Professionalisierung für das Unterrichten gesellschaftswissenschaftlicher Fächerverbünde
- herausgegeben von
- Monika Fenn, Maik Wienecke, Dirk Witt
- unter Mitarbeit von
- Peter Gautschi, Thomas Hellmuth, Nikola Forwergk, Marcel Grieger, Andreas Eberth, Theresa Bechtel, Friedrich Huneke, Christiane Meyer, Dirk Lange, Meik Zülsdorf-Kersting, Matthias Busch, Michell W. Dittgen, Leif O. Mönter, Christian Winklhöfer, Sonja Schwarze, Karin Meendermann, Florian Johann, Thomas Brühne, Johann Knigge-Blietschau, Dana Maria Kier, Daniel Ullrich
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| Bestellnummer: | 41584 |
|---|---|
| EAN: | 9783734415845 |
| ISBN: | 978-3-7344-1584-5 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2023 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 272 |
- Inhaltsübersicht Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber Blick auf das deutschsprachige Ausland Peter Gautschi: Lehrerinn… Mehr
- Autor*innen Theresa Bechtel arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universi… Mehr
- Stimmen zum Buch „Der Sammelband ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zur Herausbildung eines sichtbaren, wissenschaftlichen Fach… Mehr
Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber
Blick auf das deutschsprachige Ausland
Peter Gautschi: Lehrerinnen- und Lehrer-Bildung für Gesellschaftswissenschaften in der deutschsprachigen Schweiz. Ein Einblick
Thomas Hellmuth: Vielfalt, Verwirrung oder Verirrung? Kritisch-produktive Überlegungen zu Fächerverbünden in Österreich
Blick auf bundesdeutsche Länder: Erste Phase/Hochschullehre
Maik Wienecke: Das Fach Gesellschaftswissenschaften an Brandenburger Schulen und als Studienfach an der Universität Potsdam
Nikola Forwergk, Marcel Grieger: Gesellschaftslehre in Niedersachsen. Herausforderungen und Ausbildungskonzepte
Andreas Eberth, Theresa Bechtel, Friedrich Huneke, Christiane Meyer, Dirk Lange, Meik Zülsdorf-Kersting: Gesellschaftslehre unterrichten lernen. Zur Struktur und Evaluation eines integrativen Seminarangebots für Studierende an der Leibniz Universität Hannover
Matthias Busch, Michell W. Dittgen, Leif O. Mönter: Das digital gestützte Lernmodul „Gesellschaftslehre“ (di:GL) als Beitrag zur Professionalisierung im Integrationsfach
Christian Winklhöfer, Sonja Schwarze, Karin Meendermann: Interdisziplinäres Lehren lernen. Ein Konzept für die Hochschule
Florian Johann, Thomas Brühne: Kompetenzmodell für ein mögliches Schulfach „Gesellschaftswissenschaften“. Eine empirische Herleitung
Blick auf bundesdeutsche Länder: Zweite Phase/Vorbereitungsdienst bzw. Referendariat
Dirk Witt: Integrierte Ausbildung im Lernbereich Gesellschaftswissenschaften in Hamburg in der zweiten Phase der Lehrkräfteprofessionalisierung
Johann Knigge-Blietschau: Ausbildung für das Fach Weltkunde in Schleswig-Holstein. Stand, Defizite, Ausblick
Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Aktionen und Diskussionen
Dana Maria Kier: Rationale Zukunftsorientierung oder euphorische Illusion? Die Entstehung des Faches Gesellschaftslehre in Nordrhein-Westfalen von 1969 bis 1976
Daniel Ullrich: Ein bundesweites Netzwerk Gesellschaftswissenschaften
Peter Gautschi: Schulfach Gesellschaftswissenschaften. Unterwegs in die Zukunft
Fazit: Vergleichendes Resümee und Impulse
Monika Fenn: Professionalisierung von Lehrkräften für das Unterrichten eines gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbundes. Vergleichendes Resümee, Diskussion und Impulse
Abstracts
Autorinnen und Autoren
Theresa Bechtel arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover und lehrt am ebenfalls an der Leibniz Universität Hannover ansässigen Institut für Politikwissenschaften im Bereich Didaktik der Politischen Bildung.
PD Dr. Thomas Brühne ist Akademischer Oberrat für Geographie und ihre Didaktik an der Universität Koblenz. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich u. a. mit Grundsatzfragen gesellschaftswissenschaftlicher Fachdidaktik.
Prof. Dr. Matthias Busch ist Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Universität Trier. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der historisch-politischen Bildung, die demokratische Schul- und Unterrichtsentwicklung, die Erinnerungskultur und Partizipation in europäischen Grenzräumen, das fächerübergreifende Lernen in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern sowie das Lernen und Lehren in der digitalen Gesellschaft.
Michell W. Dittgen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich „Didaktik der Gesellschaftswissenschaften“ an der Universität Trier und promoviert zu Interdisziplinarität in gesellschaftswissenschaftlichen Fächer(verbünde)n in Deutschland aus der Perspektive von Lehrkräften.
Prof. Dr. Andreas Eberth ist Professor für Geographie mit Schwerpunkt Bildung für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Passau. 2019–2021 hat er an der Leibniz Universität Hannover im Projekt „Entwicklung eines strukturbildenden Lehrkonzepts im lehrerbildenden Masterstudiengang für das Fach Gesellschaftslehre als Fächerverbund aus Erdkunde, Geschichte, Politik-Wirtschaft an Gesamtschulen“ mitgearbeitet.
Prof. Dr. Monika Fenn ist seit 2012 Professorin für Didaktik der Geschichte am Historischen Institut der Universität Potsdam, nachdem sie zuvor elf Jahre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München und fast elf Jahre als Lehrerin tätig war. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Professionalisierung von Geschichtslehrkräften in allen Berufsphasen, der Digitalisierung, der Museen und Archive, dem frühen historischen Lehren und Lernen. Sie gibt die Buchreihen „Geschichtsunterricht erforschen“ und „Starter Geschichte“ mit heraus.
Nikola Forwergk ist Doktorandin zum Thema „Unterrichten von Gesellschaftswissenschaften“ an der Universität Göttingen im Fachbereich Didaktik der Geschichte sowie Lehrerin für die Fächer Politik/Wirtschaft und Geschichte.
Prof. Dr. Peter Gautschi ist Professor für Geschichtsdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Luzern/Schweiz, wo er auch das Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen (IGE) leitet. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichtsunterricht, Public History sowie Lehrplan- und Lehrmittelentwicklung. Er ist u. a. Mitherausgeber der Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften.
Dr. Marcel Grieger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Politikwissenschaft/Didaktik der Politik sowie Projektmanager des Schlözer-Programms-Lehrerbildung an der Universität Göttingen. Er forscht in den Gesellschaftswissenschaften u. a. zu Selbstwirksamkeitserwartungen und dem Fortbildungsverhalten von Lehrkräften.
Prof. Dr. Thomas Hellmuth ist Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Wien und Vorstand des Instituts für Geschichte sowie stellvertretender Leiter des Zentrums für Lehrer*innenbildung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorien und Methoden der Geschichts- und Politikdidaktik (v.a. Subjektorientierung), Kritische Geschichtsdidaktik, historisch-politische Bildung, Geschichte der Bildung, Kulturgeschichte (insbesondere Frankreichs seit dem 19. Jahrhundert) sowie Regional- und Lokalgeschichte.
Friedrich Huneke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachdidaktik Geschichte am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover und Lehrer am St. Ursula Gymnasium ebd., Beiratsmitglied des ZeitZentrums Zivilcourage (Hannover), Mitglied der niedersächsischen Lehrplankommission für den Geschichtsunterricht an der Oberstufe 2017, Mitglied im Arbeitskreis der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, Schulbuchautor.
StR Florian Johann ist Lehrer für die Fächer Geographie und Biologie sowie Doktorand und Lehrbeauftragter an der Universität Koblenz. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit Grundsatzfragen im Bereich Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften.
Dana Maria Kier ist Doktorandin am Lehrstuhl für Geschichte der Universität Duisburg-Essen. Im Rahmen ihrer Dissertation „Zukunftsgestaltung durch Schulreformen – Gesamtschulen und das Fach Gesellschaftslehre als Form des ‚social engineering‘“ beschäftigt sie sich mit der Einführung der Gesamtschule und des Faches Gesellschaftslehre in NRW in den 1970er Jahren.
Johann Knigge-Blietschau ist Lehrer an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Eckernförde (Schleswig-Holstein) und Landesfachberater für das Fach Weltkunde am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Er bietet die einzige Ausbildungsveranstaltung für Weltkunde in Schleswig-Holstein an, koordiniert die Fortbildungsangebote und war an der Erstellung der Fachanforderungen (des Bildungsplans) beteiligt.
Prof. Dr. Dirk Lange ist Professor für Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Wien und der Leibniz Universität Hannover. Er leitet das Demokratiezentrum Wien und ist Direktor des Instituts für Didaktik der Demokratie. Seine aktuellen Forschung beziehen sich auf das Bürger*innenbewusstsein, Inclusive Citizenship, Alltagspolitik und Demokratiedidaktik.
Dr. Karin Meendermann ist Oberstudienrätin im Hochschuldienst am Institut für Politikwissenschaft der WWU Münster. Neben Grundlagen in den fachwissenschaftlichen Bereichen Ökonomie, Politikwissenschaft und Soziologie vermittelt sie Inhalte der sozialwissenschaftlichen Fachdidaktik. Als Herausgeberin der Reihe „Münsteraner Forum zur politischen Bildung“ ist sie an einer professionsorientierten und qualitativ hochwertigen Lehramtsausbildung interessiert.
Prof. Dr. Christiane Meyer ist Professorin im Fachgebiet Didaktik der Geographie an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschung bezieht sich u. a. auf die Entwicklung eines strukturbildenden Lehrkonzepts im lehrerbildenden Masterstudiengang für das Fach Gesellschaftslehre als Fächerverbund aus Erdkunde, Geschichte, Politik-Wirtschaft an Gesamtschulen sowie Unterrichtsmodelle und Bildungsangebote für (angehende) Lehrkräfte zur Bewusstseinsbildung sowie gesellschaftlichen und räumlichen Transformation.
Prof. Dr. Leif Mönter ist Professor für Didaktik der Geographie an der Universität Vechta. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Politische Bildung und Geographieunterricht, Antirassismus und Interkulturalität sowie Geographie und Integrationsfächer.
Dr. Sonja Schwarze ist Akademische Rätin am Institut für Didaktik der Geographie an der WWU Münster und aktuell als nebenamtliche Lehrkraft am Joseph-Haydn-Gymnasium in Senden tätig. In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich v.a. mit dem Raum als Konstrukt, sprachsensiblen Geographieunterricht und Mensch-Umwelt-Beziehungen. Zudem interessiert sie sich für die Bildung von nachhaltiger Entwicklung und Fragen hinsichtlich des fächerverbindenden Lehrens und Lernens im Kontext der Geographie.
Daniel Ullrich ist stellvertretender Landesfachberater für das Fach Gesellschaftswissenschaften und Fachreferent für die Fächer Geschichte, Sozialkunde/Politik und Gesellschaftswissenschaften am saarländischen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM). Zu seinen Interessenschwerpunkten gehören die Weiterentwicklung des Faches Gesellschaftswissenschaften, Differenzierung und Individualisierung, Leseförderung sowie die Digitalisierung im Fachunterricht.
Dr. Maik Wienecke ist ausgebildeter Lehrer für die Fächer Geographie und Politische Bildung an Gymnasien und gegenwärtig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und verantwortlicher Dozent für den Studiengang Gesellschaftswissenschaften am Historischen Institut der Universität Potsdam im Fachbereich Didaktik der Geschichte tätig.
Dr. Christian Winklhöfer ist Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Didaktik der Geschichte der WWU Münster. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich v.a. mit historischer Urteilsbildung sowie mit der Präsentation und Rezeption von Geschichte im Museum. Zudem interessiert er sich für Mediengeschichte und Medienbildung sowie für Fragen des fächerverbindenden historischen Lehrens und Lernens.
Dirk Witt ist Lehrer an einer Hamburger Stadtteilschule und Fachseminarleiter für den Lernbereich Gesellschaftswissenschaften am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg. Er bildet an der Universität Hamburg Studierende im Integrierten Schulpraktikum aus und hat die Bildungspläne für den Lernbereich Gesellschaftswissenschaften an Stadtteilschulen mitentwickelt. Seine Interessenschwerpunkte sind das Unterrichten im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund, der inklusive Fachunterricht sowie der gesellschaftswissenschaftliche Anfangsunterricht.
Prof. Dr. Meik Zülsdorf-Kersting ist Professor am und Vorstand des historischen Seminars an der Leibnitz Universität Hannover. Seine Forschung bezieht sich u. a. auf die Entwicklung eines strukturbildenden Lehrkonzepts im lehrerbildenden Masterstudiengang für das Fach Gesellschaftslehre als Fächerverbund aus Erdkunde, Geschichte, Politik-Wirtschaft an Gesamtschulen, interdisziplinärer Unterrichtsforschung sowie historische Lehr-Lernforschung.
„Der Sammelband ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zur Herausbildung eines sichtbaren, wissenschaftlichen Fachdiskurses - ein Weg, den es unbedingt weiter zu verfolgen gilt.“
Melanie Richter-Oertel, SEHEPUNKTE
Wochenschau Wissenschaft
In diesem Band sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Arbeiten zu Ausdrucksformen des Antisemitismus versammelt. Eine besondere Rolle spielen dabei der Israel-Palästina-Konflikt und seine Rezeption. Dieser Kontext rückt nach der Zäsur des 7. Oktober 2023 ins Zentrum, führt jedoch zu großen Verunsicherungen in Bildungsinstitutionen. Der Autor liefert Bestandsaufnahmen zum Wissen über Antisemitismus und diskutiert Antisemitismus bzw. Antisemitismusdebatten aus der Perspektive mündigkeitsorientierter politischer Bildung. Er erschließt didaktische Materialien zu Antisemitismus und zum Nahostkonflikt und analysiert (fehlende) Themenfelder, (implizit) enthaltene Annahmen und nicht-intendierte Effekte.
Die Digitalisierung prägt Bildung und Didaktik grundlegend – auch in der ökonomischen Bildung. Der Sammelband beleuchtet systematisch Chancen, Herausforderungen und Schnittstellen digitaler Entwicklungen. Die Beiträge zeigen, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technik hinausreicht: Sie verändert epistemische Grundlagen, didaktische Ansätze, Werthaltungen, Rollenbilder und Kompetenzanforderungen. Die Autor*innen thematisieren unter anderem Einstellungen und Kompetenzen von Lehrenden, erweiterte didaktische Möglichkeiten sowie neue Anforderungen, die die Digitalisierung an die ökonomische Bildung stellt.
Die Frage, wie mit den nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen werden soll, beschäftigt die Politik, die Fachwissenschaften und -didaktiken sowie Kunst und Kultur seit dem Ende der faschistischen Herrschaft. Dieser Band schlägt dazu einen breiten, der historisch-politischen Bildung verpflichteten Zugang vor. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah steht somit immer auch mit der Gegenwart in Verbindung. Der Einzelne reflektiert über die eigene Lebenswelt sowie seine Eingebundenheit in wirtschaftliche und gesellschaftliche (Herrschafts-)Strukturen. Zugleich wird er angeregt, die Gesellschaft – demokratisch und den Menschenrechten angemessen – mitzugestalten.
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Europa lässt sich als ein offenes Projekt zwischen Idee und politischer Realität verstehen. Dieser Band zeigt, wie Jugendarbeit und Jugendpolitik darin auftauchen – kritisch, vielfältig und im Spannungsfeld von Konflikten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Seit gut einem Jahrzehnt prägen Kompetenzmodelle und Entwürfe für Bildungsstandards die Diskussionen der Politikdidaktik. Jedoch beruht die bisherige Form dieser „Kompetenzorientierung“ – so die These des vorliegenden Buches – auf der weitgehend unreflektierten Umsetzung bildungspolitischer Vorgaben und dem zweifelhaften Argument der „Anschlussfähigkeit“. Entgegen aller Messbarkeitseuphorie zeigt Christian Meyer-Heidemann die Einseitigkeiten und Widersprüche der so genannten „Empirischen Wende“ der Politikdidaktik auf. Er rehabilitiert einen umfassenderen Anspruch politischer Bildung, der sich nicht auf eine Vermittlung von testbarem Wissen oder einen messbaren Einstellungswandel reduzieren lässt. Seine Argumentation ist inspiriert vom Denken des kanadischen Sozialphilosophen Charles Taylor, dessen wissenschafts- und politiktheoretische Einsichten – gemäß dem politiktheoretischen Ansatz der Politischen Bildung – für zeitgenössische Diskurse der Politikdidaktik herangezogen werden. Schließlich gelangt Meyer-Heidemann zu dem Fazit: Politische Bildung dient vor allem der Selbstbildung und das ihr angemessene Leitbild ist eine gelingende Bürgeridentität.
Rechte Cliquen sind mit ihrem Stil, ihrer Musik, ihren Protestformen und Einstellungen zu einem Bestandteil der deutschen Jugendkultur geworden. Sie stellen Politik, Zivilgesellschaft und Pädagogik vor Herausforderungen, die für die demokratische Entwicklung, politische Kultur und das soziale Klima des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung sind. Die vorliegende zweite „Hessenstudie 2007“ untersucht erneut nach der ersten „Hessenstudie 1999“ die Erscheinungs- und Handlungsformen von rechten Jugendcliquen und geht der Frage nach, ob es sich um ein episodales oder um ein längerfristiges, sich verstetigendes Phänomen handelt. Dabei werfen die Autoren einen besonderen Blick auf politische und pädagogische Reaktionen und Umgangsformen in hessischen Kommunen.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.
Das Buch befasst sich mit der Geschichtsdidaktik in der Weimarer Zeit und in der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt ihre Einbindungen in das Feld des Politischen, wie in die Geschichtskulturen jener Zeit.
Der Band greift Fragen zu den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Lernen für, über und mittels Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven auf und skizziert Gesellschaftliches Lernen als umfassenden Bildungsprozess in Schule und Hochschule.
Krieg und Frieden sind sowohl aus historischer als auch politischer Sicht von Bedeutung. Der vorliegende Band arbeitet die Begriffe Krieg und Frieden am Beispiel des Ersten Weltkriegs auf. Die Autoren erläutern alltagsgeschichtliche Beispiele und stellen neue Ansätze wie das Konzept des transnationalen Geschichtsunterrichts oder das binationale Projekt des deutsch-französischen Geschichtsbuchs vor. Des Weiteren werden innovative didaktische Ideen wie die Verwendung von Comics sowie Ausstellungsprojekte und medienpädagogische Vorschläge für den Unterricht zum Ersten Weltkrieg geboten. Im historischen Teil werden die Folgen des Ersten Weltkriegs betrachtet, die sich nicht nur auf das 20. Jahrhundert beziehen, sondern bis in die Gegenwart sichtbar sind. Dazu gehört der Versailler Vertrag und die darin festgelegte deutsche Kriegsschuld mit ihren Konsequenzen für das politische Bewusstsein der Deutschen und dessen Auswirkungen im Blick auf den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aber auch die Folgen für die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion, für ganz Osteuropa, den Balkan und den Nahen Osten werden betrachtet. Die Beiträge zur politischen Bildung befassen sich mit dem modernen Friedensverständnis, Perspektiven, Szenarien und Konzepten für eine friedliche Welt. Diese werden auf Grundlage der Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts für Schule und Erwachsenenbildung aufbereitet.