Politische Bildung Reloaded

Perspektiven und Impulse für die Zukunft

herausgegeben von
Anja Besand
unter Mitarbeit von
Anja Besand, Susann Gessner, Frank Langner, Gerrit Mambour, Dieter Maier, Michael May, Andreas Petrik, Jessica Schattschneider

Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich der Fachdidaktik der politischen Bildung erörtern ihre Vorstellungen von der Zukunft der politischen Bildung. Es geht dabei um eine Selbstvergewisserung und Standortbestimmung dieser „vierten Generation“ in der politischen Bildung. Orientiert an dem Drei-Phasen-Modell einer Zukunftswerkstatt beginnen alle Beiträge zunächst mit einer grundsätzlichen Kritik des gegenwärtigen Zustandes der Disziplin, der die positive Vision einer idealen Zukunft gegenübergestellt und abschließend pragmatische Schritte zur Verwirklichung derselben skizziert werden. Trotz…

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Bestellnummer: 60029
EAN: 9783756600298
ISBN: 978-3-7566-0029-8
Format: Broschur
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2022
Auflage: 1
Seitenzahl: 128
Produktinformationen
Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich der Fachdidaktik der politischen Bildung erörtern ihre Vorstellungen von der Zukunft der politischen Bildung. Es geht dabei um eine Selbstvergewisserung und Standortbestimmung dieser „vierten Generation“ in der politischen Bildung. Orientiert an dem Drei-Phasen-Modell einer Zukunftswerkstatt beginnen alle Beiträge zunächst mit einer grundsätzlichen Kritik des gegenwärtigen Zustandes der Disziplin, der die positive Vision einer idealen Zukunft gegenübergestellt und abschließend pragmatische Schritte zur Verwirklichung derselben skizziert werden. Trotz Parallelität der Gliederungsschritte bearbeiten die Autoren z.T. sehr unterschiedliche fachdidaktische Problemfelder und kommen dabei auch zu unterschiedlichen Lösungen. Während es in den Beiträgen im Themenbereich 1 um die Frage von Theorieentwicklung und forschungsstrategischem Ausbau der politischen Bildung als wissenschaftlicher Disziplin geht, befassen sich die Beiträge der Themenbereiche 2 und 3 mit der politikdidaktischen Ausbildung in der ersten bzw. der zweiten Phase der Lehramtsausbildung.
Inhaltsübersicht
ANJA BESAND: Vorwort Themenbereich1: Politikdidaktische Theoriebildung und Forschung JESSICA SCHATTSCHNEIDER / MICHAEL MAY: Für eine empirisch fundierte kompetenztheoretische Politikdidaktik DIRK LANGE: Politik oder Politikbewusstsein? Zum Gegenstand der Politikdidaktik ANDREAS PETRIK: Best-Practice-Modelle als Missing Link zwischen Kerncurricula und Kompetenzen Themenbereich 2: Politikdidaktik in der 1. Phase der Lehramtsausbildung SUSANN GESSNER: Probleme und Aspekte der universitären Lehramtsausbildung ANJA BESAND: Von kalten Wassern, stillen Hoffnungen und heiligen Kühen. Problem bei der Gestaltung von Praxiselementen im fachdidaktischen Teil der ersten Phase der Lehramtsausbildung Themenbereich 3: Politikdidaktik in der 2. Phase der Lehramtsausbildung GERRIT MAMBOUR: Die 2. Phase der Lehramtsausbildung in der Modernisierungs-krise. Ursachen und Lösungsansätze DIETER MAIER: Mit Badesachen in die Alpen FRANK LANGNER: Welche Relevanz besitzt die Politikdidaktik für die Zweite Phase der Lehramtsausbildung Zu den Autoren
Autor*innen
Jun. Prof. Dr. Anja Besand, Jg. 1971 Von 1991-2000 Studium der Politikwissenschaft und Kunstpädagogik an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 1999 Staatsexamen, 2000 Magister. 1999-2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften. Promotion 2004 zum Thema: Angst vor der Oberfläche – Zum Verhältnis ästhetischen und politischen Lernens im Zeitalter Neuer Medien. Seit 2004 Juniorprofessorin für Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. besand@ph-ludwigsburg.de Susann Gessner, Jg. 1974 Von 1993-1997 Studium des Lehramts für Haupt- und Realschulen mit den Fächern Deutsch und Sozialkunde in Gießen; 1. Staatsexamen 1997. Von 1998-2000 Referendariat am Studienseminar Marburg, 2. Staatsexamen 2000. Seit August 2000 Lehrerin an der Georg-Büchner-Gesamtschule, Stadtallendorf. Seit August 2002 Pädagogische Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Prof. Dr. Dirk Lange, Jg. 1964 Studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin. Abschlüsse als Diplompolitologe sowie 1. und 2. Staatsexamen als Lehrer für Politik/Geschichte. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin und der TU Braunschweig. 2002 Promotion zum Thema „Die Alltagsgeschichte in der historischen-politischen Didaktik. Zur politischen Relevanz alltagorientieren Lernens“ bei Prof. Dr. Peter Steinbach. Lehrt seit 2002 als Junior- und seit 2005 als Universitätsprofessor das Fachgebiet „Didaktik der Politischen Bildung“ an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Frank Langner, Jg. 1971 Von 1991-1996 Studium der Sozialwissenschaften und Mathematik an der Universität Bonn. 1996 Staatsexamen für das Lehramt Sek. II/I. 1997-1999 Referendariat. 1999 - 2001 Lehrer am Berufskolleg. 2001 bis 2002 Pädagogischer Mitarbeiter am Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest. Seit 2002 Lehrer an verschiedenen Gymnasien, seit 2005 zusätzlich Fachleiter für Sozialwissenschaften am Studienseminar Vettweiß. Doktorand am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Arbeit zu expliziten und impliziten didaktischen Strukturen virtueller Lernumgebungen in der politischen Bildung. Dieter Maier, Jg. 1960 Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen für das Lehramt an Sonderschulen mit dem Wahlfach Sozialkunde. Referendariat in Wetzlar. Leitung einer sozialpädagogischen Einrichtung der freien Jugendhilfe in Marburg. Unterrichtserfahrung in der Sekundarstufe I, der Grundschule und der Sonderschule. Seit 1. März 2000 Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften. Gerrit Mambour, Jg. 1977 1998-2002 Studium für Lehramt an Haupt- und Realschulen (Fächer: Deutsch und Sozialkunde) an der Universität Giessen. Seit 2002 Doktorand am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften der Universität Gießen. Seit 2004 Lehramtsreferendar an der Gesamtschule Battenberg. Michael May, Jg. 1973 Von 1993-2000 Lehramtsstudium für die Fächer Sozialkunde und Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1997-1998 Auslandsaufenthalt an der University of Aberdeen. 2000 Erstes Staatsexamen. 2000-2002 Referendariat. 2002 Zweites Staatsexamen. Ab 2002 Schuldienst. 2002-2005 Promovend am Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Andreas Petrik, Jg. 1968 Von 1990-1997 Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Pädagogik an der Philipps-Universität Marburg. 1997 Erstes Staatsexamen. 1998-2000 Referendariat in Hamburg, 2000 Zweites Staatsexamen. 2000-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften des Fachbereichs Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Seit 2003 Mitglied des dortigen Graduiertenkollegs Bildungsgangforschung; Arbeit an der Konzeption und Erprobung einer genetischen Politikdidaktik. Seit 2004 zusätzlich Gymnasiallehrer. Jessica Schattschneider, Jg. 1977 Von 1996-1998 Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Sozialkunde an der Georg-August-Universität Göttingen. 1998-1999 Auslandsaufenthalt am Amherst College, MA, USA. 1999-2003 Lehramtsstudium für die Fächer Sozialkunde an der Freien Universität Berlin und Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2003 Erstes Staatsexamen. Seit 2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft im Arbeitsbereich Sozialkunde/Didaktik der Politik.

Wochenschau Wissenschaft

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Das Plurale Wir in der Gesellschaft stärken
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Bürgerbildung und Freiheitsordnung
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73,99 € - 74,00 €
Geschichtsunterricht vor der Frage nach dem Sinn
Geschichts(unter)bewusstsein und die Optionen eines sinnzentrierten Unterrichts
Sinn führt uns durch das Leben. Aber wie entsteht dieser Sinn und wie bietet er uns Orientierung in der Welt? Welchen Einfluss nimmt er dabei auf unsere historischen Vorstellungen? Und welche Rolle spielt er für das historische Lernen? Solchen Fragen geht dieser Band nach. Er betont dabei die Rolle der unbewussten, intuitiven, motivationalen, ästhetischen, emotionalen und imaginativen Momente stärker, als dies in den klassischen Konzeptionen zur „historischen Sinnbildung“ der Fall ist. Es wird unterschieden zwischen einer an Fakten und einer an Handlungen orientierten Art, die Welt zu verstehen. Dies hat Folgen für die Deutung historischer Erzählungen und bietet Möglichkeiten, historisches Lernen für SchülerInnen sinnerfüllter zu gestalten. Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.

55,00 € - 71,50 €
Konzepte historischen Denkens und ihre Entwicklungslogik
Eine Studie zur Genese historischer Verständnishorizonte
Konzeptuelles Lernen ist ein vielversprechender Weg, junge Menschen zu wissenschaftsnahem historischem Denken zu führen. Es macht die Lernenden mit den Prinzipien des Faches vertraut und steigert ihre Fähigkeit, historische Sinnzusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen. Dieser Band sucht nach Entwicklungslogiken, die dem zugrunde liegen. In einer Interviewstudie werden einhundert ForschungspartnerInnen vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter zu ihren historischen Vorstellungen, Interessen und weiteren flankierenden Aspekten von Geschichtsbewusstsein befragt. Der Autor schlägt ein theoretisches Untersuchungsmodell vor, das Konzepte unterschiedlicher Ordnungen gleichermaßen berücksichtigt, und bietet Übersichten zum fachlichen Conceptual-Change-Diskurs.Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.

40,00 € - 52,00 €
Der Begriff „Wutbürger“ im mediopolitischen Diskurs
Erscheinungsweisen, Bedeutungskontexte und Bezeichnungsnarrative in Berichterstattung und Fachliteratur
Das Buch zeichnet anhand der Proteste gegen Stuttgart 21, der Pegida-Demonstrationen und von Fachliteratur nach, wie der Begriff „Wutbürger“ sich als Schlagwort etabliert hat und welche Rolle die Mehrdeutigkeit des Begriffs Bürger dabei einnimmt.

43,90 €
Kompetenzorientierung in der politischen Bildung
überdenken – weiterdenken
Braucht es noch ein Buch zur Kompetenzorientierung? Wir meinen ja! Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Bereich der Politikdidaktik diskutieren in den Beiträgen dieses Buches zentrale Fragestellungen zur Kompetenzorientierung in der politischen Bildung.  Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungsmöglichkeiten werden dabei über- und weitergedacht. In einer grundlegenden Reflexion wird zunächst das bildungspolitische Kompetenzparadigma sowie die bisherigen Streitfragen um Basis- und Fachkonzepte kritisch beleuchtet und hinterfragt. Die Beiträge des Buches befassen sich weiterhin mit Implikationen von Kompetenzorientierung für die universitäre Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern als auch für die schulische Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements. Schließlich werden Lernendenperspektiven zu Basis- und Fachkonzepten sowie personelle und systemisch-institutionelle Rahmenbedingungen für kompetenzorientierten Unterricht analysiert.

11,99 € - 12,80 €
In Krisen Geschichte lernen, um Zukunft zu gewinnen
Überlebenstraining bei Umweltkollaps, Menschheitsverbrechen und Demokratieverfall
Der inzwischen gut 50 Jahre alte, kühne und kluge Anspruch, historisches Denken und Lernen zu nutzen, um aktuelle Krisen zu klären und zu überstehen, wurde nie oder kaum eingelöst. In diesem Band sind bedrohliche Gegenwartsrisiken nicht nur Anlass, sondern sogar Chance, aus historischer Einsicht handlungsfähig zu werden.Gegenstand des Bandes sind verschiedene gegenwärtige und zukünftige Krisenphänomene: ökologische Katastrophen wie Klimawandel und Artensterben; Menschheitsverbrechen wie Völkermord, Rassismus und Diktatur; Krisen der Gesellschaft wie die Selbstabschaffung von Demokratie und Zivilgesellschaft, die Rückabwicklung der europäischen Integration oder die Überalterung.

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Das subversive Gelächter aus der Geschichte
Festschrift für Bärbel Völkel anlässlich ihrer Pensionierung
Bärbel Völkel ist im besten Wortsinn eine ‚unbequeme‘ Stimme in der Geschichtsdidaktik, die nicht nur ungewöhnlichen Fragestellungen nachgeht, sondern oft auch zu ebenso ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Ergebnissen kommt, dabei Konflikte nicht scheut und gelegentlich auch ‚unbequeme‘ Wahrheiten ausspricht. Dass sie das in der Geschichtsdidaktik zu einer nicht unumstrittenen Kollegin machte, würde sie nicht leugnen, sondern mit Stolz bekräftigen. In diesem Kontext ist es sinnvoll, dass im vorliegenden Sammelband, der eine Auswahl ihrer wichtigsten Aufsätze dokumentiert, Bärbel Völkels Positionen noch einmal in aller Deutlichkeit erkennbar werden. Auf diese Weise bleibt ihre Stimme lebhaft und gehört.

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