Politische Bildung als politisches Engagement
Überzeugungen entwickeln – sich einmischen – Flagge zeigen
- herausgegeben von
- Alexander Wohnig
- unter Mitarbeit von
- Christoph Bauer, Ralph Blasche, Andreas Eis, Eva Fischer, Jens-Ulrich Frowerk, Juliane Hammermeister, Sylvia Heitz, Heiko Knoll, Dagmar Lieske, Klaus Moegling, Gerd Steffens, Marcel Studt, Benedikt Widmaier, Alexander Wohnig
Der Band versammelt Beiträge, die sich mit dem Leben, dem Engagement, dem Werk und dem Wirken des Fachdidaktikers Frank Nonnenmacher auseinandersetzen. In seinem Werk und Wirken in der politischen Bildung steht dieser dafür, dass Lehrpersonen selbst Überzeugungen entwickeln, sich einmischen und Flagge zeigen. Nonnenmacher wendet sich dadurch direkt und radikal gegen die Forderung nach Neutralität in der politischen Bildung, die aktuell wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint. Die Beiträge fokussieren sowohl biographisch-historische Fragen, als auch konzeptionelle, theoretische und bildungspraktische Aspekte politischer Didaktik.
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 2-5 Tage
| Bestellnummer: | 41133 |
|---|---|
| EAN: | 9783734411335 |
| ISBN: | 978-3-7344-1133-5 |
| Format: | Broschur |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2020 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 208 |
- Inhaltsübersicht Alexander Wohnig: Überzeugungen entwickeln, Sich-Einmischen, Flagge-Zeigen – Politische Bildung als politisches Engagement –… Mehr
- Autor*innen Dr. Christoph Bauer ist als Lehrer für die Fächer Politik und Wirtschaft und Geschichte an einem Oberstufengymnasium in Fran… Mehr
- Stimmen zum Buch „Der interessante Band regt schließlich eindrücklich an, Nonnenmacher zu lesen. Noch mehr aber, und das ist sein besonderer… Mehr
Alexander Wohnig: Überzeugungen entwickeln, Sich-Einmischen, Flagge-Zeigen – Politische Bildung als politisches Engagement – Zur Einleitung
I Biografisches im historischen Kontext
Eva Fischer: Frank Nonnenmacher – Leben im Widerspruch mit dem System. Eine Biografie - chronologisch und in Episoden
Marcel Studt: Die Bedeutung der Berufsverbote für die Politische Bildung am Beispiel des Werkes Rolf Schmiederers
Gerd Steffens: Die Gunst der Stunde – Junge Lehrer*innen und ihre Pädagogik Anfang der siebziger Jahre
Benedikt Widmaier: Gruppendynamik und Gruppenpädagogik in der politischen Bildung – Emanzipatorisches, pädagogisches und politisches Potential
Sylvia Heitz: Das Ganze im Blick und doch ganz nah dran - Frank Nonnenmacher an der Hochschule
Dagmar Lieske: Engagement zur Anerkennung von „Asozialen und Berufsverbrechern“
II Das Werk Frank Nonnenmachers: Theorie – Praxis – Lehrer*innenbildung
Andreas Eis: Politische Bildung in gesellschaftlichen Widersprüchen:
Gesellschaftstheoretische Begründungen für eine kritische politische Lehrer*innenbildung
Klaus Moegling: Theorie und Praxis im Werk von Frank Nonnenmacher
Christoph Bauer: Zum Subjektbegriff bei Frank Nonnenmacher
Ralph Blasche: Kritische Konfliktorientierung und Mündigkeit – Reflexionen, gesellschaftstheoretische Fundierungen und bildungspraktische Implikationen
Juliane Hammermeister: Vom Wunsch zu handeln. Überlegungen zu einer handlungsorientierten Politikdidaktik
Alexander Wohnig: Zum Stellenwert der politischen Aktion in der politischen Bildung
III Aktuelle schulpraktische Wirkung Frank Nonnenmachers
Heiko Knoll: Frank Nonnenmachers schulpraktische Wirkung: Möglichkeiten und Probleme einer Umsetzung seiner Konzeption im Unterricht
Ralph Blasche: Zur Relevanz des Unterrichtsfaches Deutsch für die historisch-politische Bildung: Das „Brüder-Buch“ als Gegenstand interdisziplinärer schulischer Bildungsprozesse
Jens Frowerk: Schule sehen – ein kritischer Essay mit Blick auf Schule und Lehrerrolle
Autor*innenverzeichnis
Dr. Christoph Bauer ist als Lehrer für die Fächer Politik und Wirtschaft und Geschichte an einem Oberstufengymnasium in Frankfurt am Main tätig. Schwerpunkte sind Subjektorientierung in der Schule, politische Ökonomie, wissenschaftliches Schreiben sowie politische Bildung in der Migrationsgesellschaft, rassismuskritische und genderreflexive pädagogische Arbeit.
Ralph Blasche ist Studienrat für die Fächer Politik und Wirtschaft, Deutsch, Ethik sowie Philosophie an der Neuen Gymnasialen Oberstufe in Frankfurt am Main. Er kooperiert eng mit der außerschulischen Politischen Bildung, insbesondere mit dem Haus am Maiberg, im Kontext der schulischen politischen Bildungsarbeit (bspw. fachbezogene Projekte und SV-Seminare).
Andreas Eis ist Professor für Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Kassel. Er vertrat von 2009-2011 die Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind europapolitische Bildung, politische Subjektivierung in transnationalen Räumen, Diversität und partizipatorische Demokratiebildung sowie qualitative Lern- und Unterrichtsforschung.
Eva Fischer war Lehrerin für Deutsch, Gesellschaftslehre (Geschichte und Sozialkunde) und evangelische Religion und arbeitete fast ausschließlich an Integrierten Gesamtschulen. Sie war 16 Jahre Rektorin in der Schulleitung der Friedrich-Ebert-Schule in Frankfurt am Main, vorher elf Jahre dort im Personalrat und ist seit 1978 Mitglied in der GEW. Sie war Mitglied in der Fachgruppe „Rahmenrichtlinien Gesellschaftslehre“ beim Hessischen Kultusministerium. Von 1991 bis 1996 war sie an die Universität Frankfurt abgeordnet als Pädagogische Mitarbeiterin im Fachbereich 10 (Neuere Philologien). Sie engagierte sich 17 Jahre lang in der Evangelischen Jugendarbeit. Sie ist mit Frank Nonnenmacher verheiratet.
Jens-Ulrich Frowerk ist Lehrer und Studiendirektor am Gymnasium Oberursel. Als Fachbereichsleiter für das sozialwissenschaftliche Aufgabenfeld ist er Mitglied der Schulleitung. Sein bisheriger Unterrichtseinsatz erstreckt sich über Jahrgangsstufen 5/6 bis hin zum Abitur. Koordination des Schulneubaus oder des Ganztagesbereiches sowie Ausstattungsfragen gehörten und gehören ebenfalls zu seinen Aufgaben.
Juliane Hammermeister arbeitet an den Ernst-Reuter-Schulen in Frankfurt am Main. Sie promoviert an der Universität Kassel zur Genese und Kritik von alltäglichen Sinnbildern bei Lernenden und Lehrenden vor dem Hintergrund von Antonio Gramscis Theorieansatz.
Sylvia Heitz war bis zu ihrer Pensionierung 2013 Oberstudienrätin im Hochschuldienst in der Didaktik der Sozialwissenschaften (Professur Nonnenmacher) an der Universität Frankfurt. Ihre Schwerpunkte in der Didaktik der Sozialwissenschaften waren Gedenkstättenpädagogik/ Politische Bildung im internationalen Vergleich und Rassismuskritische Politische Bildung. Zu diesen Schwerpunkten führt sie noch regelmäßig Lehraufträge an der Universität Frankfurt durch.
Dr. Heiko Knoll ist Lehrer an einem Wiesbadener Gymnasium, er unterrichtet die Fächer Politik und Wirtschaft sowie Deutsch. In seiner Dissertation im Fach Soziologie befasste er sich mit der Kritischen Theorie Adornos und untersuchte insbesondere dessen negativ dialektische Argumentationsweise. Titel der Arbeit: Zur Dialektik von Theorie und Praxis bei Adorno.
Dr. Dagmar Lieske ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Auf-Wirkung. Aufarbeitung von Erfahrungen von Betroffenen sexualisierter Gewalt für wirksame Schutzkonzepte in Gegenwart und Zukunft“ unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Andresen an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Sie hat über die Verfolgung von „Berufsverbrechern“ im Nationalsozialismus promoviert und war in diversen KZ-Gedenkstätten tätig. Momentan arbeitet sie zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Geschichte und Gegenwart. Gemeinsam mit Frank Nonnenmacher hat sie sich für die Anerkennung der als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Verfolgten als NS-Opfergruppen eingesetzt. Sie lebt mit ihrer Tochter Anouk und ihrem Partner in Berlin.
Dr. Klaus Moegling ist apl. Professor am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Er habilitierte an der Universität Hamburg (Sportwissenschaften) sowie an der Universität Frankfurt (Politikwissenschaft). Aktuelle Veröffentlichung: Neuordnung. Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich, 2., erweiterte u. aktualisierte Auflage 2019.
Prof. Dr. phil Gerd Steffens, geb. 1942, war Lehrer im hessischen Schuldienst, u.a. zusammen Mit Frank Nonnenmacher in Lampertheim, und von 1998 bis 2007 Professor für Politische Bildung und ihre Didaktik an der Universität Kassel.
Marcel Studt ist Studienrat für die Fächer Politik und Wirtschaft, Ethik sowie Philosophie an der Heinrich-Kleyer-Schule in Frankfurt am Main. Er unterrichtet diese Fächer an der Gymnasialen Oberstufe sowie an der Berufsschule. Als Student arbeitete er an der Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften in Frankfurt. Er hat einen Lehrauftrag an der Universität Kassel mit dem Schwerpunkt Bildungsungleichheit und Politische Bildung.
Benedikt Widmaier ist Direktor der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz „Haus am Maiberg“, Redakteur der Zeitschrift „Journal für politische Bildung“ und Mitherausgeber der Reihe „Non-formale Politische Bildung“ im Wochenschau Verlag. Als Landesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für politische Bildung in Hessen ist er u.a. einer der Nachfolger von Frank Nonnenmacher in diesem Amt. Gemeinsam mit Frank Nonnenmacher hat er drei Bücher herausgegeben: Partizipation als Bildungsziel (2011), Active Citizenship Education 2011), Unter erschwerten Bedingungen (2012).
Dr. Alexander Wohnig ist Juniorprofessor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Siegen. Er arbeitet zu politischer Bildung an der Schnittstelle von Schule und außerschulischen politischen Bildungsträgern und begleitete wissenschaftlich u. a. das Modellprojekt „Politische Partizipation als Ziel der politischen Bildung“ (bpb, Haus am Maiberg).
Wochenschau Wissenschaft
Die Digitalisierung prägt Bildung und Didaktik grundlegend – auch in der ökonomischen Bildung. Der Sammelband beleuchtet systematisch Chancen, Herausforderungen und Schnittstellen digitaler Entwicklungen. Die Beiträge zeigen, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technik hinausreicht: Sie verändert epistemische Grundlagen, didaktische Ansätze, Werthaltungen, Rollenbilder und Kompetenzanforderungen. Die Autor*innen thematisieren unter anderem Einstellungen und Kompetenzen von Lehrenden, erweiterte didaktische Möglichkeiten sowie neue Anforderungen, die die Digitalisierung an die ökonomische Bildung stellt.
Die Frage, wie mit den nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen werden soll, beschäftigt die Politik, die Fachwissenschaften und -didaktiken sowie Kunst und Kultur seit dem Ende der faschistischen Herrschaft. Dieser Band schlägt dazu einen breiten, der historisch-politischen Bildung verpflichteten Zugang vor. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah steht somit immer auch mit der Gegenwart in Verbindung. Der Einzelne reflektiert über die eigene Lebenswelt sowie seine Eingebundenheit in wirtschaftliche und gesellschaftliche (Herrschafts-)Strukturen. Zugleich wird er angeregt, die Gesellschaft – demokratisch und den Menschenrechten angemessen – mitzugestalten.
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Europa lässt sich als ein offenes Projekt zwischen Idee und politischer Realität verstehen. Dieser Band zeigt, wie Jugendarbeit und Jugendpolitik darin auftauchen – kritisch, vielfältig und im Spannungsfeld von Konflikten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Seit gut einem Jahrzehnt prägen Kompetenzmodelle und Entwürfe für Bildungsstandards die Diskussionen der Politikdidaktik. Jedoch beruht die bisherige Form dieser „Kompetenzorientierung“ – so die These des vorliegenden Buches – auf der weitgehend unreflektierten Umsetzung bildungspolitischer Vorgaben und dem zweifelhaften Argument der „Anschlussfähigkeit“. Entgegen aller Messbarkeitseuphorie zeigt Christian Meyer-Heidemann die Einseitigkeiten und Widersprüche der so genannten „Empirischen Wende“ der Politikdidaktik auf. Er rehabilitiert einen umfassenderen Anspruch politischer Bildung, der sich nicht auf eine Vermittlung von testbarem Wissen oder einen messbaren Einstellungswandel reduzieren lässt. Seine Argumentation ist inspiriert vom Denken des kanadischen Sozialphilosophen Charles Taylor, dessen wissenschafts- und politiktheoretische Einsichten – gemäß dem politiktheoretischen Ansatz der Politischen Bildung – für zeitgenössische Diskurse der Politikdidaktik herangezogen werden. Schließlich gelangt Meyer-Heidemann zu dem Fazit: Politische Bildung dient vor allem der Selbstbildung und das ihr angemessene Leitbild ist eine gelingende Bürgeridentität.
Rechte Cliquen sind mit ihrem Stil, ihrer Musik, ihren Protestformen und Einstellungen zu einem Bestandteil der deutschen Jugendkultur geworden. Sie stellen Politik, Zivilgesellschaft und Pädagogik vor Herausforderungen, die für die demokratische Entwicklung, politische Kultur und das soziale Klima des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung sind. Die vorliegende zweite „Hessenstudie 2007“ untersucht erneut nach der ersten „Hessenstudie 1999“ die Erscheinungs- und Handlungsformen von rechten Jugendcliquen und geht der Frage nach, ob es sich um ein episodales oder um ein längerfristiges, sich verstetigendes Phänomen handelt. Dabei werfen die Autoren einen besonderen Blick auf politische und pädagogische Reaktionen und Umgangsformen in hessischen Kommunen.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.
Das Buch befasst sich mit der Geschichtsdidaktik in der Weimarer Zeit und in der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt ihre Einbindungen in das Feld des Politischen, wie in die Geschichtskulturen jener Zeit.
Der Band greift Fragen zu den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Lernen für, über und mittels Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven auf und skizziert Gesellschaftliches Lernen als umfassenden Bildungsprozess in Schule und Hochschule.
Krieg und Frieden sind sowohl aus historischer als auch politischer Sicht von Bedeutung. Der vorliegende Band arbeitet die Begriffe Krieg und Frieden am Beispiel des Ersten Weltkriegs auf. Die Autoren erläutern alltagsgeschichtliche Beispiele und stellen neue Ansätze wie das Konzept des transnationalen Geschichtsunterrichts oder das binationale Projekt des deutsch-französischen Geschichtsbuchs vor. Des Weiteren werden innovative didaktische Ideen wie die Verwendung von Comics sowie Ausstellungsprojekte und medienpädagogische Vorschläge für den Unterricht zum Ersten Weltkrieg geboten. Im historischen Teil werden die Folgen des Ersten Weltkriegs betrachtet, die sich nicht nur auf das 20. Jahrhundert beziehen, sondern bis in die Gegenwart sichtbar sind. Dazu gehört der Versailler Vertrag und die darin festgelegte deutsche Kriegsschuld mit ihren Konsequenzen für das politische Bewusstsein der Deutschen und dessen Auswirkungen im Blick auf den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aber auch die Folgen für die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion, für ganz Osteuropa, den Balkan und den Nahen Osten werden betrachtet. Die Beiträge zur politischen Bildung befassen sich mit dem modernen Friedensverständnis, Perspektiven, Szenarien und Konzepten für eine friedliche Welt. Diese werden auf Grundlage der Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts für Schule und Erwachsenenbildung aufbereitet.
In diesem Band zeichnen die Autor*innen die gesellschaftlichen und berufsbezogenen Handlungsnotwendigkeiten und -räume sozialer Frauenberufe in ihrer Entwicklungsgeschichte nach.