Kompetenz zum Widerstand

Eine Aufgabe für die politische Bildung

herausgegeben von
Fritz Reheis, Stefan Denzler, Michael Görtler, Johann Waas
unter Mitarbeit von
Martin Becher, Stefan Denzler, Malte Ebner von Eschenbach, Andreas Eis, Mario Förster, Michael Gerten, Markus Gloe, Michael Görtler, Josef Held, Frauke Höntzsch, Werner Karg, Stefanie Kessler, Heiner Keupp, Markus Killius, Lorenz Kutzer, Sonja Lebosch, Gerd Meyer, Claire Moulin-Doos, Tonio Oeftering, Fritz Reheis, Ortfried Schäffter, Armin Scherb, Jörg Schröder, Michael Sladek, Jana Trumann, Johann Waas, Michaela Weiß, Sabine Zelger

Der Ruf nach Widerstand ist populär geworden: gegen die Herrschaft von Banken, das Finanzkapital, Freihandelsabkommen, aber auch gegen „Volksverräter“, „Lügenpresse“ und „Islamisierung“. Solche Widerstandsappelle fordern nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch die Bildungspraxis heraus, in der es ja meist nicht um Widerstand, sondern um Anpassung an das Gegebene geht. Insbesondere die politische Bildung, die aufgrund der Interdependenz von Politik und Ökonomie auch für die ökonomische Bildung wichtig ist, steht hier vor elementaren Fragen: Ist Mündigkeit ohne die Fähigkeit, „nein“ zu…

... mehr

Bestellnummer: 40349
EAN: 9783734403491
ISBN: 978-3-7344-0349-1
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Auflage 2016
Seitenzahl: 240
Produktinformationen
Der Ruf nach Widerstand ist populär geworden: gegen die Herrschaft von Banken, das Finanzkapital, Freihandelsabkommen, aber auch gegen „Volksverräter“, „Lügenpresse“ und „Islamisierung“. Solche Widerstandsappelle fordern nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch die Bildungspraxis heraus, in der es ja meist nicht um Widerstand, sondern um Anpassung an das Gegebene geht. Insbesondere die politische Bildung, die aufgrund der Interdependenz von Politik und Ökonomie auch für die ökonomische Bildung wichtig ist, steht hier vor elementaren Fragen: Ist Mündigkeit ohne die Fähigkeit, „nein“ zu sagen, sich zu verweigern, ohne die Kompetenz zum Widerstand also, überhaupt möglich? Wann ist Widerstand gerechtfertigt oder sogar geboten? Welche Kompetenzen sind erforderlich, um zu entscheiden, wann Widerstand nötig, wer zuständig, welche Form angemessen ist? Was brauchen Menschen, um diese Entscheidung auch praktisch durchzuhalten? Und schließlich: Wie können all diese Voraussetzungen für praktische Mündigkeit erworben werden? Erfahrene zivilgesellschaftliche Widerstandspraktiker und namhafte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen (Philosophie, Politikwissenschaft, Politikdidaktik) erörtern diese brisante Aufgabe der politischen Bildung.
Inhaltsübersicht

Vorwort der Herausgeber:
Das Thema und die Beiträge

Fritz Reheis
Einführung

1.  Was ist ein erfolgreicher Widerstand?
     Wann sind Menschen widerständig?

Michael Sladek
Die Stromrebellen aus Schönau – ein konkretes Beispiel

Heiner Keupp
Ermutigung zum aufrechten Gang.
Statt „Furcht vor der Freiheit“ das „Handwerk der Freiheit“

2.  Was heißt Kompetenz zum Widerstand?
     – Phänomenologische Annäherungen

Gerd Meyer
Zivilcourage als widerständiges Verhalten im Alltag

Martin Becher
Der unfreiwilligste Spendenlauf Deutschlands – Widerstand gegen Neonazis?

Werner Karg
Der Selbstgewissheit widerstehen

Sonja Leboš
Bürger gegen Investoren – Fallstudien aus Kroatien

3.  Kann und soll die Kompetenz zum Widerstand gefördert werden?
     Grundsätzliche Überlegungen aus unterschiedlichen Perspektiven

3.1    Widerstandskompetenz und Rechtfertigungsdiskurs

Frauke Höntzsch
Widerstand – (k)ein Menschenrecht

Michael Gerten
Das Erziehungsziel des mündigen Bürgers im Kontext von Moral und Recht

Markus Killius
Das repressive Ethos – oder weshalb wir eine ,Moral des Widerstands‘ brauchen

3.2     Widerstandskompetenz, Demokratiediskurs und Kompetenzdiskurs

Malte Ebner von Eschenbach, Ortfried Schäffter
Epistemische Widerständigkeit in der Politischen Bildung
– Verantwortungsvoller Umgang mit Differenzen als Demokratiekompetenz

Tonio Oeftering
Kritik und Widerstand aus politiktheoretischer und politikdidaktischer Perspektive

Claire Moulin-Doos, Andreas Eis
Kompetenz zum Widerstand oder zum politischen Ungehorsam?

Armin Scherb
Widerstandskompetenz als Ziel der Politischen Bildung?
– Die pragmatistische Sicht der Dinge

4.  Wie kann die Kompetenz zum Widerstand gefördert werden?
     Praktische Konsequenzen aus soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive

4.1    Widerstandskompetenz und Schule

Mario Förster, Michaela Weiß
Selbstverständlich Demokratie?!
Eine empirische Untersuchung zum Demokratieverstehen von Schülerinnen und Schülern

Stefanie Kessler
Empirische Einblicke in die Unterrichtspraxis von Lehrerinnen und Lehrern.
Handlungsorientierungen für einen kritischen Politikunterricht

4.2    Widerstandskompetenz und Arbeitswelt

Josef Held
Solidarität und Widerstand in der Arbeitswelt

Jörg Schröder
Widerstand als Umgestaltung – über die Ressourcen von Leib und Bewegung in der flexiblen Arbeitswelt

4.3    Widerstandskompetenz und öffentlicher Raum

Lorenz Kutzer
Lernräume der Widerständigkeit.
Die Bedeutung öffentlicher Räume für den Aufbau politischer Widerstandskompetenz  

Jana Trumann
Alternative Lern-Handlungsräume als widerständige Praxis
– Impulse für die (politische) Bildungsarbeit  

4.4    Medien und Methoden

Markus Gloe
Musik als Medium des Widerstands und seine Verwendung im Sozialkundeunterricht

Sabine Zelger
,Der Einkaufswagen hat mich längst durchschaut‘.
Mit Marktsatiren zu widerständiger Bildung

Nachwort der Herausgeber:
Versuch eines Fazits

Autorinnen, Autoren und Herausgeber

Autor*innen

Martin Becher, Geschäftsführer „Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“ sowie gleichzeitig in dieser Funktion Leiter der „Projektstelle gegen Rechtsextremismus“ in Bad Alexandersbad.

Stefan Denzler, Mitarbeiter der „Projektstelle gegen Rechtsextremismus“ in Bad Alexandersbad.

Malte Ebner von Eschenbach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungswissenschaft, Erwachsenenbildung, Weiterbildung und Medienpädagogik.

Andreas Eis, Professor für Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Kassel.

Mario Förster, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Friedrich-Schiller-Universität Jena für den „Aktionsplan Demokratiebildung Thüringen“ im Kompetenzzentrum Rechtsextremismus, Doktorand zum Thema „Demokratische Handlungskompetenzen“.

Michael Gerten, seit 1988 mit einigen Unterbrechungen Lehre und Forschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in den Fächern Philosophie, Politische Theorie, Betriebswirtschaftslehre sowie philosophische Lehrveranstaltungen an weiteren Hochschulen und in freiberuflichen Seminaren.

Markus Gloe, Leiter der Lehreinheit Didaktik der Sozialkunde am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Michael Görtler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Fort- und Weiterbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Josef Held, forscht und lehrt am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen und leitet die Tübinger Forschungsgruppe für Migration, Integration, Jugend und Verbände.

Frauke Höntzsch, Akad. Rätin a. Z. am Lehrstuhl für Politikwissenschaft/Politische Theorie der Universität Augsburg.

Werner Karg, Leitender Regierungsdirektor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Stefanie Kessler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bildungssoziologie an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie Doktorandin in der Politikdidaktik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Heiner Keupp, emeritierter Professor am Department Psychologie Reflexive Sozialpsychologie, Ludwig-Maximilians-Universität München; gegenwärtig Gastprofessor an der Universität Bozen.

Markus Killius, Promovend der Theoretischen Soziologie bei Hartmut Rosa an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
 
Lorenz Kutzer, Absolvent des Lehramts für Gymnasien (Englisch, Sozialkunde und Philosophie/Ethik) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Sonja Leboš, Freie Künstlerin und Wissenschaftlerin; 2002 Gründung des Vereins für interdisziplinäre und interkulturelle Forschungen in Zagreb/Kroatien und seit 2014 im grey area space for contemporary and media art auf der Insel KorČula/Kroatien als Projektleiterin tätig.

Gerd Meyer, 1997 bis 2007 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen mit den Schwerpunkten politische Kulturen und politische Psychologie, politische Systeme der DDR sowie Mittel- und Osteuropas.

Claire Moulin-Doos, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich für Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel im Fachgebiet Didaktik der Politischen Bildung.

Tonio Oeftering, Juniorprofessor für Politikdidaktik am Institut für Politikwissenschaft/Zentrum für Demokratieforschung an der Leuphana Universität Lüneburg.

Fritz Reheis, 2007 bis 2015 Selbstständiger Fachvertreter für Didaktik der Sozialkunde an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Ortfried Schäffter, emeritierter Professor für Theorie der Weiterbildung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Armin Scherb, Selbstständiger Fachvertreter für Didaktik der Sozialkunde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg.

Jörg Schröder, Fachvertreter für Sportdidaktik am Institut für Sportwissenschaft der Universität Rostock.

Michael Sladek, medizinisch tätig als Allgemeinarzt in eigener Praxis in Schönau im Schwarzwald, energiewirtschaftliche Beratung gemeinnütziger Organisationen, Aufsichtsratstätigkeiten in Genossenschaften, Geschäftsführertätigkeit bei der Stadtwerke Stuttgart Vertriebs GmbH.

Jana Trumann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Bildungswissenschaften im Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung der Universität Duisburg-Essen.

Johann Waas, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Politische Theorie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Michaela Weiß, Berlin, seit 2015 Referentin für Bildung und Kultur im Kultusministerium in Sachsen-Anhalt; Mitglied in der Jury des Förderprogramms Demokratisch Handeln; Doktorandin zum Thema „Demokratische Handlungskompetenzen“ an der Georg-August-Universität Göttingen.

Sabine Zelger, Literaturwissenschaftlerin und Fachdidaktikerin am Institut für Germanistik an der Universität Wien.

Stimmen zum Buch

"Insgesamt bietet der Band einen spannenden Einblick in Praxen und Theorie widerständigen Verhaltens und der noch in den Kinderschuhen befindlichen Diskussion um die Widerstandskompetenz und ist somit sowohl für außerschulische und schulische politische Bildner*innen als auch für Personen interessant, die Interesse an der Widerstandsthematik haben."

Alexander Wohnig, POLIS 2/2017

"Politische Urteils- und Handlungskompetenz wird durch einen spannenden Perspektivenwechsel an vielen Stellen konkretisiert und zugespitzt, bei gleichzeitiger theoretischer Reflexion. Insofern ist dieser Band nur sehr zu empfehlen."

Prof. Dr. Bernd Overwien, DVPB Bayern

Downloads
Laden Sie hier Ihre kostenlose Leseprobe herunter.

Sie könnten auch an folgenden Titeln interessiert sein

Positionen der politischen Bildung 2
Interviews zur Politikdidaktik
Insgesamt 28 Autorinnen und Autoren erläutern in Interviews ihre Positionen zur politischen Bildung. Sie nehmen Stellung zu Inhalten, Zielen, Methoden und Medien der politischen Bildung in der Schule, reflektieren politikdidaktische Prinzipien und gehen auf die neuen Kontroversen in der Didaktik der politischen Bildung ein. Mit dem ersten Band „Positionen der politischen Bildung“ hatte Kerstin Pohl bereits ein Standardwerk der schulischen Politikdidaktik vorgelegt. Ergänzt um 18 Autoren zeigt sich, was sich in der Politikdidaktik getan hat: Neben neuen Professuren sind auch neue Fragen hinzugekommen. Welche Rolle spielen Kompetenzen? Wie stark sollte eine Fächerintegration stattfinden? Welche Bedeutung hat die empirische Forschung für die Politikdidaktik? Mit gutem Gewissen kann man sagen, dass der zweite Band des erfolgreichen Interviewbuches den „state of the art“ der Politikdidaktik präsentiert. Zusammen spiegeln die beiden Bände die Entwicklung der Disziplin Politikdidaktik seit 2003 bis in die Gegenwart.  

25,99 € - 32,90 €
Jahrbuch Demokratiepädagogik 4
Friedenspädagogik und Demokratiepädagogik
Kriege, politische Gewalt und Terrorismus beeinflussen den politischen Alltag. Langfristige Friedensstrategien sind gefragt. Diese müssen sich auf eine Erziehung für eine Kultur des Friedens stützen. Das Jahrbuch Demokratiepädagogik Bd. 4 widmet sich der Friedenspädagogik und stellt Bezüge zur Demokratiepädagogik her. Es geht um grundlegende theoretische und empirische Fragen:  den Zusammenhang zwischen Friedenspädagogik und  Global Citizenship Education, ihre Verankerung im Bildungswesen, die Evaluation von Programmen  und Aspekten friedenspolitischer Haltung. Der praktische Teil thematisiert den Umgang mit dem extremistischen Salafismus, skizziert eine Schulpartnerschaft mit Afrika, wendet sich dem Kompromiss als politischer Größe zu und geht auf die Bedeutung von Erinnerungskulturen ein. Informationen zu Ländern und Regionen, aus der Zivilgesellschaft sowie Rezensionen runden den Band ab. Die Reihe wird ab dem Jahrgang 2023 in der neuen Reihe Jahrbuch Demokratiepädagogik und Demokratiebildung fortgeführt.

21,40 € - 26,80 €
Bildung
„Bildung“ ist zu einem nahezu allgegenwärtigen Schlagwort geworden. Aber die Rede beispielsweise von Bildungssystem, Bildungsbeteiligung, Bildungsstandards oder Bildungsforschung verdeckt, dass es heute keinen Konsens darüber gibt, was Bildung als inhaltliche Leitidee für die Schule bedeutet und was es heißt, gebildet zu sein. Inzwischen wächst aber das Unbehagen an dieser Situation und es scheint sich im öffentlichen Nachdenken über Schule eine bildungstheoretische Wende abzuzeichnen. Die Beiträge in diesem Heft greifen dieses neue Interesse an Bildung als Leitidee auf und beleuchten gesellschaftswissenschaftliche Fachgebiete unter bildungstheoretischen Perspektiven.

29,80 €

Wochenschau Wissenschaft

Neu
Diversität und Demokratie
Gesellschaftliche Vielfalt und die Zukunft der sprachlichen und politischen Bildung
Die in "Diversität und Demokratie" versammelten Beiträge fokussieren die Zukunft der sprachlichen und politischen Bildung im Lichte gesellschaftlicher Vielfalt aus interdisziplinärer Perspektive. Sie thematisieren die Rolle der Sprache in der politischen und des Politischen in der sprachlichen Bildung und damit die Verknüpfung von edukativen Praktiken, politischen Diskursen und Sprachhandeln. Angesichts sich rasch wandelnder Rahmenbedingungen - etwa in Hinblick auf Dynamiken sozialer, kultureller und sprachlicher Diversifikation, Digitalisierungsprozesse wie auch Prävention und Bewältigung vo…

36,90 €
Neu
Existierst du nur oder partizipierst du schon?
Demokratie- und Partizipationseinstellungen von geflüchteten und nicht-geflüchteten Schüler*innen mit und ohne Migrationshintergrund an Berufskollegs
Unterscheiden sich die Demokratie- und Partizipationseinstellungen von geflüchteten Schüler*innen mit und ohne internationale Familiengeschichte, die an den Berufskollegs im Ruhrgebiet beschult werden, voneinander?

27,90 €
Neu
Lehrkräfte im Sachunterricht zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Unterschätzte Potentiale Politischer Bildung in der Grundschule
Kinder haben ein Recht auf Politische Bildung. Doch häufig werden ihnen politische Themen nicht zugetraut und das Politische ihrer Lebenswelt negiert. Die Berichte der Lehrer*innen in diesem Band geben Einblicke in die vielfältigen Interessen und Fragen von Kindern zu aktuellen und vergangenen Krisen und Konflikten. Die kindlichen Fähigkeiten und wichtigen Potentiale Politischer Bildung werden dabei jedoch weitgehend unterschätzt. Die Gründe dafür sind vielschichtig, wie eine hohe Arbeitsbelastung, Defizite in der sozialwissenschaftlichen Lehramtsausbildung oder fehlende Angebote der Fachdida…

31,90 €
Neu
Der Beutelsbacher Konsens in der religiösen Bildung
Exemplarische Konkretionen und notwendige Transformationen
Der konfessionelle Religionsunterricht ist positionell. Wie kann ein solches Fach Indoktrination vermeiden und Kontroversität ermöglichen? An unterschiedlichen Themenbeispielen – Klimaschutz, Wirtschaftsethik und Verschwörungserzählungen – diskutiert der Band diese Frage. Auf der Basis interdisziplinärer Perspektiven wird ein religionspädagogisches Konsentpapier ("Schwerter Konsent") entworfen.

28,90 €
Neu
Demokratie auf Distanz
Digitaler Wandel und Krisenerfahrung als Anlass und Auftrag politischer Bildung
Der Band bietet pädagogische Überlegungen, die angesichts vielfältiger Krisen dazu beitragen, die Gefahr der Distanz zwischen Bürgerschaft und Demokratie zu verringern, Krisenerscheinungen als Lernanlässe zu verstehen und produktiv damit umzugehen.

30,99 €
Neu
Professionalisierung für das Unterrichten gesellschaftswissenschaftlicher Fächerverbünde
Der Band gibt einen Überblick über Strukturen der ersten und zweiten Phase der Lehrkräftebildung für gesellschaftswissenschaftliche Fächerverbünde. Er diskutiert Modelle und Ansätze, die für die Professionalisierung von Lehrkräften notwendig sind.

34,90 €
Neu
Visual History und Geschichtsdidaktik
(Interdisziplinäre) Impulse und Anregungen für Praxis und Wissenschaft
Der Band versammelt Impulse zum Diskursstand sowie empirische Studien und konzeptionelle Überlegungen zur Visual History und ihren Potenzialen in der historisch-politischen Bildung. Er widmet sich dabei vielfältigen Visualia und den sie betreffenden (geschichtskulturellen) Distributions- und Verarbeitungsstrategien.

31,90 €
Neu
Politische Bildung in der superdiversen Gesellschaft
Der umfangreiche Band zur 21. GPJE-Jahrestagung versammelt eine Vielzahl an Forschungsperspektiven auf politische Bildung in der "superdiversen" Gesellschaft und präsentiert weitere aktuelle politikdidaktische Forschungsarbeiten.

34,90 €
Neu
Politische Bildung und Digitalität
Der Sammelband vereint Beiträge der 22. GPJE-Jahrestagung, die im Juni 2022 an der Universität Trier stattfand. Er gibt einen Überblick über politikdidaktische Forschungsprojekte und Diskussionen zu Herausforderungen, Chancen und Veränderungen politischer Bildung in der Digitalität. Er spiegelt damit nicht nur eine breite Auseinandersetzung mit digitalen Transformationen in politikdidaktischer Forschung und Entwicklung wider, sondern zeigt, wie sehr Digitalität auch die Politikdidaktik selbst in ihren Methoden, Inhalten, Selbstverständnissen und Forschungspraxen verändert und vor neue Aufgaben stellt.

28,90 €
Neu
Das Plurale Wir in der Gesellschaft stärken
Das Forschungsprojekt der Hochschule Bielefeld "Das plurale Wir in der Gesellschaft stärken" zeigt, wie in Dialoggruppen-Seminaren die Vielfalt von Geschlechterkonstruktionen erlebt werden kann.

18,90 €
Neu
Demokratie trotz(t) Antiextremismus?
Zur Bedeutung von Extremismusprävention für (Ent-) Demokratisierung und politische Bildung
Sollte Extremismusprävention ein Teil politischer Bildung sein? Diese Frage tangiert grundlegende Vorstellungen von Demokratie und politischer Bildung. Extremismusprävention basiert auf der Gegenüberstellung von Demokratie und Extremismus. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass jedoch gerade das Verhältnis von Demokratie und Antiextremismus durch Widersprüche gekennzeichnet ist und kritisch geprüft werden muss. Ein Sicherheitskonzept, das eine Beschränkung des politischen Streits zum Schutz der Demokratie vornimmt, läuft schließlich Gefahr, Demokratie selbst zu beschränken. Dies betrifft eine politische Bildungsarbeit in und für Demokratien ebenso wie demokratische Gesellschaften insgesamt.

43,90 €
Bürgerbildung und Freiheitsordnung
Politische Bildung als republikorientierte Praxis
Bürgerbildung und Freiheitsordnung sind konstitutiv aufeinander bezogen: Nur in einer Freiheitsordnung können sich die Bürgerinnen und Bürger im anspruchsvollen Sinne bilden und nur durch gebildete Bürgerinnen und Bürger gewinnt die Freiheitsordnung ihre Stabilität und Vitalität. Ohne politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger lässt sich eine Freiheitsordnung weder gründen noch bewahren. Daher kommt der politischen Bildung in einer Republik die Aufgabe zu, die Qualität der politischen Ordnung zur Sprache zu bringen und eine republikanische Selbstbildung zu begleiten. Diese Festschrift würdigt…

27,90 €
Rechtspopulistische Verschwörungstheorien in demokratischen Verfassungsstaaten
Eine vergleichende Analyse der Alternative für Deutschland, der Schweizerischen Volkspartei, der Freiheitlichen Partei Österreichs und des Front National
Welche Rolle spielen Verschwörungstheorien in den Programmen rechtspopulistischer Parteien? Politikwissenschaftler Christoph Schiebel legt mit seiner Dissertation eine erkenntnisreiche Analyse zur Alternative für Deutschland (AfD), der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und zum Front National (FN) vor. Aus wissenssoziologischer, politik- und kulturwissenschaftlicher Perspektive stellt er wertvolle Parteiforschungserkenntnisse zu Verschwörungserzählungen vor und zeigt, welche Rolle diese bei Themen wie Überwachung, EU, Bargeldabschaffung, Migration, Sicherheit, Wissenschaft, Bildung und Medien spielen.

49,90 €
Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert
Perspektiven bildungsgeschichtlicher Fachunterrichtsforschung
Die Beiträge des Sammelbands rekonstruieren, wie das Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Demokratie in politischen Diskursen, Bildungsmedien, Professionalisierungs- und Unterrichtsprozessen im 20. Jahrhundert verhandelt und gestaltet worden ist.

24,90 €
Politische Stadtrundgänge
Außerschulische Lernarrangements zwischen Schule und sozialen Bewegungen
Der Autor untersucht politische Stadtrundgänge, die als Lernarrangements von bewegungsbezogenen Organisationen konzipiert und für Schulen als Kooperation zwischen formeller und non-formaler Bildung angeboten werden. Von diesem besonderen Lernarrangement ausgehend werden gegenwärtig in der Fachdidaktik diskutierte Fragen von politischer Positionierung und Lernen in Aktion aufgegriffen und ein Einblick in die Praxis kritisch-emanzipatorischer politischer Bildung ermöglicht. Damit werden politische Stadtrundgänge erstmals systematisch untersucht, ihre Relevanz für Bildungsprozesse aufgezeigt und ihr Potenzial für die Praxis erschlossen. Oliver Emde erhielt für diesen Band den Ursula-Buch-Preis 2023. Prof. Dr. Tim Engartner hebt in seiner Laudatio die besonders tiefschürfende, argumentativ stringente und sprachlich ansprechende Analyse der Arbeit heraus. Die für die politische Bildung relevanten fachdidaktischen Prinzipien würden ausgesprochen treffsicher auf ihre lebensweltliche Plausibilität hin untersucht. Mehr zum Ursula-Buch-Preis lesen Sie hier.

73,99 € - 74,00 €
Geschichtsunterricht vor der Frage nach dem Sinn
Geschichts(unter)bewusstsein und die Optionen eines sinnzentrierten Unterrichts
Sinn führt uns durch das Leben. Aber wie entsteht dieser Sinn und wie bietet er uns Orientierung in der Welt? Welchen Einfluss nimmt er dabei auf unsere historischen Vorstellungen? Und welche Rolle spielt er für das historische Lernen? Solchen Fragen geht dieser Band nach. Er betont dabei die Rolle der unbewussten, intuitiven, motivationalen, ästhetischen, emotionalen und imaginativen Momente stärker, als dies in den klassischen Konzeptionen zur „historischen Sinnbildung“ der Fall ist. Es wird unterschieden zwischen einer an Fakten und einer an Handlungen orientierten Art, die Welt zu verstehen. Dies hat Folgen für die Deutung historischer Erzählungen und bietet Möglichkeiten, historisches Lernen für SchülerInnen sinnerfüllter zu gestalten. Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.

55,00 €
Konzepte historischen Denkens und ihre Entwicklungslogik
Eine Studie zur Genese historischer Verständnishorizonte
Konzeptuelles Lernen ist ein vielversprechender Weg, junge Menschen zu wissenschaftsnahem historischem Denken zu führen. Es macht die Lernenden mit den Prinzipien des Faches vertraut und steigert ihre Fähigkeit, historische Sinnzusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen. Dieser Band sucht nach Entwicklungslogiken, die dem zugrunde liegen. In einer Interviewstudie werden einhundert ForschungspartnerInnen vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter zu ihren historischen Vorstellungen, Interessen und weiteren flankierenden Aspekten von Geschichtsbewusstsein befragt. Der Autor schlägt ein theoretisches Untersuchungsmodell vor, das Konzepte unterschiedlicher Ordnungen gleichermaßen berücksichtigt, und bietet Übersichten zum fachlichen Conceptual-Change-Diskurs.Das E-Book steht im Downloadbereich im Open Access zur Verfügung.

40,00 €
Der Begriff „Wutbürger“ im mediopolitischen Diskurs
Erscheinungsweisen, Bedeutungskontexte und Bezeichnungsnarrative in Berichterstattung und Fachliteratur
Das Buch zeichnet anhand der Proteste gegen Stuttgart 21, der Pegida-Demonstrationen und von Fachliteratur nach, wie der Begriff „Wutbürger“ sich als Schlagwort etabliert hat und welche Rolle die Mehrdeutigkeit des Begriffs Bürger dabei einnimmt.

43,90 €
Kompetenzorientierung in der politischen Bildung
überdenken – weiterdenken
Braucht es noch ein Buch zur Kompetenzorientierung? Wir meinen ja! Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Bereich der Politikdidaktik diskutieren in den Beiträgen dieses Buches zentrale Fragestellungen zur Kompetenzorientierung in der politischen Bildung.  Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungsmöglichkeiten werden dabei über- und weitergedacht. In einer grundlegenden Reflexion wird zunächst das bildungspolitische Kompetenzparadigma sowie die bisherigen Streitfragen um Basis- und Fachkonzepte kritisch beleuchtet und hinterfragt. Die Beiträge des Buches befassen sich weiterhin mit Implikationen von Kompetenzorientierung für die universitäre Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern als auch für die schulische Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements. Schließlich werden Lernendenperspektiven zu Basis- und Fachkonzepten sowie personelle und systemisch-institutionelle Rahmenbedingungen für kompetenzorientierten Unterricht analysiert.

11,99 € - 12,80 €
In Krisen Geschichte lernen, um Zukunft zu gewinnen
Überlebenstraining bei Umweltkollaps, Menschheitsverbrechen und Demokratieverfall
Der inzwischen gut 50 Jahre alte, kühne und kluge Anspruch, historisches Denken und Lernen zu nutzen, um aktuelle Krisen zu klären und zu überstehen, wurde nie oder kaum eingelöst. In diesem Band sind bedrohliche Gegenwartsrisiken nicht nur Anlass, sondern sogar Chance, aus historischer Einsicht handlungsfähig zu werden.Gegenstand des Bandes sind verschiedene gegenwärtige und zukünftige Krisenphänomene: ökologische Katastrophen wie Klimawandel und Artensterben; Menschheitsverbrechen wie Völkermord, Rassismus und Diktatur; Krisen der Gesellschaft wie die Selbstabschaffung von Demokratie und Zivilgesellschaft, die Rückabwicklung der europäischen Integration oder die Überalterung.

58,99 € - 59,90 €
Das subversive Gelächter aus der Geschichte
Festschrift für Bärbel Völkel anlässlich ihrer Pensionierung
Bärbel Völkel ist im besten Wortsinn eine ‚unbequeme‘ Stimme in der Geschichtsdidaktik, die nicht nur ungewöhnlichen Fragestellungen nachgeht, sondern oft auch zu ebenso ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Ergebnissen kommt, dabei Konflikte nicht scheut und gelegentlich auch ‚unbequeme‘ Wahrheiten ausspricht. Dass sie das in der Geschichtsdidaktik zu einer nicht unumstrittenen Kollegin machte, würde sie nicht leugnen, sondern mit Stolz bekräftigen. In diesem Kontext ist es sinnvoll, dass im vorliegenden Sammelband, der eine Auswahl ihrer wichtigsten Aufsätze dokumentiert, Bärbel Völkels Positionen noch einmal in aller Deutlichkeit erkennbar werden. Auf diese Weise bleibt ihre Stimme lebhaft und gehört.

36,90 €
Politische Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Grundlagen und Praxisbeispiele für Förderschulen und Inklusion
Auch Lernende im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (FgE) können in Förderschule und Inklusion an politischer Bildung teilhaben. Der Sammelband beinhaltet dazu grundlegende theoretische Überlegungen, einschlägige empirische Ergebnisse, didaktisch-methodische Grundlagen und ausführliche Beispiele praktischer Umsetzung. Dabei ist das Motiv leitend, sowohl innerhalb der Didaktik der sonderpädagogischen Fachrichtung die fachliche Perspektive politischer Bildung zu stärken als auch zur Weiterentwicklung einer inklusiven Politikdidaktik beizutragen, welche die mithin spezifischen Fragen und Aspekte in Bezug auf Lernende im FgE angemessen differenziert mit zu berücksichtigen weiß.

28,99 € - 29,90 €
Methoden der politikdidaktischen Theoriebildung und empirischen Forschung
Der Sammelband ermöglicht einen aktuellen, differenzierten und durch die Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses einsteigerfreundlich gehaltenen Einblick in die Arbeit der politikdidaktischen Theoriebildung und empirischen Forschung.

32,90 €