Leerstelle Rassismus?

Analysen und Handlungsmöglichkeiten nach dem NSU

herausgegeben von
Tina Dürr, Reiner Becker
unter Mitarbeit von
Reiner Becker, Manuela Bojadzijew, Kemal Bozay, Katherine Braun, Tina Dürr, Betül Emiroglu, Karim Fereidooni, Matthias Galle, Eva Georg, Manuel Glittenberg, Matthias Groß, Margarete Jäger, Christa Kaletsch, Olga Kristiansen, Manuel Liebig, Orhan Mangitay, Mario Müller, Maike A.J. Oostenryck, Benjamin Opratko, Olivia Sarma, Jan Schedler, Michael Sturm, Tanja Thomas, Kira Uhlenbruck, Fabian Virchow, Regina Wamper, Aliyeh Yegane Arani

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Bestellnummer: 40610
EAN: 9783734406102
ISBN: 978-3-7344-0610-2
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 176
Produktinformationen

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Inhaltsübersicht

Tina Dürr, Reiner Becker
Einleitung

Analysen von und Perspektiven auf Rassismus
am Beispiel des NSU

Kemal Bozay, Orhan Mangitay
„Die haben gedacht, wir waren das …“
Migrantische Betroffenenperspektive zu Rassismus, NSU und rechtsextremem Terror

Christa Kaletsch, Manuel Glittenberg
Die Rituale der Mitte – Reproduktionsmechanismen von Rassismus und
problematische Handlungsroutinen im Umgang damit

Handlungsfelder und Empfehlungen

Fabian Virchow
Sprache und Rassismus

Manuela Bojadžijev, Katherine Braun, Benjamin Opratko, Manuel Liebig
Rassismusforschung in Deutschland
Prekäre Geschichte, strukturelle Probleme, neue Herausforderungen

Betül Emiroğlu, Karim Fereidooni, Olga Kristiansen, Maike A. J. Oostenryck,
Mario Müller, Jan Schedler und Kira Uhlenbruck
Der NSU als Gegenstand der Lehrer_innenbildung im Fach Sozialwissenschaften

Aliyeh Yegane Arani
Rassismus und Schule – Erfahrungen aus der Antidiskriminierungsberatung
„Viele Eltern und ihre Kinder haben das Vertrauen in die Lehrer und die Schule verloren.“

Eva Georg, Olivia Sarma
Die Perspektive der Betroffenen: Eine Geschichte der Nicht-Wahrnehmung und der Bagatellisierung
Aufgaben und Herausforderungen einer Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt

Michael Sturm
Nichts gelernt? Die Polizei und der NSU-Komplex

Margarete Jäger, Regina Wamper
Ströme, Fluten, Invasionen
Der Fluchtdiskurs 2015 in deutschen Leitmedien

Matthias Galle, Matthias Groß
Denkmale für Opfer rechter Morde und Gewalttaten – Orte der Erinnerung oder des Vergessens?

Tanja Thomas, Fabian Virchow
Praxen der Erinnerung als Kämpfe um Anerkennung
Zu Bedingungen einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rechter Gewalt

Autor*innen

Reiner Becker
Dr. phil., Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Promotion im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", Magisterstudium der Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Mit-Herausgeber der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit", weitere Infos www.reiner-becker.eu

Manuela Bojadžijev
ist Professorin für Globalisierte Kulturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Seit April 2018 ist sie als Vize-Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an die Humboldt Universität abgeordnet.

Kemal Bozay
ist Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der IUBH (Internationale Hochschule, Düsseldorf) und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten kritische Migrationsforschung, Rassismus, Rechtsextremismus und Ungleichwertigkeitsideologien.

Katherine Braun
Dr. des., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. post- und dekolonialen Theorie, Poststrukturalismus, feministischer Methodologie sowie globaler politischer Ökonomie.

Tina Dürr
M.A. Pädagogik, Sozialpsychologie und Theaterwissenschaft, ist stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Mit-Herausgeberin der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit" und Systemische Beraterin (SG).

Betül Emiroğlu
ist Lehramtsstudentin der Fächer Chemie und Sozialwissenschaft an der Ruhr Universität Bochum.

Karim Fereidooni
ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum mit den Forschungsschwerpunkten Rassismuskritik in schulbezogenen Institutionen und Diversity Studies.

Matthias Galle
M.A. in Kommunikationswissenschaft und Kommunikationsberater, wurde 1987 im sächsischen Hoyerswerda geboren und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von Hoyerswerda 1991 einsetzt. Er ist Mitglied im Redaktionsteam der Webdoku www.hoyerswerda-1991.de.

Eva Georg
ist Soziologin, Systemische Beraterin (SG), Social Justice Trainerin und Beraterin bei „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg zu den Schwerpunkten Rassismuskritik, Subjektivierung, Bildungs- und Beratungsarbeit.

Manuel Glittenberg
M.A. Soziologie, ist tätig in der politischen Bildungs- und Beratungsarbeit zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus; aktuell insbesondere im DeGeDe-Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Matthias Groß
Studium der Sozialen Arbeit, Philosophie und Kunstgeschichte in Dresden, wuchs im sächsischen Hoyerswerda auf und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich vor Ort für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von 1991 einsetzt. Er gehört außerdem zum Redaktionsteam der Webdokumentation www.hoyerswerda-1991.de.

Margarete Jäger
Dr. Dipl. oec., ist Sprachwissenschaftlerin und leitet zurzeit das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Studien zu Politik-, Medien- und Alltagsdiskursen, insbesondere in Bezug auf Rassismus, Migration, Rechtsextremismus, Krieg und Gender.

Christa Kaletsch
M.A. Fachjournalismus Geschichte, ist Fortbildnerin und Beraterin in den Bereichen Demokratie und Menschenrechtsbildung, Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Sie leitet das DeGeDe-Projekts „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Olga Kristiansen
ist Lehramtsstudentin der Fächer Spanisch und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Manuel Liebig, M.A. in Europäischer Ethnologie, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (prae doc) am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien und assoziiert am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin. Seine Schwerpunkte liegen in der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung sowie der Rassismusforschung.

Orhan Mangitay
ist Doktorand im Fachbereich Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten Migration, Rassismus sowie Rechtsextremismus. Mario Müller ist Lehramtsstudent der Fächer Deutsch und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Maike A. J. Oostenryck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Mathematik und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Benjamin Opratko
ist Lektor und Projektmitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Assoziierter am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin und Redakteur bei mosaik-blog.at. Seine Forschungsschwerpunkte sind antimuslimischer Rassismus, Rechtspopulismus und kritische Gesellschaftstheorie.

Olivia Sarma
ist Kulturanthropologin und Leiterin der Beratungsstelle „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main.

Jan Schedler
ist Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Er promoviert zu Rechtsterrorismus.

Michael Sturm
ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster und in der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster. Er publiziert zur Polizei- und Protestgeschichte der Bundesrepublik sowie zu historischem und aktuellem Rechtsextremismus.

Tanja Thomas
ist Professorin für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Als Leiterin einer Nachwuchsforscherinnengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeit und Solidarisierung in gegenwärtigen Medienkulturen“ sowie Mitglied im Leitungsteam des Graduiertenkollegs „Rechtspopulismus und exkludierende Solidarität“ forscht und publiziert sie u.a. zu Medien, Erinnerung und Partizipation in postmigrantischen Gesellschaften sowie feministischer Medientheorie und -analyse.

Kira Uhlenbruck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Geschichte und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Regina Wamper ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Diskursanalyse, Studien zur extremen Rechten, zu Flucht und Migration und zu Antifeminismus.

Fabian Virchow
ist Professor für Theorien der Gesellschaft und Theorien politischen Handelns an der Hochschule Düsseldorf. Als Leiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) forscht und publiziert er zu Geschichte, Weltanschauung und Praxeologie der extremen/populistischen Rechten und zu den gesellschaftlichen Ursachen dieser Phänomene.

Aliyeh Yegane Arani
ist Dipl.-Politikwissenschaftlerin, Diversity Trainerin und Bildungsreferentin u.a. mit den Schwerpunkten Diversität & Antidiskriminierung, Menschenrechte, religiöse und weltanschauliche Vielfalt, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Migration. Sie leitet bei LIFE e.V. den Bereich Diskriminierungsschutz und Diversität, in dessen Rahmen das Modellprojekt „ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen“ in Berlin durchgeführt wird.

Stimmen zum Buch

„Es sind die vielfältigen, fachspezifischen, fächer- und themenübergreifenden Zugangsformen, Analysen und Forschungen der Autorinnen und Autoren, die den Sammelband zu einem wichtigen Element zum Bau des gesellschaftlichen Hauses gegen Rassismus und Diskriminierung machen.“

Jos Schnurer, socialnet.de


„Die Autor*innen laden dazu ein, sich rassistischen Mustern kritisch, nicht zuletzt selbstkritisch zu stellen. Die Zusammenschau exemplarischer Mechanismen, Problemfelder und Handlungsansätze in Kontext des NSU liefert hierfür wertvolle Impulse.“

Michell W. Dittgen, Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2021


„Insgesamt ist „Leerstelle Rassismus?“ ein mehr als lesenswertes Buch, das einen wichtigen Beitrag zu vielen Aspekten der Auseinandersetzung mit dem NSU und Rassismus leistet.“

Newsletter Juli/August 2019 der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK Köln

Downloads

Die Einleitung des Buches finden Sie als Leseprobe hier zum Download (PDF).

Sie könnten auch an folgenden Titeln interessiert sein

Extremismusprävention durch kulturelle Bildung
Das Projekt "AntiAnti - Museum Goes School" an berufsbildenden Schulen
Dieses kulturelle Bildungsprogramm zur antisemitismuskritischen Extremismusprävention will Bildungsschaffenden Einblicke in gelingende primärpräventive Bildungsarbeit im Kontext von Schule ermöglichen und zur Weiterentwicklung selbstswirksamkeitsfördernder Programme anregen.
> mehr

13,99 € - 16,90 €
Beratung im Kontext Rechtsextremismus
Felder - Methoden - Positionen
Beratung im Kontext Rechtsextremismus unterstützt Menschen im Umgang mit extrem rechten und menschenfeindlichen Tendenzen. Der Band bietet einen Einblick in verschiedene Beratungsfelder, Methoden und Positionen dieser jungen Profession.
> mehr

31,99 € - 39,90 €
NSU. Die Folgen
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2016
Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.
> mehr

26,80 €
Historisches Lernen als Rassismuskritik
Historisches Lernen als Rassismuskritik geht von der Prämisse aus, dass vergangene Wirklichkeiten ebenso wie unsere Gegenwart von der Ausgrenzungskategorie race geprägt wurden. Geschichtsunterricht rassismus- und damit herrschaftskritisch zu gestalten, bedeutet für die Herausgeber_innen und Autor_innen dieses Bandes, die Konstruiertheit der sozialen Kategorie race zu erkennen, ihren historischen Wandel zu reflektieren und durch ihre narrative Verflüssigung im Rahmen historischen Erzählens Handlungsoptionen gegen Rassismus in der Gegenwart zu erkennen.Der Band spannt dabei ein weites Feld auf: theoretisch-geschichtsdidaktische und wissensgeschichtliche Überlegungen kommen genauso zum Zuge wie unterrichtspraktische Vorschläge für einen rassimuskritischen Geschichtsunterricht.
> mehr

23,99 € - 29,80 €

Wochenschau Wissenschaft

Neu
Der Begriff „Wutbürger“ im mediopolitischen Diskurs
Erscheinungsweisen, Bedeutungskontexte und Bezeichnungsnarrative in Berichterstattung und Fachliteratur
Das Buch zeichnet anhand der Proteste gegen Stuttgart 21, der Pegida-Demonstrationen und von Fachliteratur nach, wie der Begriff „Wutbürger“ sich als Schlagwort etabliert hat und welche Rolle die Mehrdeutigkeit des Begriffs Bürger dabei einnimmt.
> mehr

43,90 €
Neu
Geschichtsunterricht vor der Frage nach dem Sinn
Geschichts(unter)bewusstsein und die Optionen eines sinnzentrierten Unterrichts
Sinn führt uns durch das Leben. Aber wie entsteht dieser Sinn und wie bietet er uns Orientierung in der Welt? Welchen Einfluss nimmt er dabei auf unsere historischen Vorstellungen? Und welche Rolle spielt er für das historische Lernen? Solchen Fragen geht dieser Band nach. Er betont dabei die Rolle der unbewussten, intuitiven, motivationalen, ästhetischen, emotionalen und imaginativen Momente stärker, als dies in den klassischen Konzeptionen zur „historischen Sinnbildung“ der Fall ist. Es wird unterschieden zwischen einer an Fakten und einer an Handlungen orientierten Art, die Welt zu verstehen. Dies hat Folgen für die Deutung historischer Erzählungen und bietet Möglichkeiten, historisches Lernen für SchülerInnen sinnerfüllter zu gestalten. Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.
> mehr

55,00 €
Neu
Konzepte historischen Denkens und ihre Entwicklungslogik
Eine Studie zur Genese historischer Verständnishorizonte
Konzeptuelles Lernen ist ein vielversprechender Weg, junge Menschen zu wissenschaftsnahem historischem Denken zu führen. Es macht die Lernenden mit den Prinzipien des Faches vertraut und steigert ihre Fähigkeit, historische Sinnzusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen. Dieser Band sucht nach Entwicklungslogiken, die dem zugrunde liegen. In einer Interviewstudie werden einhundert ForschungspartnerInnen vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter zu ihren historischen Vorstellungen, Interessen und weiteren flankierenden Aspekten von Geschichtsbewusstsein befragt. Der Autor schlägt ein theoretisches Untersuchungsmodell vor, das Konzepte unterschiedlicher Ordnungen gleichermaßen berücksichtigt, und bietet Übersichten zum fachlichen Conceptual-Change-Diskurs.Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.
> mehr

0,00 € - 52,00 €
Neu
Kompetenzorientierung in der politischen Bildung
überdenken – weiterdenken
Braucht es noch ein Buch zur Kompetenzorientierung? Wir meinen ja! Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Bereich der Politikdidaktik diskutieren in den Beiträgen dieses Buches zentrale Fragestellungen zur Kompetenzorientierung in der politischen Bildung.  Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungsmöglichkeiten werden dabei über- und weitergedacht. In einer grundlegenden Reflexion wird zunächst das bildungspolitische Kompetenzparadigma sowie die bisherigen Streitfragen um Basis- und Fachkonzepte kritisch beleuchtet und hinterfragt. Die Beiträge des Buches befassen sich weiterhin mit Implikationen von Kompetenzorientierung für die universitäre Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern als auch für die schulische Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements. Schließlich werden Lernendenperspektiven zu Basis- und Fachkonzepten sowie personelle und systemisch-institutionelle Rahmenbedingungen für kompetenzorientierten Unterricht analysiert.
> mehr

11,99 € - 12,80 €
Neu
In Krisen Geschichte lernen, um Zukunft zu gewinnen
Überlebenstraining bei Umweltkollaps, Menschheitsverbrechen und Demokratieverfall
Der inzwischen gut 50 Jahre alte, kühne und kluge Anspruch, historisches Denken und Lernen zu nutzen, um aktuelle Krisen zu klären und zu überstehen, wurde nie oder kaum eingelöst. In diesem Band sind bedrohliche Gegenwartsrisiken nicht nur Anlass, sondern sogar Chance, aus historischer Einsicht handlungsfähig zu werden.Gegenstand des Bandes sind verschiedene gegenwärtige und zukünftige Krisenphänomene: ökologische Katastrophen wie Klimawandel und Artensterben; Menschheitsverbrechen wie Völkermord, Rassismus und Diktatur; Krisen der Gesellschaft wie die Selbstabschaffung von Demokratie und Zivilgesellschaft, die Rückabwicklung der europäischen Integration oder die Überalterung.
> mehr

58,99 € - 59,90 €
Neu
Das subversive Gelächter aus der Geschichte
Festschrift für Bärbel Völkel anlässlich ihrer Pensionierung
Bärbel Völkel ist im besten Wortsinn eine ‚unbequeme‘ Stimme in der Geschichtsdidaktik, die nicht nur ungewöhnlichen Fragestellungen nachgeht, sondern oft auch zu ebenso ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Ergebnissen kommt, dabei Konflikte nicht scheut und gelegentlich auch ‚unbequeme‘ Wahrheiten ausspricht. Dass sie das in der Geschichtsdidaktik zu einer nicht unumstrittenen Kollegin machte, würde sie nicht leugnen, sondern mit Stolz bekräftigen. In diesem Kontext ist es sinnvoll, dass im vorliegenden Sammelband, der eine Auswahl ihrer wichtigsten Aufsätze dokumentiert, Bärbel Völkels Positionen noch einmal in aller Deutlichkeit erkennbar werden. Auf diese Weise bleibt ihre Stimme lebhaft und gehört.
> mehr

36,90 €
Neu
Politische Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Grundlagen und Praxisbeispiele für Förderschulen und Inklusion
Auch Lernende im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (FgE) können in Förderschule und Inklusion an politischer Bildung teilhaben. Der Sammelband beinhaltet dazu grundlegende theoretische Überlegungen, einschlägige empirische Ergebnisse, didaktisch-methodische Grundlagen und ausführliche Beispiele praktischer Umsetzung. Dabei ist das Motiv leitend, sowohl innerhalb der Didaktik der sonderpädagogischen Fachrichtung die fachliche Perspektive politischer Bildung zu stärken als auch zur Weiterentwicklung einer inklusiven Politikdidaktik beizutragen, welche die mithin spezifischen Fragen und Aspekte in Bezug auf Lernende im FgE angemessen differenziert mit zu berücksichtigen weiß.
> mehr

28,99 € - 29,90 €
Neu
Methoden der politikdidaktischen Theoriebildung und empirischen Forschung
Der Sammelband ermöglicht einen aktuellen, differenzierten und durch die Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses einsteigerfreundlich gehaltenen Einblick in die Arbeit der politikdidaktischen Theoriebildung und empirischen Forschung.
> mehr

32,90 €
Neu
Kinderschutz in öffentlicher Verantwortung
Eine Verlaufsstudie von 346 Werdegängen im Kontext kommunaler Sozial- und Haushaltspolitik
Mittels einer aufwändigen Verlaufsstudie, die den Werdegang von 346 Kindern über einen Zeitraum von 18 Jahren abbildet, wird das Verhältnis von selbstständigen Facheinrichtungen des Kinderschutzes und den Jugendämtern als ihren Auftraggebern analysiert.
> mehr

18,99 €
Neu
Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule
Kinderrechte, also die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen, gehören in deutsche Schulen! Und zwar nicht nur als Unterrichtsgegenstand, sondern auch als Orientierungsmarken für eine kindgerechte Schul- und Unterrichtskultur. Diese Einsicht und Forderung wird in diesem Sammelband konzeptionell und anhand von konkreten Problemthemen sowie Beispielen guter schulischer Praxis entfaltet. Unter anderem geht es um die Prävention von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt, um die Förderung von Bildungsgerechtigkeit und Diversität sowie um eine stärkere Ermöglichung von Partizipation und Mitbestimmung, z.B. beim Thema digitale Medien.
> mehr

34,90 €
Neu
Wurzeln der Massenfluchtmigration
Fluchtursachen und Fluchtmotive in der Demokratischen Republik Kongo
In seiner qualitativen Studie zur Ursache der Massenfluchtmigration in der Demokratischen Republik Kongo sucht der Autor nach den „Gründen hinter den Gründen“. Tief in den Wurzeln von Politik und Geschichte des Landes wird er fündig.
> mehr

23,99 €
Neu
Europa denken, kommunizieren und erfahren
Herausforderungen einer teilhabegerechten Europabildung
Im zweiten Band der Reihe sprache – macht – gesellschaft erörtern Forscher*innen aus Sprachforschung, Politikwissenschaft und Politischer Bildung das Feld Europabildung. Im Fokus stehen dabei die Themen Gleichheit und Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit und -ungerechtigkeit, der Umgang mit gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit sowie Formen von Integration, Diskriminierung und Exklusion durch Sprache. In der Europabildung zeigt sich die Verknüpfung historisch-politischer und sprachlicher Bildung in besonderem Maße. Der vorliegende Band macht die Anschlussfähigkeit der verschiedenen Zugänge sich…
> mehr

41,99 €
Neu
Soziale Arbeit – Begegnung mit Grenzen. Social Work – The Encounter with Borders
Soziale Arbeit als Profession und wissenschaftliche Disziplin arbeitet mit und über Grenzen hinweg: Grenzen zwischen Individuen und Gruppen, zwischen Staaten, Gesellschaften und Kulturen. Soziale Arbeit zwischen Interkulturalität, Transnationalität, Profession und gesellschaftlichem Wandel bringt  angesichts aktueller Herausforderungen immer wieder neue Überlegungen und Facetten in den wissenschaft­lichen und professionellen Diskurs. Die Autor*innen der hier versammelten deutsch- und  englischsprachigen Beiträge sind inspiriert von der Person und dem Werk von Günter J. Friesenhahn.Social Work as a profession and scientific discipline works with and across borders: Borders between  individuals and groups, between states, societies and cultures. In view of current challenges, social  work between interculturality, transnationality, profession and societal change continues to bring new  considerations and facets to the scientific and professional discourse. The authors of the German  and English contributions collected here are inspired by the person and the work of Günter J.  Friesenhahn.
> mehr

41,99 €
Neu
Geschichtslernen, Geschichtsunterricht und Geschichtsdidaktik
Erinnerungen, Erfahrungsschätze, Erfordernisse. 1959/60–2019/20
Das Buch stellt 60 Jahre Geschichtsunterricht und Geschichtsdidaktik aus reflektierender Rückschau seines intensiv beteiligten Autors dar. Es quillt über von konkreten Beispielen, überraschenden Anekdoten, erhellenden Kontroversen, übertragbaren Fallanalysen und produktiven Anregungen. Der Band bietet nicht nur einen spannenden Einblick in die Geschichte der Disziplin, sondern gibt auch Impulse für ihre Zukunft.
> mehr

41,99 €
Neu
Diskursanalytische Schulbuchforschung
Beiträge zu einer Kritischen Geschichtsdidaktik
Unter dem Label der Kritischen Geschichtsdidaktik bietet das vorliegende Buch eine Alternative und Ergänzung zur geschichtsdidaktischen Schulbuchforschung der letzten Jahre. Während diese vor allem die Umsetzung fachdidaktischer und bildungspolitischer Überlegungen untersucht, widmet sich die Kritische Geschichtsdidaktik dem historischen bzw. gesellschaftlichen Kontext, in dem Geschichtsschulbücher entstehen. Dazu verbindet sie – im Sinne eines „fröhlichen Eklektizismus“ – die Diskursanalyse mit der Hermeneutik. Auf diese Weise werden die Inhalte und die theoretisch-methodischen Grundlagen der Schulbücher aus einer gesellschaftskritischen und subjektorientierten Perspektive analysiert und interpretiert.
> mehr

26,90 €
Neu
Geschichtsdidaktische Hochschullehre
Strukturen – Konzepte – Methoden
Wie wird Geschichtsdidaktik an deutschen Hochschulen gelehrt? Von einschlägigen Studiengangsanteilen über die Ausgestaltung von Modulen bis hin zu den veranstaltungsbezogenen Konzepten und Praktiken Lehrender wissen wir darüber so gut wie nichts. Dabei sollte für eine Disziplin, zu deren Kernaufgaben die konzeptionelle, empirische und pragmatische Befassung mit der Frage nach dem „guten Geschichtsunterricht“ gehört, auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lehre selbstverständlich sein. Die Beiträge in diesem Band behandeln aus verschiedenen Perspektiven Fragen einer modernen geschichtsdidaktischen Hochschullehre.
> mehr

23,99 €
Heterogenität in der politischen Bildung
Unter dem Stichwort „Heterogenität“ werden in den letzten Jahren vermehrt gesellschaftliche Veränderungen und damit verbunden nicht selten auch (vermeintliche) Herausforderungen für Schule und die politische Bildung diskutiert. Der vorliegende Band greift unterschiedliche Forschungsperspektiven auf das Verhältnis von Heterogenität und politischer Bildung auf, wie sie im Frühjahr 2020 auf der GPJE-Nachwuchstagung an der Universität zu Köln diskutiert worden sind. Der Band gliedert sich in drei Teile: Der erste Teil leitet mit einer theoretischen Erörterung von Heterogenität als Konzept in den Sammelband ein. Im zweiten Abschnitt wird Heterogenität entlang der Heterogenitätsdimensionen bzw. Differenzkategorien Geschlecht, Migration und Bildung beleuchtet. Der dritte und abschließende Teil dieses Bandes thematisiert heterogenitätssensible und -reflexive Methoden in Forschung und Unterricht. Der Band gibt damit einen vertiefenden Einblick in aktuelle nachwuchswissenschaftliche Forschungsvorhaben in der Didaktik der politischen Bildung.
> mehr

21,99 € - 22,90 €
Geschichtskultur als Unterrichtsgegenstand
Wie stehen die Lehrer*innen dazu?
In der Geschichtskultur begegnen wir vielfältigen Geschichtsvorstellungen, die zur Partizipation und Kritik einladen. Die Geschichtsdidaktik fordert deshalb, diese Darstellungen als eigenen Gegenstand des Geschichtsunterrichts ernst zu nehmen und den reflektierten Umgang mit Geschichtskultur zu fördern. Zwar ist dies zunehmend in Lehrplänen verankert, über die Haltung der Geschichtslehrkräfte dazu ist jedoch wenig bekannt. Die Studie zeigt die Ergebnisse einer Befragung von Geschichtslehrkräften darüber, wie sie über Geschichtskultur und deren Unterrichtsrelevanz denken. Auf welche Überzeugungen zum historischen Lernen allgemein treffen diese Ansichten? Was bedeutet dies speziell für die Rolle von Museen und Spielfilmen im Geschichtsunterricht? Die Befunde aus Interviews und Fragebogen geben Impulse für die geschichtsdidaktische Implementations- und Professionalisierungsforschung.
> mehr

45,99 € - 46,90 €
Brennpunkte heutigen Geschichtsunterrichts
Joachim Rohlfes zum 90. Geburtstag
Dieser Band benennt in weit über 30 knappen und gut lesbaren Beiträgen alte und neue Herausforderungen für den Geschichtsunterricht in Gegenwart und Zukunft. Er bietet somit einen einzigartigen Überblick über Interessengebiete und Forschungsfelder der deutschsprachigen Geschichtsdidaktik. Der Band ist Joachim Rohlfes (*1929) gewidmet, der weit über seine Tätigkeit als Professor in Bielefeld hinaus über mehrere Jahrzehnte hinweg die Disziplin geprägt hat. Brennpunkte des Geschichtsunterrichts waren immer wieder Gegenstand seiner zahlreichen Publikationen.
> mehr

29,99 € - 32,90 €
Generation des Vergessens?
Deklaratives Wissen von Schüler*innen über Nationalsozialismus, Holocaust und den Zweiten Weltkrieg
Diese Studie gibt Aufschluss, über welches deklarative Wissen Schüler*innen zu den Themenbereichen Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg verfügen: Dabei zeigen sich Wissenslücken, deren Ausprägung sich je nach sozialem Status und Geschlecht unterscheidet. Die in der Literatur oft beschriebene „Übersättigungsthese“, dass es also ein Zuviel an Nationalsozialismus in der Schule gibt, kann hingegen widerlegt werden. Schüler*innen aller Schulstufen wünschen sich entweder gleich viel oder mehr Unterricht zu diesen Themen. Um diesen nachhaltiger zu gestalten, werden aus den Ergebnissen der Studie didaktische und inhaltliche Empfehlungen abgeleitet.
> mehr

21,99 € - 22,90 €
Inklusive Geschichte?
Kulturelle Begegnung – Soziale Ungleichheit – Inklusion in Geschichte und Gegenwart
Das Thema Inklusion wird in Deutschland breit diskutiert – insbesondere mit Blick auf Schule und Bildung. In der Lehrer*innen-Ausbildung gilt es, das Thema zu verankern und Studierende auf die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Dieses Buch leistet einen Beitrag dazu. Es richtete sich an Studierende, Referendar*innen und Lehrende. Der Band eröffnet eine weite Perspektive auf Formen von Inklusion, sozialer Ungleichheit und kultureller Begegnung in der Geschichte. Der Bogen reicht dabei von der Antike bis in die Gegenwart. Er bietet zahlreiche Anregungen für historische und geschichtsdidaktische Fragestellungen, mit denen sich neue Impulse im Unterricht setzen lassen, um Schüler*innen so Orientierung in der multikulturell und global geprägten Lebenswelt des 21. Jahrhunderts zu ermöglichen.
> mehr

29,99 € - 32,90 €
Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR
Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der DDR-Zeitgeschichtsforschung. 2. erw. Aufl.
Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist klar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können, wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker, Politiker sowie Bürgerrechtler instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus.Herausgegeben im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung sowie der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
> mehr

40,99 € - 42,00 €
Zwischenmenschliche Bildung und politische Handlungsfähigkeit
Eine Theorie der Praxis gewerkschaftlicher Bildung
Gemeinschaftsstärkende Bildungsprozesse werden angesichts der krisenhaften gesellschaftlichen Herausforderungen zu einer Frage des Überlebens unserer demokratischen Lebensform. Als Beispiel dafür wird in dieser Studie ein neuer Zugang zur Praxis gewerkschaftlicher Bildung entwickelt. Die humane Kooperations- und Solidaritätsfähigkeit bildet dabei den archimedischen Punkt von Bildungsprozessen. Zwischenmenschliche Kooperation und gemeinsam geteilte Ziele und Werte werden gerade in der gewerkschaftlichen Bildung ins Zentrum didaktischer Überlegungen gestellt. Ziel ist die demokratische Gestaltung der Wirtschaft. Die im Arbeitsalltag erfahrbare Fähigkeit zum Miteinander-, Voneinander- und Füreinanderlernen wird in diesen Bildungsprozessen aufgegriffen und zu solidarischen Handlungsformen weiterentwickelt. Kehrbaum greift die theoretischen Ansätze des Philosophen und Pädagogen John Dewey auf, wendet diese mit Hilfe weiterer philosophischer und pädagogischer Theorien kreativ an und entwickelt sie am Beispiel aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme weiter. Seine Studie ist eine fundierte Neukonstruktion pädagogischer Ansätze in der gewerkschaftlichen Bildung, die wichtige Impulse für politische Bildungsprozesse auch außerhalb der Gewerkschaften gibt. Zudem legt er anschaulich dar, wie diese didaktischen Neuerungen in der Bildungspraxis angewendet werden können.
> mehr

48,99 € - 49,90 €
Bedingungen und Bezüge politischer und sprachlicher Bildung
An den Universitäten Trier, Wien und Luxemburg werden in regelmäßigen Tagungen aktuelle Fragen des Bezugs von politischer und sprachlicher Bildung im europäischen Bildungswesen erörtert. Die Titel der neuen Reihe sprache – macht – gesellschaft dokumentieren diese wichtigen Debatten. Im ersten Band der Reihe werden die Beiträge der Trierer Tagung im Jahr 2019 publiziert. In ihnen werden aktuelle Herausforderungen gesellschaftlicher Teilhabe, die das europäische Bildungswesen in besonderer Weise prägen, aufgezeigt. So wird in den Beiträgen erörtert, wie Sprache und Macht kritisch gedacht, Demokratie und Sprache gelernt und gelebt und zur Professionalisierung von Lehrenden beigetragen werden kann.
> mehr

38,99 € - 39,90 €