und non-formaler Bildung angeboten werden. Von diesem besonderen Lernarrangement ausgehend werden gegenwärtig in der Fachdidaktik diskutierte Fragen von politischer Positionierung und Lernen in Aktion aufgegriffen und ein Einblick in die Praxis kritisch-emanzipatorischer politischer Bildung ermöglicht. Damit werden politische Stadtrundgänge erstmals systematisch untersucht, ihre Relevanz für Bildungsprozesse aufgezeigt und ihr Potenzial für die Praxis erschlossen. Oliver Emde erhielt für diesen Band den Ursula-Buch-Preis 2023. Prof. Dr. Tim Engartner hebt in seiner Laudatio die besonders tiefschürfende, argumentativ stringente und sprachlich ansprechende Analyse der Arbeit heraus. Die für die politische Bildung relevanten fachdidaktischen Prinzipien würden ausgesprochen treffsicher auf ihre lebensweltliche Plausibilität hin untersucht. Mehr zum Ursula-Buch-Preis lesen Sie hier.

73,99 € - 74,00 €